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Ein neuer Weg?

Kommentar von Christian Mühlberger

Christian Mühlberger
© Christian Mühlberger

Viele Touristiker und Gastronomen sind oft der Verzweiflung nahe und versinken in Resignation, weil das Problem der Dienstleistung als nicht mehr lösbar erscheint und die Lukrierung der Mitarbeiter zur Zerreißprobe wird. Berechtigt müssen wir uns die Frage stellen, wer uns eines Tages „den Tisch deckt“ und wer die erwartungskritischen Wünsche unserer Gäste erfüllt. Die Nachwuchskurve für Fachkräfte weist ein erschreckendes Bild auf – wer lernt schon noch den Beruf Kellner oder Kellnerin? Noch bedienen wir uns vieler ausländischer Fachkräfte, doch weist auch dieses Potenzial einen kontinuierlichen Rückgang auf und die Zeit scheint vorbei zu sein, wo das Hoffen auf einen erfolgversprechenden Arbeitsmarkt als Befriedigung angesehen werden kann. Wo sind noch neue Perspektiven zu entdecken, die es wert sind, angedacht zu werden? Es klingt zwar etwas hochgegriffen, doch könnte eine sogenannte betriebsinterne Mitarbeiter-Akademie ein neuer Weg sein. Gemeint ist damit, dass als Alternative zur Lehre: Hilfskräfte, Menschen unterschiedlichen Alters, die nach einer rationellen Ausbildung suchen, in einer intensiven praxisorientierten Ausbildung und je nach Talent in unterschiedlichem notwendigen Ausbildungszeitraum zur Fachkraft geschult werden. Hier müsste es anschließend in Form einer Prüfung eine Legitimierung mit einem Zertifikat geben, die Möglichkeiten dafür müssten noch eruiert werden. Auf alle Fälle sollte die Aus- und Weiterbildung im Betrieb als oberste Priorität angesehen werden.

Ein neuer Weg in der Politik?

Wir bewegen uns in einer heißen Wahlkampfphase. Ein Versprechen mit Verbesserungszugeständnissen jagt das andere. Die Zukunftsgestaltung wird mit Highlights neue Wege zu gehen, als besondere Polit-Leistung präsentiert. Warum sind diese Ankündigungen nicht schon längst umgesetzt worden, von Politikern, die bereits mit aller politischen Kompetenz in dieser Verantwortung eingebunden waren? Hoffentlich wird nunmehr in das Bewusstsein aufgenommen, was in den letzten Jahren dem Tourismus unverantwortlich aufgebürdet worden war und dass es nunmehr höchste Zeit ist, dieser Branche eine entsprechende Wertschätzung entgegenzubringen, mit der dringenden Wahrnehmung, längst geforderte Entlastungen umzusetzen.