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Stars of Styria Hartberg-Fürstenfeld 2016

In Zeiten des demografischen Wandels bilden Lehrlinge einen wesentlichen Grundstein für die Zukunft einer schlagkräftigen Region. Deshalb hat die WKO Steiermark die Jugendbeschäftigung auch zu einem interessenpolitischen Leitthema gemacht. 1.152 Lehrlinge haben im Jahr 2015 im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld eine Lehre absolviert, in 429 Betrieben wurden sie dabei ausgebildet. Nun wurden die besten Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Ausbildungsbetrieben als „Stars of Styria“ geehrt

Die Lehre steht bei steirischen Jugendlichen nach wie vor hoch im Kurs. 40,4 Prozent des Altersjahrganges haben sich im Vorjahr für die duale Berufsausbildung als ihren Bildungsweg entschieden, es haben also 4.639 Jugendliche eine Lehrausbildung begonnen. Dieser Wert ist seit Jahren auf hohem Niveau konstant, was nicht zuletzt auf die äußerst positiven Imagewerte zurückzuführen ist: Neun von zehn Lehrlinge geben laut aktueller steirischer Jugendstudie an, dass der Ruf ihrer Ausbildung außerordentlich hoch sei – das ist mit Abstand der beste Wert aller Ausbildungsschienen. Die steirischen Jugendlichen können dabei aus 153 verschiedenen Berufsausbildungen mit 2- bis 4-jähriger Lehrzeit wählen.

 

Für WKO-Regionalobmann Ing. Herbert Spitzer ist das ein klares Zeichen, dass die duale Ausbildung trotz der derzeit schwierigen Situation hoch im Kurs steht. „Gerade in Zeiten, wo das Wachstum geringer ist, können wir nur mit exzellenten Mitarbeitern am Markt bestehen. Unsere Lehrlinge sind die Grundlage dafür, die halbe Welt beneidet uns um unser System.“ Aufgrund des demografischen Wandels sei es aber dringend geboten, neue Zielgruppen anzusprechen – denn die absoluten Zahlen sind analog zur 15-jährigen Wohnbevölkerung seit Jahren im Sinken: Steiermarkweit haben 2015 exakt 4.639 Jugendliche neu ins erste Lehrjahr gestartet, im Jahr davor waren es noch 4.774. In absoluten Zahlen gab es 2015 also um rund drei Prozent weniger Lehranfänger.

 

Aus diesem Grund hat die WKO Steiermark das Thema „Jugendbeschäftigung“ auch zu einem interessenpolitischen Schwerpunktthema auserkoren. „Die Wirtschaft sucht und braucht gut qualifizierte Fachkräfte. Sie sind der Grundstein für eine zukunftsfitte Steiermark“, betont WKO-Vizepräsident Andreas Herz, MSc. Voraussetzung dafür ist aber eine umfassende Berufsorientierung und Bildungsberatung, die in Zukunft stärker dazu beitragen soll, zu verhindern, dass junge Menschen durch Fehlentscheidungen hier wichtige Jahre verlieren. Andreas Herz, MSc: „Die hohen Drop-out-Quoten, nicht nur an den Universitäten, sondern auch an höherbildenden Schulen müssen gesenkt werden – sie liegen bei den AHS bei 26,4 und bei den BHS bei 34 Prozent.“ Aus diesem Grund investiert die WKO Steiermark aktuell auch drei Millionen Euro in das neue „Talent.Center“, das im September eröffnet worden ist. Dort können Jugendliche ihre Kompetenzen und Begabungen auf höchstem, von der Universität Graz begleiteten, wissenschaftlichem Niveau, an 36 Prüfstationen testen lassen. Damit ist das „Talent.Center“ ein europaweit einzigartiges Karrieretool um die heimische Jugend fit für die Zukunft zu machen. „Mit dem Talent.Center bietet die WKO Steiermark der Jugend wie auch den Eltern eine hochqualifizierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Bildungs- und Berufswahl. Damit wird ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, die Jugend in die für sie richtige Ausbildung zu bringen, was angesichts des demografischen Wandels von immenser Bedeutung ist“, betont Andreas Herz, MSc. Um der dualen Ausbildung und den heimischen Facharbeitern ein noch besseres Standing in der nationalen wie internationalen Öffentlichkeit zu geben, bewarb sich die WKO Steiermark mit Graz zudem mit Erfolg um die Ausrichtung der Berufs-Europameisterschaft „Euroskills 2020“. „Wenn in vier Jahren hier in Graz die Berufs-EM stattfindet und mehr als 100.000 Besucher in der Stadthalle Zeugen davon werden, wie die besten 500 Fachkräfte aus ganz Europa in 50 Berufen um Gold rittern, dann stehen hier auch unsere vielen steirischen Betriebe mit ihrem starken Bekenntnis zur bestmöglichen Ausbildung auf der großen Bühne “, hebt Andreas Herz, MSc hervor. „Der Zuschlag für die Euroskills 2020 ist ein wichtiges Signal für den hohen Stellenwert der dualen Ausbildung und unterstreicht einmal mehr die Qualität unserer heimischen Fachkräfte.“

 

Lehrlingssituation im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld

Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gab es im Jahr 2015 insgesamt 1.152 Lehrlinge in 429 Ausbildungsbetrieben. Fast jeder zweite Jugendliche – laut Jugendstudie sind es exakt 43,6 Prozent – kann sich vorstellen, in den kommenden zehn Jahren auch seine eigene Firma zu gründen, und das am liebsten im Heimatbezirk. Für 38,5 Prozent der insgesamt 2.225 Befragten im Alter zwischen 14 und 19 Jahren wäre das der „liebste Arbeitsplatz“. Die Lehre ist dabei für viele der erste Schritt. Am häufigsten entscheiden sich die steirischen Jugendlichen übrigens für den Beruf Metalltechnik. 2.223 Jugendliche lernen aktuell in diesem Beruf. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Einzelhandel und Elektrotechnik.

 

Insgesamt 447 Kandidaten aus dem Bezirk haben im vergangenen Jahr die Lehrabschlussprüfung bestanden, 18 Prozent davon mit Auszeichnung, weitere 28 Prozent mit gutem Erfolg. Sie stehen dem Wirtschaftsstandort Hartberg-Fürstenfeld als neue Fachkräfte zur Verfügung. „Die Qualität der heimischen Berufsausbildung ist auf einem hervorragenden Niveau, das zeigen diese Ergebnisse. Dafür gebührt den 418 Ausbildungsbetrieben in Hartberg-Fürstenfeld große Anerkennung“, sagt WKO-Regionalstellenleiter Ing. Mag. Florian Ferl abschließend.


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