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Anrechnung der Karenz in vollem Ausmaß auf dienstzeitabhängige Ansprüche

Neue Rechtslage trat mit 01.08.2019 in Kraft

Nach alter Rechtslage blieb die Zeit der Karenz bei Rechtsansprüchen, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, grundsätzlich außer Betracht. Nur für die Bemessung der Kündigungsfrist, die Dauer der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und das Urlaubsausmaß war eine Anrechnung der ersten Karenz im Dienstverhältnis bis zum Höchstausmaß von insgesamt zehn Monaten gesetzlich vorgesehen. In vielen Kollektivverträgen gab es bei der Anrechnung von Karenzzeiten auf dienstzeitabhängige Ansprüche bereits Besserstellungen.

Nun wurde die gesetzliche Lage dahingehend abgeändert, dass Zeiten jeder Elternkarenz bei Rechtsansprüchen, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten (z.B. für die Entgeltfortzahlung, den Urlaubsanspruch, Jubiläumsgelder, kollektivvertragliche Gehaltsvorrückungen etc), in vollem Umfang bis zur maximalen Dauer angerechnet werden. Damit wird klargestellt, dass Karenzzeiten im tatsächlich genommenen Ausmaß, maximal bis zum 2. Geburtstag des Kindes, angerechnet werden.

Die neue Rechtslage trat am 01.08.2019 in Kraft und gilt für (Adoptiv-, Pflege-) Mütter und Väter, deren Kind ab diesem Zeitpunkt geboren (adoptiert oder in unentgeltliche Pflege genommen) wird.

Für Karenzen, die in Folge der Geburt eines Kindes, die vor dem 01.08.2019 erfolgt ist, angetreten werden, gelten weiterhin die alten gesetzlichen Regelungen sowie weitergehende kollektivvertragliche Anrechnungsregelungen.