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Kurzarbeit Phase 5

Übergangslösung ermöglicht Antragstellung für betroffene Unternehmen ab 19. Juli 2021

AMS Österreich kann über das e-AMS Konto seit 19. Juli 2021 Kurzarbeitsanträge im automatisierten Verfahren für Phase 5 entgegennehmen, mit dem Differenzierungsmöglichkeiten bzw. Prüfschritte hinsichtlich

  • 30 Prozent/50 Prozent Arbeitszeit
  • besondere Betroffenheit
  • standardisiertes Verfahren/ Verfahren für Neueintretende

geprüft werden können. 

Daraus ergeben sich folgende Fallkonstellationen:

Fallkonstellation 1 - Standardfall - sonstige Unternehmen:

  • Betrieb „verlängert“ die Kurzarbeit von der Phase 4 in die Phase 5 (Folgebegehren in Form eines neuerlichen Erstbegehren) Hinweis: Die Kurzarbeit der Phase 4 muss nicht durchgehend 3 Monate gedauert haben!
  • Antragstellung über das e-AMS Konto (AMS KUA-Antrag, SPV mit notwendigen Beilagen und innerbetrieblichen Unterschriften)
  • 50 Prozent Mindestarbeitszeit; Beantragung einer höheren Ausfallszeit mit Beilage 2 möglich
  • Beihilfenabschlag von 15 Prozent
  • Antragstellung ab 19. Juli über eAMS-Konto möglich
  • Sozialpartner genehmigen über das AMS-Webportal die Sozialpartner-Vereinbarungen:
    • Bei Begehren mit einer maximalen Ausfallszeit von bis maximal 50 Prozent erfolgt eine konkludente Zustimmung der Sozialpartner nach 72-Stunden-Fristablauf (Keine WK-Pauschal-Zustimmung in Phase 5)
    • Anträge mit Ausfallszeit über 50 Prozent müssen via Webportal von den Sozialpartnern „ausdrücklich bewilligt“ werden

Fallkonstellation 2 - besonders betroffene Betriebe:

  • Als besonders betroffen gelten Unternehmen, die im Verhältnis der jeweils 3. Quartale 2019 zu 2020 einen Umsatzrückgang in Höhe von mindestens 50 Prozent nachweisen können. (Beilage 1 Sozialpartner-Vereinbarung)
  • Betrieb „verlängert“ die Kurzarbeit von der Phase 4 in die Phase 5. Die Kurzarbeit der Phase 4 muss nicht durchgehend 3 Monate gedauert haben!
  • Antragstellung über das e-AMS Konto (AMS KUA-Antrag, SPV mit notwendigen Beilagen und innerbetrieblichen Unterschriften)
    • Betrieb stellt ab 19.7 einen Antrag über das eAMS-Konto
    • Achtung: Abschlag von 15 Prozent Beihilfe erfolgt vorläufig automatisch; um die restlichen 15 Prozent Beihilfe zu beantragen, ist ein nachträgliches Änderungsbegehren bis zum Ende der KUA-Laufzeit notwendig! Die Genehmigung von 100 Prozent Beihilfe (ohne Abschlage) für besonders betroffene Unternehmen ohne nachträgliches Änderungsbegehren wird aus technischen Gründen frühestens Mitte August möglich sein.
    •  Detailinformationen: Kurzarbeitsbeihilfe für besonders betroffene Betriebe (Pdf)

Fallkonstellation 3 - Verfahren für neu in die Kurzarbeit eintretende Betriebe:

Hier handelt es sich um Betriebe, die keinen genehmigten Kurzarbeitsantrag in der Phase 4 (1.4.21 bis 30.6.21) hatten.

Diese Betriebe müssen vor Antragstellung über das e-AMS Konto folgende Schritte einhalten:

  • Kontaktaufnahme mit der regionalen Geschäftsstelle des AMS
  • AMS organisiert einen Beratungstermin unter Beiziehung der Sozialpartner (von Seiten der Wirtschaftskammer sind die jeweiligen Branchenmanager Ihr Ansprechpartner)
  • Beratungsprozess ist ab Kontaktaufnahme innerhalb von 3 Wochen abzuwickeln
  • ACHTUNG: Erst ab diesem Zeitpunkt ist eine Antragsstellung (= Beginn der Kurzarbeit) möglich!
  • Ein positives Beratungsergebnis vorausgesetzt, ist eine anschließende Antragstellung über das e-AMS Konto möglich (AMS Beihilfenbegehren, SPV mit notwendigen Beilagen und innerbetrieblichen Unterschriften ggf. Unterschrift Steuerberater/WT/BiBuH)
  • Die WK-Freigabe der SPV ist folgendermaßen einzuholen:
    • SPV ist beim Gespräch fertig – innerbetrieblich unterfertigt und wird nach der Beratung durch überbetriebliche Sozialpartner signiert. 
    • SPV wird nach dem Gespräch durch überbetriebliche Sozialpartner-Vertreter signiert (Rundlauf-Signatur)
    • Bei Mitgliedern der Sparte Industrie muss die SPV vom zuständigen Fachverband (FV) unterfertigt werden. (Ansprechpartner + Kontaktdaten des FV wird vom regionalen WK-Vertreter vor Ort bekannt gegeben)
    • Da das AMS auch online-Beratungen akzeptiert, kann in diesen Fällen die Unterschrift nicht vor Ort erfolgen. Das AMS akzeptiert Unterschriften der SP über Mails (Ausdrucken der SP-V, unterschreiben, einscannen und weiterschicken).
  • Rückwirkende Beantragung über den Zeitpunkt des Beratungstermin ist nicht möglich.
    • Ausnahme: Kurzarbeitsantrag wegen Naturkatastrophe (oder ähnlichem Ereignis) oder wegen behördlichem Betretungsverbot (siehe KUA-RL)

Fallkonstellation 4 - Kurzarbeit mit Frühwarnsystem gem. § 45a AMFG (Massenkündigung):

  • Betrieb muss Beschäftigte abbauen und benötigt für den verringerten Beschäftigungsstand Kurzarbeitsunterstützung; die zum Frühwarnsystem angemeldeten Beschäftigten sollen nicht von der Sozialpartner-Vereinbarung/Behaltepflicht erfasst sein.
  • ACHTUNG: Vorab Anzeige gemäß § 45a AMFG ans AMS erforderlich
  • Zustimmung der überbetrieblichen Sozialpartner vorab bis voraussichtlich Mitte August auf Beilage 3 erforderlich. Danach Zustimmung der SP über AMS-Webportal möglich, vorherige Kontaktaufnahme und Einholung der Zustimmung der Gewerkschaft jedoch empfehlenswert.
    • Zustimmung bei „neu Eintretenden“ (Fallkonstellation 3 – siehe oben) erfolgt im Rahmen der Beratungen
    •  Für Fallkonstellation 1 und 2 erfolgt die Genehmigung der Sozialpartner wie oben beschrieben – voraussichtlich ab August über das AMS-Webportal möglich
Weiterführende Informationen zur "Corona-Kurzarbeit Phase 5" finden Sie hier.