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Führungswechsel in der Regionalstelle Graz

Mag. Paul Spitzer ist neuer Obmann

Mit aktuell 18.797 aktiven Mitgliedsbetrieben ist die WKO Regionalstelle Graz allein Heimat eines Viertels aller steirischen WKO Mitglieder. Eine schlagkräftige regionale Interessenvertretung ist daher nicht nur eine große Herausforderung, sondern aufgrund der Größe des Wirtschaftsraums auch von besonderer Bedeutung. „Wir haben heute in Graz um rund 25% mehr Mitglieder als vor 10 Jahren, als es noch 14.922 waren“, rechnet Sabine Wendlinger-Slanina vor und ergänzt: „Dies zeigt die zum Glück große Dynamik der Grazer Wirtschaft, die auch dazu führt, dass wir trotz des enormen Zuzugs heute eine niedrigere Arbeitslosenquote haben als 2009“.

 

Rückblick SABINE WENDLINGER-SLANINA

Seit 17. Juni 2009 bis 5. November 2019, insgesamt also 3793 Tage, vertrat Sabine Wendlinger-Slanina als Obfrau der Regionalstelle Graz die regionalen Interessen der Grazer Wirtschaftstreibenden. Oberstes Ziel dabei war einerseits stets die Steigerung der Attraktivität des Wirtschaftsraums im Gesamten und die individuelle Unterstützung bei konkreten Anliegen andererseits. „Vor allem das Thema Bildung war für mich persönlich immer im Fokus. Daher haben wir zu Beginn meiner Tätigkeit auch als Regionalstelle Graz selbst Vorträge in Grazer Schulen abgehalten und später die immer stärker zunehmenden Aktivitäten des Hauses WKO in diese Richtung unterstützt.“

Große Erfolge feierte Wendlinger-Slanina auch mit dem Format STARS OF STYRIA, das in Graz im Jahr 2007 mit 147 Auszeichnungen seine Prämiere feierte. Mittlerweile werden in Graz jährlich rund 260 Personen ausgezeichnet, steiermarkweit sind es 1.000 Ehrungen! „Stars of Styria ist jedes Jahr ein Highlight für mich persönlich. Vor allem die Tatsache, dass wir unsere Trophäen seit 2010 in der Aula der Karl-Franzens-Universität vergeben, ist für mich ein wichtiges Symbol für die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems. Heute kann jeder Lehrabsolvent dank „Lehre & Matura“ auf die Universität, umgekehrt haben wir aber immer öfter Hochschulabsolventen bei uns, die eine Meisterprüfung absolviert haben.“

Einen weiteren Schwerpunkt setzte Sabine Wendlinger-Slanina beim Thema Erreichbarkeit: „Für einen attraktiven Wirtschaftsraum ist eine gute Erreichbarkeit eine Grundvoraussetzung, während der Ruf „Staustadt“ schon schaden kann. Wir treiben dieses Thema daher seit Jahren stark an und haben während meiner Zeit als Obfrau zwei Positionspapiere veröffentlicht, um auf die Bedürfnisse der Wirtschaft aufmerksam zu machen.“ Ein großer Erfolg ist in diesem Zusammenhang, dass die 2012 geplante Umweltzone nicht eingeführt wurde. „Damals wurde der Verlust von 1.500 Arbeitsplätzen prognostiziert und gleichzeitig eine Einsparung von 4 Feinstaubtagen. Aufgrund der Vielzahl alternativer Maßnahmen für eine saubere Luft haben wir heute im Schnitt 30 Feinstaubtage weniger als 2010, aber ohne die wirtschaftlichen Nachteile einer Umweltzone“, erläutert Wendlinger-Slanina.

Während der Amtszeit von Sabine Wendlinger-Slanina konnten einige weitere konkreten Erfolge erzielt werden. Beispielsweise ist hier der „Gläserne Akt“ in der Bau- & Anlagenbehörde zu nennen, der mehr Transparenz schaffte, oder die Umsetzung der „Altstadtbim“, die einen Impuls für dir Innenstadtwirtschaft brachte.

„Es waren 3793 spannende Tage, an denen ich mich sehr gern für die Wirtschaft in Graz eingesetzt habe, um damit insgesamt die positive Entwicklung unserer Stadt voranzutreiben. Nun ist es aber Zeit für neue Impulse und frischen Wind, so wie es auch in der Wirtschaft immer wieder Innovationen benötigt. Ich bedanke mich bei meinen Mitstreitern im Regionalstellenausschuss, meinem Team in der Regionalstelle Graz, vor allem aber auch bei den vielen tollen Unternehmen in Graz, die hauptverantwortlich sind für die Lebensqualität in unserer schönen Stadt“, bedankt sich Wendlinger-Slanina abschließend.

 

Ausblick PAUL SPITZER

 

WIRTSCHAFTSFREUNDLICHKEIT DER STADT STEIGERN

„Fast alle Maßnahmen, die eine Stadt setzt, haben direkt oder indirekt Auswirkungen auch auf die Wirtschaft – für mich liegt ein ganz spezieller Fokus daher darauf, bei allen Verantwortungsträgern in Graz noch mehr Bewusstsein für die Wirtschaft zu schaffen. Ziel muss es sein, dass nichts geplant oder umgesetzt wird, ohne vorher zu prüfen, ob und welche Auswirkungen es auf die Wirtschaft geben könnte“, erklärt Regionalstellenobmann Paul Spitzer.

Die Kommunikation zwischen Behörde, Politik und Wirtschaft soll daher intensiviert und dabei insbesondere mehr Sensibilität für die Anliegen der Wirtschaft geschaffen werden. Zu diesem Zweck plant die Regionalstelle Graz die Einführung regelmäßiger Treffen zwischen WKO und Wirtschaftstreibenden einerseits und Behördenvertretern andererseits. Unter dem Titel „Wirtschaft trifft Verwaltung“ soll ein regelmäßiger Austausch stattfinden, der zu besserem Verständnis füreinander führt.

Auch der „Gläserne Akt“ muss weiterentwickelt werden. „Die Einführung war für uns nur ein erster Schritt. Wir werden uns für eine Weiterentwicklung einsetzen, indem auch andere Abteilungen der Stadt eingebunden werden und die durchschnittliche Verfahrensdauer weiter gesenkt wird.“

„Wir haben uns aber auch überlegt, zukünftig eine kleine Erinnerung an unsere Themen bei Politik und Behörden zu überreichen, um sicher zu stellen, dass die Wirtschaft nicht vergessen wird. Abgeleitet vom neuen Markenauftritt der WKO Steiermark wird darauf zu lesen sein „WIRTSCHAFT (MIT) DENKEN“ – wir wollen also bleibenden Eindruck hinterlassen“, erläutert dazu Spitzer und ergänzt: „Insgesamt geht es einfach darum, dass wir in einem globalen Wettbewerb als Wirtschaftsstandort noch attraktiver werden müssen und dazu zählt einfach eine möglichst dienstleistungsorientierte Verwaltung, damit sich Unternehmen willkommen fühlen“.

 

ERREICHBARKEIT ALS DREH- UND ANGELPUNKT

Das Schwerpunktthema Mobilität und Verkehr wird auch unter der neuen Führung fortgesetzt. „Wir wollen hier noch stärker Impulsgeber sein und auch Anregungen geben. Unser aktuelles Positionspapier ist dafür eine perfekte Basis, auf die wir setzen.

So ist beispielsweise für Beginn 2020 eine Enquete geplant, in der wir mögliche konkrete Mobilitätslösungen für Graz präsentieren werden, aber auch einen Blick in die Zukunft der Mobilität werfen. Damit wollen wir einerseits der Politik Lösungsansätze bieten, andererseits aber unseren Mitgliedsbetrieben als Teilnehmern der Veranstaltung einen Mehrwert in Form interessanter Informationen bieten“, erläutert Spitzer.

„Die Herausforderungen der Verkehrsplanung sind aus meiner Sicht in einer stark wachsenden Stadt wie Graz immens. Ziel muss es aber jedenfalls sein, ein Gesamtkonzept zu haben, aus dem sich einzelne Maßnahmen ableiten lassen. Hier darf Parteipolitik keine Rolle spielen, schließlich geht es beim Thema Erreichbarkeit um einen der wichtigsten Faktoren für die Lebensqualität einer Stadt.“

Aktuell beschäftigt sich die Regionalstelle mit den nötigen Neubau der Tegetthofbrücke für die Straßenbahn: „Eine 2-jährige Bauzeit ist aus unserer Sicht viel zu lang – von dieser Baustelle wird die ganze Innenstadt betroffen sein, da ist es nötig schneller zu sein. Die bisherigen Pläne wundern uns auch: So wurde offenbar gar nicht daran gedacht, für den Radweg eine Unterführung zu bauen, dabei könnten wir den Radverkehr damit beschleunigen und gleichzeitig die Kreuzung entflechten. Wie erwarten, dass die Stadt die bestehenden Pläne noch überarbeitet.“ erklärt Spitzer um abschließend zu erläutern:


„Als begeisterter Grazer freue ich mich jedenfalls auf die neue Herausforderung und werde meine Erfahrungen und mein Know how gerne zum Wohle der Grazer Wirtschaft einsetzen. Wir wollen mit der WKO Regionalstelle Graz mitgestalten, um die Attraktivität des Wirtschaftsraums und somit die Attraktivität der Stadt insgesamt abzusichern und noch zu steigern“.