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WK-Obfrau Entner kontert AK-Präsident Zangerl

Mehr Wertschätzung den Betrieben gegenüber

"Ich erwarte mir vom AK-Präsidenten mehr Wertschätzung den Betrieben gegenüber. Der mediale Drang von AK-Präsident Zangerl sollte nicht an den Betrieben des Bezirkes Schwaz abgeladen werden."

Den angeblichen Druck auf die Arbeitnehmer von dem die Arbeiterkammer immer wieder spricht, weil anscheinend immer weniger Arbeitnehmer immer mehr leisten, kann ich nicht nachvollziehen. Die Realität sehe ganz anders aus. Im Bezirk Schwaz hat es in der gewerblichen Wirtschaft noch nie so viele unselbständig Beschäftigte gegeben wie derzeit. 28.334 Beschäftigte im Bezirk in Betrieben, die der Wirtschaftskammer zugeordnet werden, sind Höchststand.

Und alle reden immer über die hohen Arbeitslosenzahlen. Auch das kann Martina Entner nicht nachvollziehen: „Da werden die österreichischen Arbeitslosenzahlen mit den Tiroler und die Tiroler mit den Arbeitslosenzahlen des Bezirkes verwechselt. Dabei haben wir im Bezirk Schwaz derzeit eine sehr gute wirtschaftliche Entwicklung“. Der Bezirk Schwaz glänzt durch eine der niedrigsten Arbeitslosenzahlen in Österreich. 4% Arbeitslose während der Saison sind eigentlich Vollbeschäftigung. Zum Leidwesen der Betriebe, da damit das Arbeitskräftepotential, vor allem was die Fachkräfte anbelangt, ausgeschöpft ist und die Betriebe sich ihre Mitarbeiter aus dem Ausland holen müssen. Das wissen natürlich auch die Mitarbeiter und einige nützen diesen Umstand auch schamlos aus. Ungerechtfertigte Austritte, Arbeitnehmerkündigungen aber auch kurzfristige Absagen, trotz vereinbartem Arbeitsbeginn oder der Arbeitnehmer erscheint beim Betrieb zum ausgemachten Arbeitsantritt gar nicht, sind leider keine Einzelfälle. Ein Konflikt ist damit vorprogrammiert. Bei der Rechtsberatung der Wirtschaftskammer nehmen solche Fälle zu. Hier rate ich im Bedarfsfall die Rechtshilfe der Wirtschaftskammer in Anspruch zu nehmen. Wir haben mit dem arbeitsgerichtlichen Vertretungsmodell auch eine Möglichkeit für die Betriebe geschaffen, Unternehmen vor dem Arbeitsgericht zu vertreten.

Die Betriebe des Bezirkes arbeiten täglich an Lösungen und versuchen sie die Rahmenbedingungen für sich und die Mitarbeiter zu verbessern. Aber so, wie der AK-Präsident Zangerl jedes Jahr im Herbst auf die Betriebe losgeht, kann es auch nicht gehen. Ich erwarte mir von ihm mehr Wertschätzung den Betrieben gegenüber. Der mediale Drang von AK-Präsident Zangerl sollte nicht an den fleißigen und sehr unter Druck stehenden Betrieben des Bezirkes Schwaz abgeladen werden. Denn die Betriebe des Bezirkes Schwaz sind es die Arbeitsplätze schaffen und sich gemeinsam mit den vielen fleißigen Mitarbeitern dem täglichen Wettbewerb stellen. Daran sollte der AK-Chef denken bevor er Betriebe pauschal öffentlich anpatzt.

Und Tatsache ist auch, dass wir in Zeiten des Umbruchs, der Neuorientierung leben, in dem alte Rezepte nicht mehr greifen, in dem alte Konzepte nicht mehr gültig sind. Gewisse Entwicklungen dazu, wie die Digitalisierung, kann man auch nicht mehr aufhalten. Jetzt geht es darum, wie wir damit gemeinsam – Unternehmer und Arbeitnehmer – umgehen und wie wir gemeinsam die Zukunft gestalten und so unseren Lebensstandard erhalten. Ich fordere AK-Präsident Zangerl auf konstruktiv mitzuarbeiten, statt nur der Schlagzeile wegen auszuteilen.