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KURZARBEIT: Update zur "Lockdown Kurzarbeit"

Möglichkeit einer rückwirkenden Antragstellung für von der Schließung betroffene Betriebe

Der seit 22.11.2021 gültige Lockdown erfordert in vielen Bereichen eine neuerliche Inanspruchnahme der Corona-Kurzarbeit. Nutzen Sie dieses Instrument, um Ihre Arbeitskräfte nachhaltig im Unternehmen zu halten, damit ein erfolgreicher Re-Start nach dem Lockdown möglich ist!

Die Wirtschaftskammer steht laufend in intensiver Abstimmung mit dem AMS, um die Abwicklung der Lockdown-Bestimmung abzustimmen.

Anpassungen der Kurzarbeit Phase 5:

Der Vorstand des AMS hat die bestehenden Regelungen der Kurzarbeit Phase 5 für die Dauer des Lockdowns (22.11.2021 bis 12.12.2021) wie folgt angepasst:

  1. Möglichkeit zur rückwirkenden Begehrensstellung: Die Antragstellung ist für alle Unternehmen, die Kurzarbeit während des Lockdowns beginnen, 14 Tage rückwirkend ab Beginn der Kurzarbeit möglich. Die Frist endet mit Ablauf des 14. Tages nach Beginn der Kurzarbeit.
  2. Das Beratungsverfahren für Betriebe, die in der Zeit vom 1.4.2021 bis 30.6.2021 nicht in Kurzarbeit waren, entfällt. Die Antragstellung wird, wie für alle anderen Betriebe über das Webportal des AMS (e-AMS Konto) ermöglicht. Bis zur AMS Richtlinienänderung ist im System “Beratungsverfahren abgeschlossen“ anzukreuzen.
  3. Es entfällt die Pflicht, die wirtschaftliche Begründung durch Steuerberaterinnen und Steuerberater (etc.) bestätigen zu lassen wie folgt:
    1. für alle Unternehmen, die Kurzarbeit nur für die Zeit des Lockdowns beantragen oder
    2. für vom Lockdown direkt betroffene Unternehmen generell 
  4. Die Genehmigung von Arbeitsausfällen von durchschnittlich mehr als 90 Prozent ist erst im Nachhinein möglich, das heißt im Begehren ist der Arbeitsausfall mit höchstens durchschnittlich 90 Prozent zu beantragen. Eine Überschreitung des Arbeitszeitausfalls von 90 Prozent ist nur dann zulässig, wenn diese auf ein verordnetes Betretungsverbot zurückgeht und in den übrigen Abrechnungsmonaten jeweils nicht mehr als 90 Prozent Ausfallsstunden vorliegen.
  5. Die Verpflichtung für alle Unternehmen, mindestens 50 Prozent der Ausfallzeit von kurzarbeitenden Lehrlingen für Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen, entfällt für alle Unternehmen für die Monate November und Dezember 2021.
  6. Änderungsbegehren für bereits laufende Kurzarbeitsbegehren: Erhöhung des Maximalrahmens für Ausfallstunden auf über 50 Prozent/30 Prozent können von den Unternehmen bis Ende des aktuellen Kurzarbeitszeitraumes eingebracht werden.

Achtung!
  • Bitte beantragen sie nur Kurzarbeit für Mitarbeiter, die die Voraussetzung des vollentlohnten ersten Kalendermonats erfüllen!
  • Begründen sie den Kurzarbeitsantrag/Sozialpartnervereinbarung nur dann mit „Lockdown“, wenn sie Kurzarbeit ausschließlich für die Lockdown beantragen.
  • Bei längeren Kurzarbeitszeiträumen ist eine ausführliche Begründung erforderlich, beispielsweise dass "auch nach dem Lockdown aufgrund der bestehenden Reisebeschränkungen/hohen Inzidenzzahlen/Stornierungen mit einem erheblichen Umsatzeinbruch gerechnet wird".
  • Wenn (von Lockdown-Betrieben laut Vorstandsverfügung des AMS) mehr als 90 Prozent Ausfallsstunden abgerechnet werden sollen, muss im Begehren „genau“ 90 Prozent AZ-Reduktion beantragt werden.
  • Seit der Phase 5 gibt es den verpflichtenden aliquoten Urlaubsverbrauch, wenn die Laufzeit von über 1 Monat überschritten wird. Ausnahme: Der Betrieb weist nach, dass der Verbrauch nicht möglich war (Beispiel: einzelne AN haben keine ausreichenden Urlaubstage mehr offen).


Welche Schritte sind bei der Antragstellung zu beachten?

  1. Versuchen sie die Zeit im November mit Urlaub und Zeitausgleich zu überbrücken (Vereinfachung der Lohnverrechnung und Sonderzahlungaauzahlung).
  2. Füllen sie die Sozialpartnervereinbarung aus und lassen sie alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschreiben.
  3. Elektronische Begehrensstellung: Laden sie die unterfertigte Sozialpartnervereinbarung sowie den Kurarbeitsbegehren über das e-AMS Konto hoch.
  4. Es gilt ein vereinfachtes Verfahren: Es entfällt das Beratungserfahren und die vorherigen Zustimmung der Sozialpartner.
  5. Die Begehrensstellung kann während es Lockdowns bis zu 14 Tage rückwirkend über das e-AMS Konto erfolgen.


Hier finden Sie die Sozialpartnervereinbarungen:



Betriebe die sich bereits in Kurzarbeit befinden, aufgrund des Lockdowns jedoch eine Anpassung der Arbeitszeit-Reduktion erforderlich ist, können dies im Rahmen eines „Änderungsbegehren“ beim AMS einbringen. Für den gesamten beantragten Kurzarbeitszeitraum ist eine Durchrechnung der bewilligten Ausfallszeit zulässig.
 
Weitere Detailinformationen werden zeitnah aus unserem Infopoint  und unter WKO.at/corona-kurzarbeit erfahren.

Weitere Informationen zur Abrechnung der Corona-Kurzarbeit finden Sie auf der Website des AMS

Stand: