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Abfall-Wirtschaft im Betrieb

Einfach erklärt

Die Abfall-Wirtschaft im Betrieb ist im Abfall-Wirtschafts-Gesetz geregelt. Der kurze Name für das Abfall-Wirtschafts-Gesetz ist AWG.

Zur Abfall-Wirtschaft zählt alles, was mit Abfällen und Müll zu tun hat.

Das Abfall-Wirtschafts-Gesetz regelt zum Beispiel

  • die Abfall-Vermeidung.
  • die Vorbereitung von Abfällen, damit man sie weiter verwenden kann.
  • die Weiter-Verwendung von Abfällen. Das nennt man Recycling.
  • die Entsorgung von Abfällen. Ein anderes Wort für Entsorgung ist Wegbringen.
  • die Sammlung von Abfällen.
  • wie man Abfälle lagern muss. 
  • den Transport von Abfällen.

Das Abfall-Wirtschafts-Gesetz regelt noch viele andere wichtige Punkte.

Das Gesetz soll helfen, dass es

  • weniger Abfälle gibt.
  • Abfälle weiter verwendet werden.
  • Abfälle sicher entsorgt werden.

Was ist Abfall?

Abfall sind Dinge, die ein Unternehmen nicht mehr braucht. Viele Dinge kann man einfach wegwerfen.

Gefährliche Abfälle müssen von Fachleuten entsorgt werden.

Welche Abfälle muss ich melden?

Alle gefährlichen Abfälle müssen bei der Behörde gemeldet werden. Auch wenn es nur kleine Mengen sind.

Alt-Öl muss man nur dann melden, wenn man mehr als 200 Liter im Jahr entsorgen will.

In der Abfall-Verzeichnis-Ordnung steht, welche Abfälle gefährlich sind.

Problem-Stoffe muss man der Behörde nicht melden. Problem-Stoffe sind gefährliche Abfälle, die im privaten Haushalt vorkommen. Sehr kleine Mengen Problem-Stoffe müssen auch Unternehmen nicht melden. Dabei zählt der Vergleich mit einem privaten Haushalt.

Problem-Stoffe sind zum Beispiel

  • Reinigungs-Mittel
  • Altöl
  • Farben und Lacke
  • Batterien
  • und noch viele andere Dinge

Ein Unternehmen hat 1 Monat Zeit, die Aufnahme seiner Tätigkeit bei der Behörde anzumelden. Die Anmeldung wird elektronisch gemacht. Dazu gibt es im Internet ein Formular. Das Formular findet man hier.

Nach der Anmeldung bekommt man vom Umwelt-Amt eine Kenn-Nummer und ein Passwort.

Wenn man Abfälle abgeben will, muss man die Kenn-Nummer auf den Begleit-Schein schreiben. Der Begleit-Schein ist ein Dokument für die Übergabe der gefährlichen Abfälle.

Es gibt noch andere Gesetze, die eine Meldung von Abfällen vorschreiben. Das sind zum Beispiel

  • die Verpackungs-Verordnung
  • die Elektro-Altgeräte-Verordnung
  • die Batterien-Verordnung
  • die Alt-Fahrzeuge-Verordnung

Wann brauche ich einen Begleit-Schein?

Gefährliche Abfälle und Alt-Öl werden bei Abfall-Unternehmen abgegeben. Dazu muss der Unternehmer immer einen Begleit-Schein ausfüllen.

Der Unternehmer muss seine Angaben auf dem Begleit-Schein prüfen. Mit der Unterschrift wird bestätigt, dass alle Angaben richtig sind.

Der Begleit-Schein kann auch im Internet ausgefüllt werden. Dann macht das Abfall-Unternehmen die vom Gesetz vorgeschriebene Meldung.

Wann braucht man keinen Begleit-Schein?

  • Für kleine Mengen Problem-Stoffe
  • Wenn in 1 Jahr weniger als 200 Liter Altöl abgegeben werden

Die allgemeinen Aufzeichnungs-Pflichten für Unternehmen gelten trotzdem.

Was sind die allgemeinen Aufzeichnungs-Pflichten?

Jedes Unternehmen muss aufschreiben, wie viele Abfälle das Unternehmen hat. Und was für Abfälle das sind. Das nennt man Aufzeichnungs-Pflicht.

Bei Abfällen, die nicht gefährlich sind, genügt ein Abfall-Verzeichnis. Das Abfall-Verzeichnis bekommt man bei der Behörde. Für das Eintragen gibt es eigene Regeln.

Die Aufzeichnungen über die einzelnen Abfälle können gemacht werden, wie man will. Man kann

  • Rechnungen (Kopien) sammeln.
  • Lieferscheine sammeln.
  • Belege sammeln.
  • oder alles im Computer eintragen.

Die Aufzeichnungen müssen 7 Jahre behalten werden. Sie müssen von anderen Geschäfts-Papieren getrennt sein. Die Aufzeichnungen müssen nach Abfall-Art und nach Datum sortiert sein.

Abfälle im eigenen Unternehmen behandeln

Gefährliche Abfälle können auch im eigenen Unternehmen behandelt werden.

Was gemacht wird, muss genau aufgeschrieben werden. Die Aufzeichnungen kann man auf Papier oder am Computer machen.

Gesetzliche Entsorgungs-Pflichten

Alle Abfälle müssen einmal im Jahr an ein Abfall-Unternehmen übergeben werden.

Abfälle, die wieder verwendet werden können, darf man nicht länger als 36 Monate lagern.

Man kann Abfälle wieder der Firma geben, von der man die Waren gekauft hat. Das zählt auch als Entsorgung. Dann gilt die Aufzeichnungs-Pflicht.

Altöl und gefährliche Abfälle in kleinen Mengen kann man bei der Gemeinde abgeben. Als kleine Menge zählt der Vergleich mit einem privaten Haushalt.

Was ist bei der Entsorgung zu beachten?

Wird das Gesetz nicht eingehalten, gibt es Geld-Strafen.

  • Bei gefährlichen Abfällen kann die Strafe bis zu 41.200 Euro kosten.
  • Bei Abfällen, die nicht gefährlich sind, kann die Strafe bis zu 8.400 Euro kosten.

Damit eine Entsorgung auch wirklich zählt, müssen diese Punkte eingehalten werden

  • Können Abfälle nicht genau einer Gruppe zugeordnet werden, müssen Fachleute den Abfall untersuchen. Die Ergebnisse müssen gemeinsam mit den Abfall-Aufzeichnungen aufgehoben werden.
  • Die Entsorgung muss so gemacht werden, dass die Umwelt geschont wird. Das muss im Auftrag für das Abfall-Unternehmen stehen.
  • Es ist gut, wenn man eine Bestätigung über die Entsorgung verlangt.
  •  Das Unternehmen muss prüfen, ob das Abfall-Unternehmen eine Berechtigung für die Abfall-Sammlung hat.
Tipp!
Einmal im Jahr die Berechtigung des Abfall-Unternehmens prüfen. Mit der ausgedruckten Bestätigung kann das Unternehmen die Prüfung beweisen. Die Bestätigung kann auch am Computer gespeichert werden.

Wann braucht man ein Abfall-Wirtschafts-Konzept?

Ein Abfall-Wirtschafts-Konzept ist Pflicht bei

  • der Errichtung und beim Start einer Betriebs-Anlage.
  • Änderungen einer Betriebs-Anlage, für die es eine Genehmigungs-Pflicht gibt.

Das Abfall-Wirtschafts-Konzept muss erweitert werden, wenn mehr als 20 Mitarbeiter im Unternehmen arbeiten.

Hat ein Unternehmen schon ein Abfall-Wirtschafts-Konzept, muss es alle 7 Jahre überarbeitet werden.

Transporteure müssen angemeldet sein

Ein Transporteur bringt Waren oder Personen an einen anderen Ort. Abfall-Transporteure müssen auf http://www.dietransporteure.at/ angemeldet sein. Transporteure können sich auch beim Umwelt-Amt anmelden.

Abfall-Transporteure bringen den Abfall nur an einen anderen Ort. Der Abfall wird von den Transporteuren nicht entsorgt.

Transport von Abfällen, die nicht gefährlich sind

Für den Transport von Abfällen, die nicht gefährlich sind, braucht man in Österreich ein Dokument. In dem Dokument muss stehen,

  • wer hat den Abfall übergeben hat,
  • wer den Abfall übernommen hat,
  • wie viel Gewicht der Abfall hat,
  • welche Abfälle transportiert werden.

Mit einem CMR-Frachtbrief werden die Bestimmungen vom Abfall-Wirtschafts-Gesetz eingehalten. CMR ist eine Abkürzung von einer internationalen Vereinbarung für Transporte.

Transport gefährlicher Abfälle in Österreich

Werden gefährliche Abfälle nur von einem Standort des Abfall-Besitzers zu einem anderen Standort gebracht, braucht man diese Unterlagen

  • eine Abfall-Beschreibung
  • das Gewicht des Abfalls
  • Angaben zum Ziel-Ort
  • den Name des Abfall-Besitzers
  • die Adresse des Abfall-Besitzers
  • die Identifikations-Nummer. Eine Identifikations-Nummer zeigt, dass ein Unternehmen bei der Behörde angemeldet ist.

Bei anderen Transporten gefährlicher Abfälle muss neben den normalen Transport-Papieren ein Begleit-Schein mitgenommen werden.

Der Transporteur und der Abfall-Besitzer müssen genaue Aufzeichnungen führen. Mit der Sammlung der Begleit-Scheine ist das getan.

Die Begleit-Schein-Daten können vom Abfall-Übernehmer auch elektronisch an die Behörde gemeldet werden. Auch das gilt als Aufzeichnung der Daten.


Alle Angaben erfolgen trotz sorgfältigster Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Wirtschaftskammern Österreichs ist ausgeschlossen. Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form für beide Geschlechter!


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