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KMU: Aktive Energiesparer werden belohnt

Der Bund schüttet fünf Millionen Euro zur Förderung von Energiemanagementsystemen in KMU (EnMS) aus. Erste Projekte in Tirol sind bereits angelaufen

Förderung für KMU zur Einrichtung eines Energiemanagementsystems
© Coloures-Pic/stock.adobe.com

Wer jetzt beginnt, ein betriebliches Energiemanagement einzurichten und damit Energiekosten im Betrieb nachhaltig zu senken, kommt in den Genuss der Förderaktion für Klein- und Mittelunternehmen (KMU). Energiemanagement und Klein- und Mitelbetriebe sind zentrale Bausteine des Projekts Energiewende. Dafür stellt der Bund fünf Millionen Euro zur Verfügung und erfüllt damit eine langjährige Forderung der WKO.  

Optimierung der Energiekosten

In KMU gibt es viele, häufig einfache Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu optimieren. Zu den Klassikern gehört der Austausch veralteter energiefressender Geräte und deren Umrüstung auf den aktuellen Stand der Technik sowie die Nutzung moderner Steuerungs- und Regelungstechniken bei der Lüftung, Kühlung und Heizung. Einen hohen Stellenwert hat das energiebewusste Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie etwa das Abstellen nicht benötigter Geräte oder das Schließen der Tore von Lagern in der Heizsaison. Viele Maßnahmen rentieren sich sofort oder amortisieren sich innerhalb kurzer Zeit. Bei Neuinvestitionen werden die Gesamtkosten über die Lebenszeit verringert, wenn sparsame, qualitativ hochwertige und richtig dimensionierte Geräte angeschafft werden.

Checklisten für Umsetzung von Maßnahmen

Energiemanagement zeichnet sich dadurch aus, dass die Hot Spots des Energieverbrauchs durch erhobene und laufend angepasste Daten schnell auffallen und entsprechend auch intern kommuniziert werden können. Einfache Checklisten helfen bei der Umsetzung von Effizienz-Maßnahmen. Bei entsprechender interner Kommunikation von erfolgreichen Maßnahmen steigt auch die Motivation der Mitarbeiter, die wesentlich dazu beitragen können den Energieverbrauch zu senken und es entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Förderungen: Bis zu 50.000 Euro pro Betrieb

Förderwerber erhalten bei Erfüllung der Voraussetzungen einen Zuschuss. Maximal werden 50.000 Euro pro Betrieb ausgeschüttet. Interessenten reichen ihre Anträge über das online-Förderabwicklungstool des Austria Wirtschaftsservices (aws) ein. Förderungsfähige Kosten sind z.B. Beratungs- und Schulungskosten, Zertifizierungskosten, Angebote über Messtechnik, Lastmanagementsysteme und dergleichen. Alle Informationen zur Einreichung der Förderung finden Sie auf der Website des aws

Die Förderung im Rahmen dieser Förderungsrichtlinie erfolgt in Form eines Zuschusses. Im Förderprogramm werden externe Beratungsleistungen zur Erstellung eines Energiemanagementsystems, Schulungs- sowie Zertifizierungskosten mit bis zu 50 Prozent gefördert.  Investitionskosten im Zusammenhang mit der Einführung des Energiemanagementsystems werden bis zu 30 Prozent gefördert.

Achtung: Antragstellung vor Bestellung jeglicher Leistungen!

„Wir empfehlen interessierten KMU, egal aus welcher Branche, möglichst rasch einen Förderantrag beim aws zu stellen, da die Mittel nur für eine begrenzte Zahl von Anträgen ausreichen“ sagt Richard Stöckl vom Technologieservice der Tiroler Wirtschafskammer. Notwendige Gerätschaften wie Wärmemengenzähler, Stromzähler, Lastmanagementsysteme usw. werden unter anderem mit bis zu 30 Prozent gefördert.

Nachgefragt bei Thomas Hackl, Hotel Restaurant Goldener Adler in Innsbruck

Das Restaurant Goldener Adler wird derzeit umgebaut. Sie führen zugleich ein Energiemanagementsystem ein - was sind Ihre Gründe dafür?
Thomas Hackl: Mit dem Umbau möchten wir betriebliche Abläufe optimieren und effizienter arbeiten. Gleichzeitig führen wir ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ein, um die Energiekosten möglichst gering zu halten.

Was ist dafür notwendig?
T.H.: Zuerst werden wir alle Energieflüsse wie Strom für Küche, Lüftung, Licht, Kälte sowie Wärme für Warmwasser und Heizung in unserem Haus mit Zählern erheben und bewerten. Um die Energiekosten Strom im Rahmen zu halten, installieren wir in unserer neuen Küche ein Lastmanagementsystem.

Was sind die wesentlichen Abläufe im Energiemanagementsystem?
T.H.: Vereinfacht gesagt werden die Daten erhoben, Verbesserungen gemeinsam mit unseren Mitarbeitern ausgearbeitet und umgesetzt, kontrolliert ob die gewünschten Effekte erzielt werden. Das Ganze wird dokumentiert. Wir werden somit einen ständigen Verbesserungsprozess in die Wege leiten und aufrechterhalten. Bei der Antragstellung und Einführung des Energiemanagementsystems werden wir von der Tiroler Wirtschaftskammer im Rahmen der Energieberatung betreut und maßgeblich unterstützt.