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Meisterprüfung Metalltechnik Schmiede und Fahrzeugbau

Informationen zur Meisterprüfung Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau in der Steiermark

 

ZULASSUNG ZUR MEISTERPRÜFUNG
 

 

Als einzige Zulassungsvoraussetzung für den Prüfungsantritt ist die Volljährigkeit

(vollendetes 18. Lebensjahr) vorgesehen!

 

INHALTE DER MEISTERPRÜFUNG

 (Verordnung der Bundesinnung der Schlosser, Landmaschinentechniker und Schmiede in Kraft getreten mit 01.07.2013)

 

Die Meisterprüfung Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau (Schmiede) besteht aus 5 Modulen:

 

Modul 1 (Fachlich praktische Prüfung)

 

3 Gegenstände:

 

  1. Teil A (Dauer: 4 max. 4,5 Stunden)

Teil A wird durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer einschlägigen Lehrabschlussprüfung (z.B.: Landmaschinentechniker, Maschinenschlosser, Fahrzeugfertiger, Schlosser) oder durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule oder einer Sonderform dieser Lehranstalten, deren Ausbildung in einem für das Handwerk spezifischen Schwerpunkt liegt, ersetzt.

      

  1. Gegenstand Meisterarbeit (Dauer: 19 max. 21 Stunden)

    a) Umfasst die Anfertigung einer funktionstüchtigen Konstruktion aus dem Bereich der Schmiedetechnik, jedenfalls sind die Schweißkenntnisse nach ÖNORM EN 287-1 bzw. jener Norm, die diese ersetzt, nachzuweisen; der Nachweis entfällt bei Vorlage eines gültigen Zeugnisses nach EN 287-1;

    b) Gegebenenfalls auch Meisterarbeiten zum Nachweis jener Fertigkeiten und Kenntnisse dieses Moduls, die nicht unter lit. a) erfasst sind.

(Arbeitskleidung ist zwingend vorgeschrieben. Sämtliche Messgeräte und Werkzeuge stehen zur Verfügung.)

Mit der Anmeldung zur Meisterprüfung für das Modul 1 hat der Prüfungswerber für die Anfertigung des Meisterprüfungsstückes drei Entwürfe von Werksskizzen mit Materialaufstellung vorzulegen. Aus denen wird von der Prüfungskommission das Meisterstück für die Anfertigung  ausgewählt.

 

  1. Gegenstand Projektarbeit (Dauer: 5 max. 6 Stunden)

    a) Anfertigen einer Konstruktionsskizze
    b) Anfertigen einer Materialaufstellung
    c) Anfertigen einer Fachkalkulation

Im Fachbereich Projektarbeit dürfen Fachbücher, techn. Richtlinien, Tabellen und Zeichenschablonen verwendet werden. Nur die genehmigte Entwurfsskizze darf als Vorlage am Prüfungstag verwendet werden. Zeichenpapier mit Rahmen und Schriftfeld darf mitgebracht werden. Im Fachbereich Projektarbeit ist eine Werkstattzeichnung, eine Materialaufstellung sowie eine Fachkalkulation des genehmigten Meisterstückes anzufertigen.

 

Modul 2 (Fachlich mündliche Prüfung)

 

3 Gegenstände:

 

  1. Teil A (Dauer: mind. 20 max. 30 Minuten)

Teil A wird durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer einschlägigen Lehrabschlussprüfung (z.B.: Landmaschinentechniker, Maschinenschlosser, Fahrzeugfertiger, Schlosser) oder durch den Nachweis des erfolgreichen Abschlusses einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule oder einer Sonderform dieser Lehranstalten, deren Ausbildung in einem für das Handwerk spezifischen Schwerpunkt liegt, ersetzt.

         2. Teil B Gegenstand - Fachkunde: Projektarbeit, Werkstoffkunde, Arbeitskunde 


         3. Teil B Gegenstand - Fachmanagement: Sicherheitsmanagement,                                            Qualitätsmanagement, facheinschlägige technische Richtlinien, berufsbezogene                        Sondervorschriften

 

Dauer: mind. 30 max. 40 Minuten

Modul 3 (Fachlich schriftliche Prüfung)

 

4 Gägenstände:

  1. Fachkunde
  2. kaufmännische schriftliche Kommunikation
  3. technische und angewandte Mathematik
  4. physikalische Grundlagen

 

Die schriftliche Prüfung hat mindestens 5 Stunden zu dauern. Sie ist nach maximal 6 Stunden zu beenden

 

Eingeschränkter Prüfungsumfang:

Absolventen mit einem erfolgreichen Abschluss einer mindestens dreijährigen berufsbildenden Schule oder deren Sonderform, deren Ausbildung in einem für das Handwerk spezifischen Schwerpunkt liegt, erhalten durch Nachweise mit Zeugnissen das Modul 1 Teil A, das Modul 2 Teil A und das Modul 3 der Meisterprüfung Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau (Schmiede) angerechnet.

 

Modul 4 (Ausbilderprüfung)

 

Das Modul Ausbilderprüfung berechtigt zur Ausbildung von Lehrlingen und beinhaltet pädagogische, psychologische und rechtliche Bereiche. Als einzige Zulassungsvoraussetzung für den Prüfungsantritt ist die Volljährigkeit (vollendetes 18. Lebensjahr) vorgesehen!

Verschiedene schulische Ausbildungen oder abgelegte Prüfungen (z. B. Ausbildertraining im WIFI mit abschließendem Fachgespräch, Unternehmerprüfung, Werkmeisterschule, etc.) ersetzen die Ausbilderprüfung.

 

Nach erfolgreicher Ablegung der Module 1 – 4 ist man damit gemäß

§ 20 Abs. 2 GewO 1994 berechtigt, sich als „Meister“ mit Beziehung auf das betreffende Handwerk zu bezeichnen.

 

Modul 5 (Unternehmerprüfung)

 

Für die Unternehmerprüfung gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen. Die Unternehmerprüfung beinhaltet die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse für die Unternehmensführung.

Verschiedene abgelegte Prüfungen oder schulische Ausbildungen ersetzen die Unternehmerprüfung (z. B. Lehrabschlussprüfung in einem kaufmännischen Lehrberuf, Handelsschule, Handelsakademie, HTL etc.)

 

Wiederholung:

Nur jene Gegenstände, die negativ bewertet wurden, sind zu wiederholen.

 

Bei positiver Absolvierung der Meisterprüfung für das Handwerk Metalltechnik für Land- und Baumaschinen (Landmaschinentechnik) besteht die Zusatzprüfung für das Handwerk Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau (Schmiede) aus dem Modul 1 Teil B und dem Modul 2 Teil B.

 

Bei positiver Absolvierung der Meisterprüfung für das Handwerk Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau (Schlosser) besteht die Zusatzprüfung für das Handwerk Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau (Schmiede) aus dem Modul 1 Teil B und dem Modul 2 Teil B.

 

ANMELDUNG – ANMELDESCHLUSS

 

Die Anmeldung mit den erforderlichen Unterlagen ist bis spätestens 6 Wochen vor dem ersten Prüfungstag einzureichen.

 

Anmeldung Online: http://wko.at/stmk/pruefungsanmeldung

   

Zu den Prüfungsterminen in der Steiermark

 

KOSTEN

 

Modul 1 Teil A: 21,--
Modul 1 Teil B: 186,--
Modul 2 Teil A: 11,--
Modul 2 Teil B: 92,--
Modul 3: 52,--
Unternehmerprüfung: 300,--
Ausbilderprüfung: 100,--
Benützungsentgelt 225,-- 

 

AUSSTELLUNG MEISTERSPRÜFUNGSSZEUGNIS

 

Alle Module können in beliebiger Reihenfolge abgelegt werden. Es ist allerdings nicht möglich, sich nur für einzelne Prüfungsgegenstände anzumelden. Für jedes positiv absolvierte Modul wird ein Modulzeugnis ausgestellt. Nach Absolvierung bzw. Ersatz aller Module, wird Ihnen von der Meisterprüfungsstelle ein Gesamtzeugnis ausgestellt.

 

Weitere Informationen zur Meisterprüfung:

 

Markus Scherübl
Wirtschaftskammer Steiermark
Prüfungsreferent
Meisterprüfungsstelle
A-8021 Graz, Körblergasse 111-113

T 0316 601 475

F 0316 601 253

markus.scheruebl@wkstmk.at

W http://wko.at/stmk/meister