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Pop-up-Stores Bayern/Tirol

Der neue ländliche Raum ist kreativ und innovativ

Interreg Österreich-Bayern
© Interreg

Unterschiedliche Faktoren verstärkten in den letzten Jahren die Abwanderung junger, innovativer Unternehmer und Unternehmerinnen aus kleineren Städten in die „Metropolen“ München, Wien und das „Aussterben“ der Zentren kleinerer Städte und Orte. Zum einen bieten größerer Städte die Möglichkeit zur Nutzung moderner Infrastrukturen und Netzwerke und ziehen damit junge Gründer und Gründerinnen an. Weiters trägt ein verändertes Einkaufsverhalten – verstärkt in Gewerbezentren an der Peripherie über den Online-Handel – zur Abnahme des Einzelhandels in den Stadt- und Ortskernen bei.

Diese schon veränderten Konsumgewohnheiten und die Digitalisierung – Online Konsum – mit zusätzlichen Showrooms ist definitiv eine Chance für den ländlichen Raum, da junge Gründer:innen und Start-ups nicht mehr auf den großstädtischen Raum angewiesen sind, ortsunabhängig agieren können und durch deren Ansiedlung im ländlichen Raum Leerständen entgegenwirken und etwas in Bewegung bringen können.  

Auch zeigt sich langsam, dass die Menschen aufgrund der kaum tragbaren Mietpreise in den Großstädten, immer mehr in die Vororte und schließlich auch in die ländlichen Regionen ziehen. Pop-up-Stores bieten Jungunternehmer:innen und Start-ups die Möglichkeit sich mit geringem finanziellem Aufwand und ohne langfristige Verbindlichkeiten auf gut frequentierten Standorten zu präsentieren. Das Konzept ist bisher vor allem in größeren Städten verbreitet – in kleineren Städten fand die Idee bisher noch weniger Umsetzung. Die Wirtschaftsförderung Traunstein und die Wirtschaftskammer Tirol möchten Chancen für Junge Gründerinnen und Gründer im ländlichen Grenzraum aufzeigen und hierbei auch die Chancen verweisen, die sich jeweils diesseits der Grenze bieten.


Projektziele:

Das Projekt bietet Startup-Unternehmen eine Bühne, um sich zu präsentieren und junge Geschäftsmodelle im Grenzraum sichtbar zu machen. Durch die Nutzung bestehender Ressourcen – Leerstände in Innenstadtlagen – kann so mit geringem Aufwand nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Stadtkerne ein Impuls für die Umsetzung des Konzepts von Pop-up-Stores und der Vorstellung von innovativen Unternehmen gegeben werden. Grenzüberschreitend konzipiert, lernen die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer sogleich größer und weiter zu denken und können in den vier angebotenen Dialogveranstaltungen voneinander lernen. Die Initiative soll den ländlichen Raum stärken, vor allem die strukturbenachteiligte Grenzregion. Start-ups und Jungunternehmer:innen sind langfristig maßgeblich für das zukünftige Verhältnis von Metropolen und Kleinstädten beziehungsweise dem ländlichen Raum. Die Renaissance der Großstädte neigt sich dem Ende, und so könnten durch neue und kreative Geschäftsideen, die da und dort stattfinden können eine fruchtbringendes Miteinander entstehen.


Projektinhalt:

Es werden in den Kleinstädten Trostberg, Traunstein, Kufstein und Wörgl jeweils für die Dauer von einem Monat eine Ladenfläche angemietet, welche den interessierten Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit bietet für jeweils eine Woche (also 4 Teilnehmerinnen pro Laden) ihre Geschäftsidee und Produkte zu verkaufen. Die Gründer:innen werden über die die jeweilige Wirtschaftsförderstelle oder Kammer eigeladen. Bei jeder Eröffnung findet auch eine Dialogveranstaltung statt, bei welcher die jungen Gründer:innen und alle andern Interessierten Wissensinput zu Start-ups, Marketing, und weiteren Themen erhalten. Die Jungunternehmer:innen sollen im Laufe eines Jahres ein Netzwerk zum Thema „der neue ländliche Raum: kreativ und innovativ“ bilden. Dazu dienen zum einen die Dialogveranstaltungen, weiters soll auch jede(r) Pop-up-Store-Nutzer:in den Nachfolger:innen ein Produkt im Laden hinterlassen, sodass bei der Abschlusswoche alle Gründer:innen mit ihren Produkten in einem Laden zu sehen sind. Weiters verfassen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach ihrem Auftritt im Pop-up-Store einen Blog-Beitrag über Ihre Erfahrungen. Dieser wird digital auf den Websites der Projektpartner sowie der Euregio Inntal veröffentlicht, umso die Erfahrungen an andere junge Gründer:innen weiterzugeben. 

Die Organisation der Popup Stores und Dialogveranstaltungen wird an externe Dienstleister:innen vergeben. Diese stehen den Gründer:innen auch in Sachen Marketing zur Seite. Durch eine mobile modulare Einrichtung (Verkaufsbuden) wird kostengünstigst für Verkaufsflächen gesorgt. Zu den öffentlich zugänglichen Dialogveranstaltungen wird auch die Presse geladen. Da alle interessierten Junggründer:innen der Region teilnehmen können, entsteht kein Wettbewerbsvorteil.


Grenzüberschreitender Mehrwert des Projekts: 

Durch das Projekt werden bei den teilnehmenden Unternehmer:innen und Start-ups das grenzüberschreitende Denken gefördert sowie ein Impuls für grenzüberschreitende Vernetzung und Kooperation gegeben. Alle vier involvierten Städte haben zum Teil Leerstände. Diese gemeinsame Initiative des Landratsamts Traunstein, der Wirtschaftsförderung und der Wirtschaftskammer Kufstein soll auch deren Austausch und Vernetzung zur Förderung von jungen Gründerinnen und Gründern ausbauen.