th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Schwellenwerte-Verordnung wurde verlängert

Höhere Wertgrenzen

Die mit 30. April 2009 in Kraft getretene Schwellenwerte-Verordnung wurde nochmals bis 31.12.2018 verlängert. In den darin festgelegten höheren Wertgrenzen für die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand sieht WK-Vergaberechtsexperte Gerfried Weyringer eine Riesenchance für die heimische Wirtschaft und zwar insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe sowie Nahversorger. "Das wirkt wie ein regionales Konjunkturpaket auf Städte und Gemeinden.“

 
Bund, Länder und Gemeinden können demnach nunmehr bis 31.12.2018 Aufträge im Bau-, Liefer- und Dienstleistungsbereich bis zu einem Wert von € 100.000 direkt an einen geeigneten Unternehmer vergeben und ersparen sich somit teure und langwierige Verfahren. Auch die Wertgrenze für das so genannte nicht-offene Verfahren ohne Bekanntmachung liegt für Bauaufträge weiterhin bei 1 Mo €. Um einen freien und lauteren Wettbewerb sicherzustellen, müssen bei nicht offenen Verfahren mehrere Angebote (mindestens drei von befugten, leistungsfähigen und zuverlässigen Unternehmen eingeholt werden.
 
Diese Verlängerung bis Ende 2018 ist ein wichtiger Impuls für die heimische Wirtschaft. Vor allem regionale Projekte von öffentlichen Auftraggebern wie Städten und Gemeinden, die typischerweise für Nahversorger und KMU interessant sind, können damit für ein weiteres Jahr wesentlich rascher realisiert werden.
 
Die wesentlichen Inhalte der Verordnung:
 
Erhöhung der Grenze für Direktvergaben von Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträgen (sowie von Dienstleistungskonzessionen) auf € 100.000,-- (exkl USt).
 
Erhöhung der Grenze für das Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung für Bau-, Liefer- und Dienstleistungsaufträge auf € 100.000,-- (exkl USt).
 
Erhöhung der Grenze für das nicht offene Verfahren ohne vorherige Bekanntmachung bei Bauaufträgen auf € 1 Mio (exkl USt) und bei Liefer- und Dienstleistungsaufträge auf € 100.000,-- (exkl USt).