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Welche Auswirkungen hat das Energieeffizienzgesetz?

Die mit 1. Jänner 2015 in Kraft getretenen Bestimmungen betreffen sowohl großeUnternehmen als auch Energielieferanten

Ende 2014 hat der Europäische Rat die neuen Energie- und Klimaziele bis 2030 beschlossen: 27 Prozent mehr Energieeffizienz, 27 Prozent erneuerbare Energieträger und 40 Prozent CO2-Reduktion. Ein Teil dieser ambitionierten Zielsetzungen wird in Österreich seit 1. Jänner 2015 durch das Energieeffizienz-Gesetz des Bundes (EEffG) umgesetzt. Von den Bestimmungen des EEffG werden im Wesentlichen große energieverbrauchende Unternehmen und Energielieferante mit mehr als 25 Gigawattstunden (GWh) Vorjahresabsatz erfasst.

Dabei besteht eine Verpflichtung zur Energieeinsparung nur für die Energielieferanten nicht aber für die energieverbrauchenden Unternehmen

Welche Auswirkungen hat das Energieeffizienzgesetz auf große Unternehmen?

Große energieverbrauchende Unternehmen mit mehr als 249 Beschäftigten oder mehr als 50 Millionen Euro Umsatz und 43 Millionen Euro Bilanzsumme müssen entweder ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem einführen, oder alle vier Jahre ein externes Energieaudit durchführen. Die Meldung der Einführung des Managementsystem musste bereits
bis zum 31. Jänner 2015 erfolgen. Große Unternehmen, welche ein externes Audit durchführen lassen, haben keinen akuten Handlungsbedarf Das Audit muss bis 30. November 2015 durchgeführt und an die Monitoringstelle gemeldet werden.

Welche Einsparungsmaßnahmen müssen Energielieferanten treffen?

Energielieferanten, die im Vorjahr in Österreich mehr als 25 Millionen Kilowattstunde (kWh) Energie an Endkunden abgegeben haben, müssen jährlich Effizienzmaßnahmen von 0,6 Prozent des vorjährigen Energieabsatzes nachweisen. Für nicht nachgewiesene Effizienzmaßnahmen müssen Ausgleichszahlungen von 20 Cent/kWh geleistet werden. Energielieferanten zwischen 20 und 25 GWh müsse sich zwar mit Name und Anschrift registrieren, aber keine Einsparmaßnahmen nachweisen.

Wer übernimmt die Aufgabe der Monitoringstelle?

Das Auswahlverfahren zur Energieeffizienz-Monitoringstelle ist derzeit noch im Gange. Sie wird voraussichtlich frühestens im Sommer 2015 arbeitsfähig sein. Das Wirtschaftsministerium übernimmt in der Zwischenzeit die Aufgaben der Monitoringstelle.

Auf der Homepage des BMFWF www.bmwfw.gv.at können sich betroffene Unternehmen registrieren.


Expertentipp von Ing. Richard Stöckl,
Abteilung Innovation und Technologie in der Wirtschaftskammer Tirol

Falls Sie das Energieaudit nicht selbst durchführen, erheben Sie alle energierelevanten Daten – die Kosten für das externe Audit können somit im Rahmen gehalten werden! 
Gerne können wir Sie zu allen Förderungen und bei der Einführun eines Energie-/ Umweltmanagementsystems oder auch bei der Durchführung des Audits unterstützen.