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Benefits - steuerfreie Belohnungen für Ihre Mitarbeiter

Zahlreiche Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern zur Motivation oder als wertschätzende Anerkennung der Leistung steuerfreie Zuwendungen –  sogenannte Benefits. Hier erfahren Sie, was es dabei zu beachten gilt.

Benefits
© pogonici - stock.adobe.com
Das Einkommensteuergesetz schränkt Geschenke bzw. Benefits stark ein. Vieles bleibt nur steuerfrei wenn es allen Mitarbeitern oder definierten Gruppen gewährt wird und nur weniges kann individuell – als Belohnung an einen ausgesuchten Mitarbeiter – gewährt werden. Anerkennungen in Form von Geldzuwendungen sind immer steuerpflichtig.
Werden daher diese steuerfreien Zuwendungen strategisch platziert eingesetzt, sind für Ihre Mitarbeiter oft ein größerer Mehrwert als eine übliche Lohnerhöhung.  Hier erfahren Sie mehr darüber.

Kinderbetreuung: Steuerfrei sind jährliche Zuschüsse des Arbeitgebers für die Betreuung von Kindern bis höchstens 1.000 Euro pro Kind bis zum 10. Lebensjahr an eine private oder öffentliche Kinderbetreuungseinrichtung. Auch Tagesmütter fallen darunter.

Betriebsausflüge, Betriebsfeiern, Besuch kultureller Veranstaltungen, Geschenke etc.: Betriebsveranstaltungen bis 365 Euro jährlich und die dabei empfangenen Sachzuwendungen bis 186 Euro jährlich sind steuerfrei.

Maßnahmen für Zukunftssicherung der Dienstnehmer: Darunter fallen Zahlungen bis zu jährlich 300 Euro des Arbeitgebers für Lebens-, Unfall- und Krankenversicherungen - als Absicherung von Risiko, nicht als Ansparung.  Allerdings besteht keine Steuerbegünstigung für die vom Arbeitgeber übernommene Prämienzahlung für eine Versicherung, die der Arbeitnehmer bereits abgeschlossen hat.

Mitarbeiterbeteiligungen: Der Vorteil aus der unentgeltlichen oder verbilligten Abgabe von Kapitalanteilen (Beteiligungen) am Unternehmen des Arbeitgebers sind bis 3.000 Euro steuerfrei. Die Behaltefrist beträgt fünf Jahre. Für Klein- und Mittelbetriebe kann am ehesten die echte stille Beteiligung genützt werden. Die vom Unternehmen an den stillen Gesellschafter gezahlten Gewinnanteile stellen für das Unternehmen eine abzugsfähige Betriebsausgabe dar.

Reisekosten – Taggelder: Vom Arbeitgeber freiwillig gewährte Tagesgelder und Nächtigungsgelder sind bis 26,40 Euro (Taggeld) bzw. 15 Euro (Nachtpauschale, oder tatsächliche Unterkunftskosten laut Beleg) steuerfrei.

Jobticket: Steuerfrei ist auch eine Streckenkarte für die Fahrt Wohnung - Arbeitsstätte, die der Arbeitgeber kostenlos oder verbilligt zur Verfügung stellt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Dienstgeber selbst diesen Fahrausweis auf Rechnung kauft (es darf kein Kostenersatz an den Dienstnehmer sein).  Dem Dienstnehmer steht dann keine Pendlerpauschale mehr zu.

Freie oder verbilligte Mahlzeiten und Getränke die der Arbeitgeber an seine Arbeitnehmer zur Verköstigung am Arbeitsplatz freiwillig gewährt bleiben steuerfrei. Darunter fallen auch Lieferservices.
Gutscheine für Mahlzeiten bleiben bis zu einem Wert von 4,40 Euro pro Arbeitstag steuerfrei, wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden (ansonsten 1,10 Euro pro Arbeitstag frei).

Freiwillige Begräbniszuwendungen: Keine betragliche Begrenzung gibt es bei Zuwendungen des Arbeitgebers zu Begräbniskosten des Arbeitnehmers oder dessen Hinterbliebenen (Grabstein, Beerdigung, Totenmahl). Achtung: Besteht auf derartige Zuwendungen ein Anspruch auf Grund einer lohngestaltenden Vorschrift, liegt keine Steuerfreiheit vor. Auch eine allfällige Sterbekostenversicherung fällt nicht unter die Steuerbegünstigung.

Zinsenfreies Arbeitgeberdarlehen: Wenn unverzinsliche und zinsverbilligte Gehaltsvorschüsse und Arbeitgeberdarlehen den Betrag von 7.300 Euro nicht übersteigen, ist ein Zinsvorteil daraus steuerfrei.

Mitarbeiterrabatte: Auf Waren und Dienstleistungen, die der Arbeitgeber in seinem Unternehmen an Kunden zum Verkauf anbietet, darf er seinen Mitarbeitern einen Rabatt von bis zu 20 Prozent abgabenfrei gewähren. Vergleichsbasis ist der Endpreis für Letztverbraucher im Geschäftsverkehr. Beträgt der Rabatt mehr als 20 Prozent (Freigrenze), sind jedenfalls 1.000 Euro abgabenfrei (Freibetrag).

Elektroauto zur Privatnutzung: Stellen Sie Ihrem Dienstnehmer ein Firmenfahrzeug mit einem CO2 Ausstoß von null Prozent zur Verfügung. Die Privatnutzung bleibt dann steuerfrei.

Gesundheitsförderung: Eine wohltuende Maßnahme für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen sind Gesundheitsaufwendungen Grundsätzlich steuerfrei ist die Benützung von dienstgebereigenen Einrichtungen und Anlagen, etwa Sportanlagen des Arbeitgebers. Diese Anlagen könnten vom Dienstgeber auch angemietet sein, wie ein Fitnessstudio, das längerfristig an bestimmten Tagen exklusiv für die Mitarbeiter gemietet wird (nicht steuerfrei sind Beiträge des Arbeitgebers für Fitnesscenter oder Mitgliedsbeiträge für Sportvereine z. B. Jahrespauschale, Monatspauschale).

Profitieren können die Arbeitnehmer im Bereich Ernährung und Bewegung, wobei die Angebote auf die Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung sowie die Vermeidung und Reduktion von Übergewicht abzielen. Nicht steuerfrei sind z. B. Kosten für Nahrungsergänzungsmittel und reine Koch- und Backkurse.    

Tipp!

Möglichkeiten ausschöpfen
Nutzen Sie die Möglichkeiten der steuerfreien Zuwendungen. Profitieren können sowohl Dienstnehmer als auch Dienstgeber. Wenn Sie mehr über die Voraussetzungen erfahren möchten, dann nehmen Sie mit der Abteilung Wirtschaftsrecht, Steuerrecht und Umwelt der Tiroler  Wirtschaftskammer Kontakt auf.



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