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Betriebsanlagengenehmigung: Gute Vorbereitung spart Geld, Zeit und Nerven

Wichtige Fragen bei der Betriebsanlagengenehmigung können bereits im Vorfeld geklärt werden

Für viele Unternehmer scheint die Erlangung der Betriebsanlagengenehmigung eine schwer zu überwindende Hürde auf dem Weg in die Selbstständigkeit darzustellen. Durch eine gute Vorbereitung können Kosten minimiert und unnötige Wartezeiten vermieden werden. Der Experte der Wirtschaftskammer Tirol, Ingobert Knapp, beantwortet wichtige Fragen, die im Vorfeld geklärt werden sollten.

Gibt es Betriebe die keine Genehmigung brauchen?

Wenn von Betrieben keinerlei Gefährdungen oder Belästigungen ausgehen können, sind diese per Verordnung genehmigungsfrei gestellt. Dazu zählen etwa Handelsbetriebe bis 200 m², Lager bis 600 m², Friseure, Masseure oder Kosmetikstudios.

Wann und wo ist um Genehmigung anzusuchen?

Prinzipiell vor Errichtung und Betrieb einer Anlage bei der örtlich zuständigen BH oder dem Stadtmagistrat. Die Behörde kann ansonsten ein Strafverfahren einleiten und ist mitunter gezwungen, den Betrieb einzustellen, besonders wenn die Schutzinteressen der Anrainer gefährdet sind.

Was ist bei einem Betreiberwechsel zu beachten?

Die Anlagengenehmigung bleibt am Objekt haften und geht auf den neuen Betreiber über. In der Regel wird ihn die Behörde zur Vorlage einer Eigenüberprüfung auffordern.

Was ist vor Abschluss eines Miet- oder Pachtvertrags zu beachten?

Prüfen Sie, ob die Flächenwidmung die Ausübung des beabsichtigten Gewerbes zulässt. Setzen Sie sich dazu mit der Gemeinde in Verbindung, die als Baubehörde eine Nutzungsänderung von Räumlichkeiten bewilligen kann.

Wie hilft Ihnen die Gewerbebehörde?

Aussagekräftige Unterlagen können mit dem Amtssachverständigen vorbesprochen werden. So kann wertvolle Zeit gespart werden, die vergehen könnte, wenn über den Amtsweg noch zusätzliche Unterlagen nachgefordert werden müssen.

Welche Rolle spielt das Arbeitsinspektorat?

Ihm kommt Parteistellung zur Einhaltung der Arbeitnehmerschutzbestimmungen zu. Auch dort können Projektunterlagen vorbesprochen werden. Bei Bestandsgebäuden besteht die Möglichkeit um Ausnahmen bzgl. Raumhöhe, Lüftung und Belichtung anzusuchen.

Wie kann ich Anrainer einbinden?

Gerade in Ballungsgebieten können sich Anrainer beeinträchtigt fühlen und zu Gegnern werden, speziell wenn Sie schon negative Erfahrungen mit einem Vorbetreiber gemacht haben. So kann die Verlegung einer Lüftung an die Zustimmung der Hauseigentümergemeinschaft gebunden sein. Nehmen Sie schon im Vorfeld Kontakt auf, damit es bei der Verhandlung vor Ort zu keinen unliebsamen Überraschungen kommt.

Verlassen Sie sich auf professionelle Planer!

Ein guter Planer kennt die zu erfüllenden Vorschriften und kann schon in der Planungsphase den Investitionsbedarf ermitteln. Der Professionist kann Probleme schon in der Planungsphase lösen. Nachträgliche Umbauten kommen in der Regel um ein Vielfaches teurer.

Was bietet das Betriebsanlagenservice der WK Tirol?

Wir stellen allgemeine Broschüren und branchenbezogene Vorlagen zur Verfügung. Ausgewählte Vertragspartner bieten eine Top Leistung als externe Dienstleister an.

Über ein breit aufgestelltes Expertennetzwerk bieten wir spezielles Know-how an. (z. B. Lärmgutachten, Wassergutachten, Brandschutzkonzept etc.)

Was wird gefördert?

Bis zu 24 Stunden Beratungsleistung zu einem Stundensatz von 80 Euro netto können zur Hälfte über die Tiroler Beratungsförderung abgedeckt werden.

Nehmen Sie Kontakt auf mit dem Experten Ingobert Knapp, er empfiehlt Ihnen gerne einen Vertragspartner in Ihrer Nähe.


Expertentipp von DI (FH) Ingobert Knapp,
Innovationsservice der Wirtschaftskammer Tirol 

"Planen Sie genügend Zeit zwischen Einreichung und Eröffnung ein. Nehmen Sie Beanstandungen von Anrainern ernst, da es Aufgabe der Behörde ist, diese zu schützen. Sehen Sie die Behörde nicht als Ihren Gegner, sondern nutzen Sie die Erfahrung der Sachverständigen. Zahlen Sie keine Ablöse für Betriebsmittel oder Inventar, deren Genehmigung nicht geklärt ist. Sparen Sie nicht am falschen Platz und vertrauen Sie auf einen professionellen Planer. Falls eine prekäre Verhandlung oder eine behördliche Überprüfung ansteht, unterstützen wir Sie auch gerne persönlich vor Ort.


Rückfragen:
Wirtschaftskammer Tirol
Innovations- und Technologieservice 
Dipl. Ing. (FH) Ingobert Knapp
T 05 90 90 5-1373
E ingobert.knapp@wktirol.at