th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Innenministerium warnt vor FAX-Schreiben des „Interessenverband der Wirtschaft“ (IDW)

Anzunehmende Vorbereitungshandlung zur Schädigung von Wirtschaftsbetrieben

Modus Operandi 

Seit 19.01.2017 werden dem Bundesministerium für Inneres (C4-Meldestelle) von Firmen und Institutionen erhaltene FAX-Schreiben des „Interessenverband der Wirtschaft“ (IDW) gemeldet. Die Schreiben sind, wenn auch fehlerhaft, an den jeweiligen Betrieb adressiert und tragen den Titel „Mitgliedschaft 2017“.  

In den weiteren Informationen wird die kostenfreie Verlängerung der Mitgliedschaft für 2017 angeführt, für eine neue Mitgliedschaft wären € 800,- zu entrichten. Auffällig in diesem Zusammenhang ist sofort, dass sämtliche Informationen über Bezahlmöglichkeiten oder eine Bankverbindung nicht angeführt sind, es sich somit nicht um die bisher bekannten klassischen Fake- und Betrugsvorschreibungen von unseriösen Anbietern handelt. 

Alles was somit zu tun wäre ist, die angeführten Daten zu überprüfen und Fragen zum Betrieb über das Gründungsjahr sowie Umsatz und Anzahl der Mitarbeiter (beides optional) zu beantworten und durch eine rechtsverbindliche Unterschrift und Firmenstempel zu bestätigen. Danach das Schreiben via FAX retournieren und die Verlängerung der Mitgliedschaft ist vollzogen. Mitgliedschaft von was?

Da es sich bei dem vorliegenden FAX anscheinend um keinen klassischen direkten Schädigungsversuch handelt, muss erfahrungsgemäß davon ausgegangen werden, dass es sich beim vorliegenden Sachverhalt um eine mögliche Vorbereitungshandlung zu Straftaten handelt.  

Die Übermittlung der auf dem FAX zu ergänzenden Daten könnte in jedem Falle die Grundlage für weitere Vorbereitungshandlungen (social engineering) in Bezug auf den derzeit sehr verbreiteten CEO-Fraud sein, das Vorhandensein einer firmenmäßigen Zeichnung durch Unterschrift und Stempel auch für andere Betrugsdelikte als Grundlage dienen. 

Empfohlene Vorgangsweisen 

  • Ignorieren Sie das Schreiben der IDW Interessenverband der Wirtschaft.
  • Seien Sie vor- und umsichtig bei der Weitergabe von Firmendaten, insbesondere bei firmenmäßigen Zeichnungen
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter, insbesondere wenn diese im Sekretariat oder mit Zahlungs- und Buchungsaufgaben betraut sind, über derzeit gängige Betrugsarten und damit im Zusammenhang stehenden Vorbereitungshandlungen (social engineering).
  • Zusendungen von Ihnen unbekannten Firmen und Personen sollten Sie besonders achtsam behandeln, im Zweifelsfalle raten wir diese sofort zu löschen.
  • Beachten Sie die Sicherheitshinweise und Tipps, für einen Sicheren Umgang mit dem Internet und Schutz vor IT-Kriminalität der Kriminalprävention: http://www.bmi.gv.at

Weitere Informationen und Checkliste C4

Bitte wählen Sie oben ein Bundesland aus, um Kontakte und Serviceangebote des Bundeslandes zu erhalten.