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Ausländische Mitarbeiter im Tourismus

Was ist zu beachten?

Kroatische Staatsbürger

sind zwar EU-Staatsbürger, für sie muss aber von den heimischen Betrieben noch bis Ende Juni 2020 (so die derzeitige Gesetzeslage) eine Beschäftigungsbewilligung (AMS) beantragt werden.

Kroatische Staatsbürger werden im Bezirk Schwaz über eine normale Beschäftigungsbewilligung genehmigt. Daher ist es für einen heimischen Betrieb relativ leicht für kroatische Staatsbürger eine Beschäftigungsbewilligung zu bekommen.  Kümmert euch bereits jetzt um kroatische Arbeitskräfte für die Wintersaison 2018/19! Üblicherweise werden Kroaten für eine Saison genehmigt. Zeitliche Einschränkungen, wie bei Drittstaatsbürgern oder Stammsaisoniers (sie dürfen pro Jahr nur noch 9 Monate in Österreich arbeiten) gibt es bei Kroaten nicht. Genehmigt werden die Beschäftigungsbewilligungen bei den 14-täglichen Sitzungen des AMS-Regionalbeirates. Lediglich das Ersatzkraftverfahren (dem AMS muss die Möglichkeit der Prüfung, ob die offene Stelle im Betrieb nicht doch durch einen Arbeitslosen aus dem Bezirk besetzt werden kann) muss abgewartet werden. Dafür sollte dem AMS eine ziemlich genaue Stellenbeschreibung übermittelt werden.

Drittstaatsbürger (Bosnier, Serben, Türken, Russen, etc.)  

bekommen nur dann (vom AMS) eine positive Beschäftigungsbewilligung, wenn ein entsprechendes Kontingent dafür seitens des Sozialministeriums zur Verfügung gestellt wird. In der letzten Wintersaison waren es 70 Kontingente für den ganzen Bezirk Schwaz. Aufgrund dieser geringen Zahl kann für beantragte Mitarbeiter aus solchen Drittstaatsländern nur dann mit einer positiven Genehmigung gerechnet werden, wenn sie bereits mehrmals im selben Betrieb gearbeitet haben. Erstanträge (der Drittstaatsbürger hat noch nie in Österreich gearbeitet) haben keine Chance auf eine Genehmigung. Drittstaatsbürger wie Bosnier und Serben können nur mehr mit einem gültigen Visum, das sie bei der Österreichischen Botschaft oder beim Konsulat in ihrem Heimatstaat ausgestellt bekommen haben nach Österreich zum Arbeiten einreisen. Beim Antrag an die Botschaft ist die positive Kontingentbewilligung des AMS vorzulegen. Dafür entfällt die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Bezirkspolizeikommando Schwaz.

Stammsaisoniers sind Drittstaatsbürger, für die pro Saison (nicht länger als 9 Monate pro Jahr) um eine Beschäftigungsbewilligung angesucht werden muss. Es braucht dafür aber kein Kontingent.            

Asylwerber  

(sie müssen registriert sein und sich zumindest drei Monate in Österreich aufhalten) können auch eine Beschäftigungsbewilligung bekommen. Die Beschäftigungsbewilligung muss aber aus dem Saisonierkontingent-Topf genommen werden. Dieser ist begrenzt. Außerdem werden zuerst aus dem eingeschränkten Kontingent-Topf bereits bei den Betrieben beschäftigte Drittstaatsbürger (z.B. Bosnier, Serben, Türken, etc.) genehmigt. Eine Kontingentbewilligung für einen Asylwerber ist daher eigentlich aussichtslos. Asylwerber unter 25 Jahren können auch eine Lehre in einem Mangelberuf absolvieren. Eine Genehmigung dafür durch das AMS ist jederzeit machbar und an kein Kontingent gebunden. Bei Asylwerbern (auch bei Lehrlingen) besteht aber immer die Gefahr, dass das Asylansuchen auch während der Beschäftigung abgelehnt wird. Dann ist auch das Beschäftigungsverhältnis zu beenden.            

Asylberechtigte  

(mit positivem Asylbescheid) dürfen jederzeit ohne Genehmigung beschäftigt werden. Es braucht dazu keinen Antrag an das AMS. Genauso wie andere EU-Staatsbürger, wie Deutsche, Polen, Letten, Litauer, Esten, Tschechen, Slowaken, Ungarn, Slowenen, Rumänen, Bulgaren, Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Franzosen, Holländer, Belgier, und alle anderen EU-Staatsbürger. 

Was versteht man unter der Rot-Weiß-Rot-Card?  

Das ist eine „Beschäftigungsbewilligung“ für einen Drittstaatsbürger der besondere fachliche Kenntnisse hat, also für eine Spezial- oder Schlüsselkraft. Diese Möglichkeit trifft z.B. auf (Chef-)Köche zu. Dafür ist kein Kontingent erforderlich. Es muss sich um eine ausgebildete Fachkraft (Ausbildung als Fachkraft ist nachzuweisen) handeln. Für über 30-Jährige muss ein Fixgehalt von über € 3000,00 brutto pro Monat und für unter 30-Jährige von über €2.500,00 brutto für 40 Stunden pro Woche bezahlt werden. Erforderliche Unterlagen: 1 EU-Passfoto des Antragstellers; Reisepass des Antragstellers + Kopie; Geburtsurkunde mit beglaubigter Übersetzung + Kopie; Führungszeugnis (Strafregisterauskunft) mit Beglaubigung und Übersetzung (im Original); Nachweis über Deutsch- oder Englischkenntnisse eines anerkannten Sprachinstitutes; Arbeitgebererklärung, welche vom zukünftigen Arbeitgeber auszufüllen ist (Formular wird übermittelt); Nachweise über Ausbildung, Berufserfahrung, besondere Fähigkeiten; evtl. Arbeitsvorvertrag und genaue Beschreibung der beabsichtigten Tätigkeit; Angaben über den beabsichtigten Wohnort im Bezirk Schwaz; Eingabegebühr von € 100,--. Einzureichen ist der Antrag bei der BH Schwaz (Frau Fender). 


Tipp!
Sollten Sie durch das AMS einen Mitarbeiter vermittelt bekommen (Ersatzkraftverfahren) und ist dieser Mitarbeiter nicht für ihren Betrieb geeignet (aus sachlichen und objektiven Gründen) – bitte unbedingt auf dem Formular des AMS klar zum Ausdruck zu bringen (kurze Begründung), warum dieser Arbeitslose nicht die erforderlichen Voraussetzungen erbringt. Nur dann kann im AMS-Regionalbeirat eine klare Entscheidung (z.B. Entzug des Arbeitslosengeldes) getroffen werden. Bitte auch offene Stellen an das AMS melden, da nur so festgestellt werden kann, wie viele Köche, Servicekräfte, Zimmermädchen, etc. im Bezirk fehlen. Das ist auch für die Einteilung der Mangelberufe wichtig.

       

WK-Schwaz Bezirksstellenleiter Stefan Bletzacher  
sitzt als Vertreter der Wirtschaft im AMS Regionalbeirat Schwaz und vertritt dort die Interessen der Wirtschaft. Bei Fragen zu Beschäftigung von Ausländern wenden sie sich bitte direkt an ihn.