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Meisterprüfung Konditoren (Zuckerbäcker)

Informationen zur Meisterprüfung im Handwerk Konditoren (Zuckerbäcker) in der Steiermark

  

ZULASSUNG ZUR MEISTERPRÜFUNG

 

Als einzige Zulassungsvoraussetzung für den Prüfungsantritt ist die Volljährigkeit

(vollendetes 18. Lebensjahr) vorgesehen!

  

INHALTE DER MEISTERPRÜFUNG

 
(Verordnung der Bundesinnung der Konditoren in Kraft getreten mit 01.02.2004)

 

Die Meisterprüfung besteht aus 5 Modulen:

 

Modul 1 (Fachlich praktische Prüfung)

 

2 Prüfungsgegenstände:

 

  1. Teil A: 1 Prüfungsgegenstand: (Dauer: 1-1/4 Std. max. 1-3/4 Stunden)

Teil A wird durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer einschlägigen Lehrabschlussprüfung sowie weitere Nachweise lt. der aktuellen Prüfungsordnung ersetzt.

Folgende angeführte Arbeitsproben sind nach eigenen Rezepten herzustellen und zu präsentieren:

  • Eine glasierte Torte mit Dekor (Blumenbouquet und Randverzierung) mit einem Durchmesser von 24 cm und
  • Konditorwaren aus dressierten Massen, entweder Windgebäck oder Makronen oder Mürbteig (1 Sorte dubliert und halbgetunkt mit Tunkmasse – Kuvertüre vor Ort temporiert)

Das Material ist für die Prüfung mitzubringen!

 

  1. Teil B: 1 Prüfungsgegenstand: (Dauer: 15 max. 17 Stunden)

 

Zum Projektthema sind aus zwei unterschiedlich hergestellten Rohstoffen Arbeitsproben/Entwürfe zu zeichnen (Größe A4 mit Hauptmaßen L,B,H,T, Angabe der verwendeten Rohstoffe), aus denen die Prüfungskommission das Meisterstück wählt.

 Das Projektthema und eine Aufstellung aller (inkl. Meisterstück) mit Materialpreisen bewerteten Rezepte (Materialkalkulation) sowie eine detaillierte Arbeitszeiteinteilung ist zur Prüfung mitzubringen:

  • Konfekt (Pralinen):
    •  Erlaubt sind verschiedene Marzipanaromen sowie verschiedene Nougatvariationen.
    • 6 Sorten a´12 gleiche Stück müssen gemacht werden. Es dürfen max. 2 Sorten mitgebrachte Hohlkörper, egal welche Form, verwendet werden. Max. 2 Sorten mit Marzipan, mindestens muss jedoch 1 Marzipanpraline gemacht werden. Es darf ein Puderkasten verwendet werden.
    • Tunken: Mindestens 1 Sorte muss vollkommen glatt überzogen und mit Gabelmuster versehen sein!

  • Feines Teegebäck:
    • Teegebäck muss getunkt werden, mind. 8 verschiedene Sorten, davon müssen 5 verschiedene Sorten getunkt werden (z.B.: Linzerräder, Eisenbahner, Vanillekipferl müssen nicht getunkt werden)
    • Eine dressierte Linzermasse darf verwendet werden, jedoch nur max. 2 verschiedene Sorten
  • Stückdessert:
    • Dekormassen, Trickrand dürfen verwendet werden, 6 verschiedene Sorten a ´6 Stück als Petit-Fours
    • 3 Sorten müssen zur Gänze an Ort und Stelle angefertigt werden, für die anderen Sorten können die Komponenten z.B.: die Masse, mitgebracht werden. Schokoschalen müssen vor der Prüfungskommission ausgeschlafen und gefüllt werden.
    • 1 Sorte muss mit Fondant glasiert werden, wobei das Biskuit mitgebracht werden darf und vor der Prüfungskommission gefüllt werden muss (Punsch darf verwendet werden).
      • Dekor: Frische und kandierte Früchte dürfen verwendet werden, jedoch kein mitgebrachter Fertigdekor. Alle Dekorteile sind vor Ort herzustellen.

Die Füllcremen müssen vor der Prüfungskommission gefertigt werden!

  • Aufschnitttorte:
    • Durchmesser: 22 bis 24 cm
    • Aufschnitttorte muss händisch auf 14 eingeteilt werden
    • 3 Stück zur Verkostung herausschneiden
    • Der Tortenboden kann mitgebracht werden.
  • Torte zu speziellen Anlässen mit Glasur und Schrift:
    • Sachertorte: 24 cm Durchmesser mit Schrift und Randverzierung zum Projektthema ausgarniert
    • Tortenrohling (nur Masse) darf mitgebracht werden
    • Es dürfen keine Dekorteile (Marzipanfiguren, Teegebäck o.ä.) auf der Torte platziert werden
    • Mit Marmelade füllen und vor Ort mit Codexgemäßer Glasur überziehen
  • Kleine kalte und warme pikante Speisen:
    • 3 Sorten a´6 Stück, davon max. 1 Sorte (z.B.: Canapes, Pasteten, Quiche, pikante Blätterteiggebäcke)
    • Pasteten müssen vor Ort hergestellt werden
    • Blätterteig für Pasteten darf mitgebracht werden.
  • Künstlerisch gestaltete Figuren und Blumenarrangement:
    • 6 Marzipanfiguren mit max. 100 g, 3 mal 2 gleiche Stück und ein Arrangement mit 6 Blüten und Blättern( freie Materialwahl – z.B.: Zucker, Marzipan, Schokolade, Krokant, Windmasse oder essbare Dekormassen)
    • Unterlage: Essbare Unterlagen müssen vor der Prüfungskommission hergestellt werden (Zucker, Schokolade, etc.)

  

Der Aufbau der Präsentationswaren ist nach 30 Minuten zu beenden.

 

Modul 2 (Fachlich mündliche Prüfung)

  

2 Prüfungsgegenstände:

 

  1. Teil A (Dauer: mind. 15 max. 25 Minuten)

Teil A wird durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer einschlägigen Lehrabschlussprüfung sowie weitere Nachweise lt. der aktuellen Prüfungsordnung ersetzt.

 

  1. Teil B (Dauer: mind. 30 max. 50 Minuten)

    

Modul 3 (Fachlich schriftliche Prüfung)

 

1 Prüfungsgegenstand:    (Dauer: 5 Std.)

  

Modul 4 (Ausbilderprüfung)

 

Das Modul Ausbilderprüfung berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen und beinhaltet pädagogische, psychologische und rechtliche Bereiche. Als einzige Zulassungsvoraussetzung für den Prüfungsantritt ist die Volljährigkeit (vollendetes 18. Lebensjahr) vorgesehen!

Verschiedene schulische Ausbildungen oder abgelegte Prüfungen (z. B. Ausbildertraining im Wifi mit abschließendem Fachgespräch, Unternehmerprüfung, Werkmeisterschule, etc.) ersetzen die Ausbilderprüfung.

 

Nach erfolgreicher Ablegung der Module 1 – 4 ist man damit gemäß

§ 20 Abs. 2 GewO 1994 berechtigt, sich als „Meister“ mit Beziehung auf das betreffende Handwerk zu bezeichnen.

 

Modul 5 (Unternehmerprüfung)

 

Für die Unternehmerprüfung gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen. Die Unternehmerprüfung beinhaltet die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse für die Unternehmensführung.

Verschiedene abgelegte Prüfungen oder schulische Ausbildungen ersetzen die Unternehmerprüfung (z. B. Lehrabschlussprüfung in einem kaufmännischen Lehrberuf, Handelsschule, Handelsakademie, HTL etc.)

 

Wiederholung

 

Nur jene Gegenstände, die negativ bewertet wurden, sind zu wiederholen

     

ANMELDUNG – ANMELDESCHLUSS

 

Für die Anmeldung ist das Anmeldeformular mit den erforderlichen Unterlagen bis spätestens 6 Wochen vor dem ersten Prüfungstag einzureichen.

 

Nutzen Sie unser Online – Anmeldeservice auf wko.at/stmk/meister/anmeldung

Zu den Prüfungsterminen in der Steiermark:

KOSTEN

 

Modul 1 Teil A: 21,--
Modul 1 Teil B: 186,--
Modul 2 Teil A: 11,--
Modul 2 Teil B: 92,--
Modul 3: 52,--
Unternehmerprüfung:  300,--
Ausbilderprüfung:  100,--
Benützungsentgelt richtet sich nach der Anzahl der Prüfungskandidaten  

 

AUSSTELLUNG MEISTERSPRÜFUNGSSZEUGNIS

 

Alle Module können in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Es ist allerdings nicht möglich, sich nur für einzelne Prüfungsgegenstände anzumelden. Für jedes positiv absolvierte Modul wird ein Modulzeugnis ausgestellt. Nach Absolvierung bzw. Ersatz aller Module, wird Ihnen von der Meisterprüfungsstelle ein Gesamtzeugnis ausgestellt.

 

Weitere Informationen zur Meisterprüfung:

 

Markus Scherübl

Wirtschaftskammer Steiermark

Prüfungsreferent

Meisterprüfungsstelle

A-8021 Graz, Körblergasse 111-113

T 0316 601 475

F 0316 601 253

markus.scheruebl@wkstmk.at

W http://wko.at/stmk/meister