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Erstmaliges Ausbilden

Was ist zu beachten?

Gewerberecht Um Lehrlinge ausbilden zu dürfen, muss der zukünftige Lehrberechtigte zur Ausübung jener Tätigkeiten befugt sein, welche er auf Grund des jeweiligen Berufsbildes dem Lehrling im Betrieb zu vermitteln hat.
Dieser Nachweis wird im Regelfall mit einer einschlägigen Gewerbeberechtigung erbracht. Als Lehrberechtigte kommen aber auch Gebietskörperschaften, Sozialversicherungsträger, sonstige juristische Personen (etwa Vereine), sowie alle "freien Berufe" (zB Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, etc.) in Betracht.

 

Ausbilderqualifikation
Im
zukünftigen Lehrbetrieb hat mindestens eine Person die erfolgreiche Ablegung der Ausbilderprüfung nachzuweisen. Der zukünftige Lehrberechtigte ist aber in jedem Fall gut beraten, wenn er selbst im Besitz der Ausbilderprüfung ist.

Für Lehrberechtigte, die erstmals Lehrlinge ausbilden wollen, gilt eine 18-monatige Frist, innerhalb derer die Ausbilderprüfung nachgeholt werden kann. Das bedeutet, dass die "Anfänger" unter den Lehrberechtigten vorerst Lehrlinge aufnehmen dürfen, jedoch in dieser 18-monatigen Frist die Prüfung nachzuholen haben. Sollte die Frist ungenützt verstreichen, so dürfen die bereits aufgenommenen Lehrlinge weiterhin ausgebildet, jedoch keine Lehrlinge neu aufgenommen werden.

Ausbilderkurs mit Fachgespräch
Neben der bisherigen Ablegung der Ausbilderprüfung (diese wird also nicht ersetzt!) wird die Möglichkeit geboten, einen Ausbilderkurs mit mindestens 40 Unterrichtseinheiten zu besuchen und anschließend mit einem Fachgespräch abzuschließen. AbsolventInnen dieses Ausbilderkurses sind den Personen mit Ausbilderprüfung gleichgestellt.
Das WIFI bietet solche Kurse unter dem Titel "Ausbildertraining" an.


Befreit von dieser Prüfung und dem Kurs sind jene Personen, die auf eine mindestens 3-jährige Ausbildungs-Praxis in der Zeit zwischen 1. Jänner 1970 und 30. Juni 1979 verweisen können. Weiters gibt es verschiedene Prüfungen, die mit der Ausbilderprüfung gleichgehalten werden.

 

Betriebliche Voraussetzungen
Jeder Lehrbetrieb muss so eingerichtet sein und so geführt werden, dass dem Lehrling sämtliche im Berufsbild angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden können. Ist dies nicht in vollem Umfang möglich, so kann der Lehrling ergänzend in einem anderen hiefür geeigneten Betrieb oder einer anderen hiefür geeigneten Einrichtung ausgebildet werden.

Sollen in einem Betrieb also erstmalig Lehrlinge ausgebildet werden, so hat der Lehrberechtigte bei der Lehrlingsstelle die Erlassung eines Bescheides zu beantragen, in welchem das Vorliegen der angeführten Voraussetzungen festgestellt wird (Antrag auf Erlassung eines Feststellungsbescheides).

  

Zusammenfassung: 
·       Antrag auf Erlassung eines Feststellungsbescheides bei der Lehrlingsstelle
·       Anmeldung des Lehrvertrages Online oder mittels Anmeldeformular. Das Formular ist auszufüllen und an die Lehrlingsstelle zu faxen.
·       Die Lehrlingsstelle erstellt für Sie einen Lehrvertrag in 4-facher Ausfertigung, den die Vertragsparteien nur mehr zu unterschreiben haben.
·       Nicht vergessen: Anmeldung des Lehrlings bei der Gebietskrankenkasse (wie jeden anderen Arbeitnehmer auch) bzw. bei der betreffenden Berufsschule (auch hier wird Ihnen von der Lehrlingsstelle ein entsprechendes Formular vorgefertigt zugeschickt, welches Sie nur mehr ausfüllen, unterschreiben und der zuständigen Berufsschule schicken müssen).
Falls Sie die Ausbilderprüfung oder den Ausbilderkurs mit Fachgespräch noch nicht abgelegt haben: Innerhalb von 18 Monaten nachholen!
 

 
Welche grundsätzlichen Voraussetzungen muss nun eigentlich der Lehrling erfüllen? 
 

Voraussetzung für die Einstellung eines Lehrlings ist die Erfüllung seiner allgemeinen Schulpflicht; diese beträgt in Österreich 9 Schuljahre.

Bei Einstellung von Ausländern kommt dazu, dass der Lehrling einen Befreiungsschein, eine Arbeitserlaubnis oder einen Niederlassungsnachweis benötigt. Befreiungsschein und Arbeitserlaubnis sind vom Lehrling beim Arbeitsmarkservice zu beantragen, der Niederlassungsnachweis bei der Bezirkshauptmannschaft oder beim Stadtmagistrat.

Liegt keiner der genannten Nachweise vor, so muss der Lehrberechtigte beim AMS eine Ausländerbeschäftigungsbewilligung für den Lehrling erwirken.

 

Probezeit

Die ersten 3 Monate der Lehrzeit gelten automatisch als Probezeit. Sofern in dieser Zeit der Lehrling bereits die erste Klasse einer lehrgangsmäßigen Berufsschule besucht, sind es die ersten 6 Wochen der tatsächlichen Ausbildung im Betrieb.

Während dieser Zeit kann sowohl der Lehrberechtigte als auch der Lehrling das Lehrverhältnis jederzeit einseitig ohne Angabe von Gründen lösen. Wesentlich für die Rechtswirksamkeit der Auflösung ist die Schriftform.

Beachten Sie bei minderjährigen Lehrlingen (in der Regel bis zum 18. Lebensjahr) die Zustimmungspflicht des gesetzlichen Vertreters (bei aufrechter Ehe die Zustimmung beider Elternteile).

Eine einseitige Auflösung des Lehrverhältnisses
ist nach Ablauf der Probezeit nur mehr aus schwerwiegenden, im Gesetz angeführten Gründen, möglich.

Umsomehr ist es für den Lehrberechtigen wichtig, die Probezeit für die Feststellung der Berufseignung optimal zu nutzen. In der Probezeit kann der Lehrling feststellen, ob der Lehrberuf und der Betrieb seinen Vorstellungen entsprechen, umgekehrt kann der Lehrberechtigte die Eignung des Lehrlings auf die Berufsanforderung überprüfen.

 

Förderung für die Lehrausbildung



Ansprechpartner in der Lehrlingsstelle
Ausbildungsberater

Helmut Wittmer
T 05 90 90 5-7301
F 05 90 90 5-57301
E helmut.wittmer@wktirol.at

Michael Schrantz
T 05 90 90 5-7305
F 05 90 90 5-57305
E michael.schrantz@wktirol.at