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Es ist nicht alles Segen

Kommentar von Christian Mühlberger

Christian Mühlberger
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Die rasante Entwicklung der Internet-Technologie hat in besonderer Weise die Menschheit geprägt. Wir sind in den Fängen eines Zeitalters, in dem erhabene Zweifel berechtigt sind, was ist noch gut und was ist böse. Abgesehen davon, dass viele Unternehmen in der Entwicklung der Marktlage gescheitert sind und die Internetkäufe vernichtend zugeschlagen haben, ist auch vieles in der Kommunikation der Menschen negativ geworden. Kinder und Jugendliche sind vielfach der Sucht nach den uneingeschränkten Möglichkeiten auf dem Display erlegen, eine nicht ungefährliche Prägung für die Zukunft. Im Neid, in der Missgunst und der Schadenfreude unserer Gesellschaft über andere negativ zu urteilen, scheint zum Unterhaltungssport in bestätigender Selbstverherrlichung auf dieser Medienschiene geworden zu sein. Ob Bewertungen in Tourismusportalen und nahezu allen Sparten der Geschäftswelt, alles deckt sich in der beschämenden Großzügigkeit der Meinungsfreiheit. Die Dienstleistung, die in unserer Branche kaum noch zu erbringen ist, wird noch in Verurteilungen erniedrigt. Persönliche Beleidigungen können kaum geahndet werden, viele Menschen sind zum Freiwild von Emotionen und Aggressionen geworden. Großzügig bieten sich immer mehr Plattformen an, durch solche demütigende Aufhänger Aufmerksamkeit zu erregen, um der Gier nach mehr erfolgreicher Werbung und Vorteilsdenken zu frönen. Die Verständigung nach einem gegenseitigen Miteinander scheint einer „drahtlosen“ Kommunikation gewichen zu sein, der gläserne Mensch in neuen Facetten ist in Vollendung mit Robotern als Trend der Zukunft zu erahnen. Die traditionelle Runde am Wirtshaustisch ist längst zu einem Bild von gestern geworden, es spiegelt sich darin wider, dass ein Gasthaus nach dem anderen zusperrt. Sind diese Errungenschaften wirklich das, was ein harmonisches Miteinander und wirkliche Lebensqualität sein soll? Bei allem Denken, dem Fortschritt und Wohlstand zu huldigen, die echten Werte des Lebens sind zum Glücklichsein oft auf anderen Wegen.