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RegioTour - Koralmtunnel-Verzögerungen gefährden die regionale Wirtschaft

Für die Wirtschaftsentwicklung in Deutschlandsberg ist die Stärkung der so genannten Südachse durch den Bau des Koralmtunnels ein entscheidender Standortfaktor. Massiv verkürzte Fahrzeiten von Graz nach Klagenfurt sollen ab 2025 zu einer Attraktivierung der gesamten Region führen. Aktuell hemmen Verzögerungen beim Bau jedoch die Vorfreude der heimischen Wirtschaft.

Mit der WKO RegioTour 2019, unter dem Leitmotto „Selbstverständlich Selbständig“, stellt die WKO Steiermark die Wünsche, Themen und Anliegen der heimischen Betriebe in den Mittelpunkt. WKO Steiermark Präsident Ing. Josef Herk tourt durch die Regionen mit dem Ziel, die Probleme und Anliegen der heimischen Unternehmen aufzuspüren und Hilfestellung zu bieten. Dabei machte Herk auch am neuen „Bahnhof Weststeiermark“ in Groß St. Florian Station, um sich über den Baufortschritt zu informieren und im Rahmen einer Pressekonferenz, zusammen mit dem Deutschlandsberger WKO Regionalstellenobmann Manfred Kainz, Bgm. Alois Resch sowie den Unternehmern Erich Urch und Gerold Grill eventuelle Bauverzögerungen zu analysieren.

 

„Das Projekt Koralmtunnel stellt für die gesamte Region und ihre Wirtschaftsentwicklung eine große Chance dar, die nach Fertigstellung als „Südachse“ zwischen der Steiermark und Kärnten Kooperationen und Projekte auf allen Ebenen ermöglichen soll“, betonte Manfred Kainz. In der laufenden Umsetzungsphase kommt es jedoch immer wieder zu Verzögerungen, die begleitende Projekte in Bedrängnis oder zeitweise ganz zum Erliegen bringen. Als besonders gefährdet wird aus Sicht der WKO Steiermark die Arealentwicklung rund um den Bahnhof Weststeiermark gesehen. Hier wurden bereits acht Hektar Grund für Betriebsansiedelungen gesichert und gewidmet. „Es darf jetzt bei diesem Projekt keine Verzögerungen mehr geben. Jetzt müssen alle Ressourcen aktiviert werden, um dieses Jahrhundertprojekt wie geplant abzuschließen und der Region einen wirtschaftlichen Anschub zu verpassen", so Präsident Josef Herk.


DI Dietmar Schubel von den ÖBB erläuterte den Zeitrahmen für den Bau des Bahnhofs in Groß St. Florian. Acht Gleise, ein großzügig angelegtes, modernes Bahnhofsgebäude und 450 Park+Ride-Parkplätze werden ab 2021 errichtet. In Betrieb gehen soll der Bahnhof mit einer geschätzten Ein-und Ausstiegsfrequenz von ca. 2.500 Personen pro Tag Ende 2024. Für das gesamte Koralmtunnelprojekt konnten EU-Förderungen in der Höhe von 56,7 Mio. Euro lukriert werden.

 

„Es reicht aber nicht, nur die Verkehrsinfrastruktur auszubauen. Um die regionale Wirtschaftsentwicklung anzukurbeln, ist ein flächendeckender Ausbau von Glasfaser und 5G unerlässlich. Des Weiteren müssen Kooperationen zwischen Kärnten und der Steiermark aktiv angestoßen und bundesländerübergreifende Cluster und Netzwerke gefördert werden", ist sich RSTO Manfred Kainz sicher.

„Die Verkürzung der Fahrzeit Graz-Klagenfurt auf 45 Min. verschafft dem Bezirk Deutschlandsberg einen wirtschaftlich entscheidenden Platz zwischen dem Grazer Zentralraum und der Region Klagenfurt-Villach", so Groß St. Florians Bürgermeister Alois Resch. Die ansässigen Unternehmer Erich Urch von Mus-Max Landmaschinentechnik und Gerold Grill von SVI Austria, beide sehr exportorientiert, sind von den potentiellen positiven Entwicklungen überzeugt und hoffen auf eine Fertigstellung ohne weitere Verzögerungen.

 

Auch das Thema „Facharbeitermangel“, der in allen Branchen akut ist und bei dem die Wirtschaftskammer mit allen Mitteln gegenzusteuern versucht, wurde in diesem Zusammenhang angesprochen. Man erwartet sich ab 2025 z.B. durch eine stark verkürzte Fahrzeit von nur 12 Minuten zwischen Groß St. Florian und St. Paul einen erhöhten Austausch an Fachkräften, natürlich in beide Richtungen.

Koralmtunnel
© Klaus Morgenstern Bildtext: v.l.n.r.: Gerold Grill (SVI), Bgm. Alois Resch, WKO Präsident Josef Herk, Manfred Kainz, Erich Urch (Mus-Max), Dietmar Schubel (ÖBB)