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Lehre und Matura

Die Ausbildungsform für begabte Jugendliche

Seit einigen Jahren ist es in Österreich möglich mit einem Lehrberuf auch gleichzeitig eine Matura zu absolvieren. Diese parallele Ausbildung bringt für die Jugendlichen einen großen Vorsprung am Arbeitsmarkt, denn gleichzeitig mit einer praktischen Berufsausbildung wird auch eine vollwertige Matura abgeschlossen.

Diese parallele Ausbildung bedeutet für Jugendliche einen gravierenden Vorsprung durch Qualifikation auf mehreren Ebenen:

Die Lehre bedeutet:
  • Erlernen eines Fachberufes und somit vollständige Berufsausbildung
  • Lernen in der Praxis für die Praxis
  • Eigenes Einkommen während der Ausbildungszeit
  • Der Arbeitgeber räumt Unterstützung und Freiraum für die optimale Vorbereitung auf die  Berufsreifeprüfung (Matura) ein.

Die Berufsreifeprüfung (Matura) bedeutet:
  • Allgemeiner Zugang zu Universitäten, Fachhochschulen, usw.
  • Vertiefende Sprachkenntnisse
  • Erweiterung des fachlichen Know-Hows
  • Kosten der Vorbereitung auf die Matura sind gering
  • Gute Basis für berufliche Karriere
  • Qualifikationsmix aus Praxis und Theorie
  • Coaching und Betreuung während der gesamten Ausbildungszeit bringen Effizienz und Erfolg
  • Beste Aufstiegschancen im Betrieb
 
Die Matura-Ausbildung:
Die Berufsreifeprüfung besteht aus 4 Fächern, nämlich Deutsch, Mathematik, Englisch und Fachbereich.
Bei einer vorzeitigen Auflösung des Lehrvertrages endet auch die Berechtigung zur Teilnahme am Vorbereitungskurs. Die Jugendlichen haben aber die Möglichkeit die noch fehlenden Kurse und Teilprüfungen zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Die Dauer der Lehrzeit des gewählten Berufes bestimmt, wann mit den Vorbereitungskursen auf die Berufsreifeprüfung begonnen werden sollte: für 4jährige Lehrberufe startet die Ausbildung am besten im 2. Lehrjahr, für 3- und 3,5jährige Berufe im ersten Lehrjahr. Die Kurse beginnen am Anfang oder im Herbst eines Kalenderjahres. Beim Lehre und Matura – Check wird gemeinsam mit dem Berater der ideale Zeitpunkt festgelegt.

Die Berufsschule:
Selbstverständlich besucht der Lehrling neben der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung auch die für ihn zuständige Fachberufsschule. Im Falle von Zeitüberschneidungen ist grundsätzlich die Fachberufsschule zu besuchen. Viele Direktoren kennen inzwischen das Lehre und Matura-Modell und ermöglichen den betroffenen Berufsschülern während der Berufsschulzeit einen Teil der Maturaausbildung zu besuchen.
Der Lehrstoff der versäumten Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung ist vom Lehrling selbständig in seiner Freizeit nachzuholen. Dazu gibt es einerseits die Unterstützung der Matura-Trainer und andererseits ein Telelernsystem, in dem der vollständige Maturastoff eingetragen ist

Zwei Ausbildungsmodelle:

1.    Integriertes Modell:
Das integrierte Modell sieht vor, dass während der Lehrausbildung auch die Maturakurse absolviert werden. Dazu wird der Lehrling von der Arbeit freigestellt, um die Maturakurse zu besuchen. Die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes ist Voraussetzung! Der Ausbildungsbetrieb entscheidet dann auch, in welcher Form die Maturakurse in die Lehrzeit integriert werden.
Im integrierten Modell werden diese besonderen Vereinbarungen zwischen Lehrling und Ausbildungsbetrieb (Freistellung, event. Lehrzeitverlängerung) in einem speziell angepassten Lehrvertrag festgehalten.
 
Variante ohne Lehrzeitverlängerung:
Die Lehrzeit bleibt wie für den jeweiligen Lehrberuf vorgesehen unverändert. Durch den Besuch der Maturakurse verbringt der Lehrling aber weniger Ausbildungszeit im Betrieb. Umso mehr sind deshalb Fleiß und Engagement der Jugendlichen gefordert, um die fehlende Praxiszeit wieder auszugleichen.
Variante mit Lehrzeitverlängerung: Die Lehrzeit kann um ein halbes Jahr verlängert werden. So bleibt ausreichend Zeit für beide Ausbildungen und die entfallenen Dienstzeiten werden über die längere Lehrzeit eingearbeitet.
 
Wirtschaftskammer Empfehlung: Die Wirtschaftskammer empfiehlt nach Möglichkeit die Lehrzeit zu verlängern. So können beide Ausbildungen im vollen (Stunden) Ausmaß absolviert werden und die Lehre leidet nicht wegen fehlender Praxiszeit.
 
2.    Begleitendes Modell:
Im Gegensatz zum "Integrierten Modell“ bleibt beim "Begleitenden Modell“ die Lehrausbildung von den Maturakursen völlig unberührt. Die Maturakurse finden ausschließlich am Abend statt. Somit bleibt der Wunsch Matura zu machen auch völlig unabhängig vom Lehrbetrieb und vom Lehrvertrag.
 
Zugangsvoraussetzungen für beide Modelle:

Der kostenlose Besuch der Maturakurse und das kostenlose Ablegen der Prüfungen im Rahmen von "Lehre und Matura“ ist möglich, weil die Ausbildung vom Bund gefördert wird.


Um an der Ausbildung teilnehmen zu können, müssen einige Förderrichtlinien erfüllt werden:

Der Jugendliche muss am Beginn der Ausbildung eine Lehrstelle haben!

Außerdem muss eine der folgenden Voraussetzungen zutreffen:
  • Lehrstelle in Tirol
  • Wohnort in Tirol
  • Besuch der Berufsschule in Tirol

Zusätzlich gelten folgende Aufnahmevoraussetzungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen:

Hier müssen alle Punkte zutreffen.

  • Mit der Ausbildungsform Lehre und Matura kann erst nach dem 9. Pflichtschuljahr begonnen werden.
  • Um die Maturakurse besuchen zu können, muss vorher der "Lehre und Matura Check“ absolviert werden.
  • Ein Maturakurs kann nur kostenlos besucht werden, wenn für das entsprechende Fach nicht bereits einmal ein geförderter (= kostenloser) Kurs besucht wurde.
  • Beim "Integrierten Modell“ von "Lehre und Matura“ muss der Ausbildungsbetrieb dieser Ausbildungsform zustimmen und einen eigenen Lehrvertrag abschließen.

Für das Ablegen der Berufsreifeprüfung ist folgendes zu beachten:

  • Drei der vier Teilprüfungen können bereits vor der Lehrabschlussprüfung abgelegt werden. Mindestens eine Teilprüfung muss nach der Lehrabschlussprüfung absolviert werden.
  • Die letzte Teilprüfung darf frühestens mit Erreichen des 19. Lebensjahres absolviert werden.


Rückfragen an:

Barbara Margreiter
T  05 90 90 7602
barbara.margreiter@wktirol.at