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WKO on Tour mit WKO Dir. Dr. Dernoscheg

Mit großer Regelmäßigkeit sind hochrangige Funktionäre der Wirtschaftskammer Steiermark in den Bezirken unterwegs, um sich vor Ort ein Stimmungsbild der regionalen Unternehmen zu machen. WKO-Direktor Karl Heinz Dernoscheg war kürzlich im Bezirk Deutschlandsberg auf Tour und nahm neben viel Positivem auch konstruktive Kritik mit nach Graz, auch wenn viele dieser „Anregungen“ nicht im Verantwortungsbereich der WKO Steiermark liegen.

Begleitet von WKO-Regionalstellenobmann Manfred Kainz und Regionalstellenleiterin Maria Deix startete Dernoscheg seinen Bezirkstag bei einer Tischlerei in Groß St. Florian, gefolgt von Firmenbesuchen in Langegg, Sommereben, St. Stefan ob Stainz, Stainz und Frauental. Bei allen Betrieben war die Auftragslage zwar gut, Probleme machen aber fast überall die Überhand nehmende Bürokratie, Kontrollwut der Behörden und der großteils akute Personalmangel (inkl. Lehrlinge) in der Gastronomie sowie die Folgeschäden des Frühjahrsfrostes im Weinbau.

Der Wirtschaftskammerdirektor machte seinerseits Werbung für das neue Talentcenter der WKO in Graz, in dem künftig die Talente von 13-15-Jährigen analysiert werden. „Wir wollen die jungen Leute in die richtige Ausbildung bringen und sie bei ihrer Berufsentscheidung unterstützen - und das muss nicht zwangsläufig immer ein weiteres Schule gehen nach sich ziehen“, erklärte Dernoscheg.

RSO Manfred Kainz verwies auf die aktuelle Diskussion rund um die Gewerbeordnung und vertrat, ebenso wie Dir. Dernoscheg, die Meinung, dass diese auf keinen Fall „aufgeweicht“ werden dürfte. „Aus Sicht der Wirtschaft wäre eine Lockerung der Gewerbeordnung und die Freigabe einzelner Berufssparten eine Katastrophe. Die Meisterprüfung würde an Wert verlieren, eine Lockerung in Deutschland hat sich als Bumerang und Abwärtsspirale herausgestellt. Dort gehen der Wirtschaft kontinuierlich die Lehrlinge und folglich auch die Fachkräfte aus. Das darf bei uns auf keinen Fall passieren“, so Kainz. Er kritisierte auch die ablehnende Haltung in der öffentlichen Meinung gegen Wirtschaftsabkommen mit den USA und Kanada. „Im Bezirk Deutschlandsberg haben wir ca. 3.800 Arbeitsplätze, die an Unternehmen hängen, die amerikanische oder kanadische Besitzer haben. Das zeigt, dass der Bezirk sehr stark auch international vernetzt ist und solche Abkommen für uns durchaus Sinn machen“, argumentierte Kainz.

Winzer und Sektproduzent Stefan Langmann erklärte die Vorteile von internationalen Handelsbeziehungen mit einfachen Worten: „Wenn ich einen Teil meiner Ware beispielsweise in New York verkaufe, verdränge ich gleichzeitig keinen Kollegen auf dem heimischen Markt“. Deshalb, so Karl Heinz Dernoscheg, „mehr Export kann nie schaden!“