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SEPA - der einheitliche Zahlungsverkehr

Der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum SEPA kommt

Achtung!
Die Umstellung auf internationale Kontonummern (IBAN) und Bankleitzahlen (BIC) erfolgt nicht automatisch. Hier erfahren Sie, was jetzt zu tun ist.

Der Zahlungsverkehr wird europaweit vereinheitlicht. Ziel ist der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area, kurz SEPA).

Dort werden zukünftig keine Unterschiede mehr zwischen inländischen und grenzüberschreitenden Zahlungen gemacht. Der SEPA-Raum umfasst dabei derzeit alle 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und Monaco. Mit SEPA wird es künftig keine Rolle mehr spielen, in welchem Land des SEPA-Raumes der Überweiser und der Empfänger ihre Konten führen. Der Vorteil für Unternehmen und Private sind die schnelleren und günstigeren Transaktionen - und das europaweit.

Das ist neu: IBAN und BIC lösen bisherige Kontonummern und Bankleitzahlen ab

seit 1. August 2014 europaweit einheitliche Vorgaben für Überweisungen und Lastschriften

In diesem europäischen Zahlungsverkehrsraum dürfen Banken die Zahlungen ihrer Kunden - Überweisungen, Lastschriften - nur noch nach europaweit einheitlichen Vorgaben bearbeiten.

Das bedeutet für alle Geschäftsleute (aber auch für Vereine und Privatpersonen gleichermaßen):

Die bisher übliche Kennung zwischen Zahlendem und Empfänger, bestehend aus individueller Kontonummer und Bankleitzahl, verschwindet. Stattdessen müssen künftig eine internationale Kontonummer (International Bank Account Number, kurz IBAN) sowie die internationale Bankleitzahl (Bank Identifier Code, kurz BIC) verwendet werden. Seit 1. August 2014 werden im elektronischen Zahlungsverkehr in Europa nur mehr diese so genannten „SEPA-Formate“ IBAN und BIC akzeptiert.

Jeder Kontoinhaber ist von der Umstellung betroffen. Eine verspätete Umstellung zieht unter Umständen schwerwiegende Folgen nach sich.

Auf den meisten Bankkarten sind IBAN und BIC übrigens bereits auf der Rückseite aufgedruckt zu finden. Die internationale Kontonummer IBAN ist eine 20-stellige Nummer. Grundsätzlich muss man sich dafür meist nur 2 zusätzliche Zahlen merken. Denn der neue IBAN setzt sich aus einem Länderkürzel, zwei neuen Zahlen und aus den bisherigen Kontodaten zusammen wie folgt:

Die ersten beiden Zeichen sind das Länder-Kürzel, also AT für Österreich, dann folgen die 2 neuen Ziffern, die eine Prüfziffer darstellen, daran anschließend kommt die fünfstellige bisherige Bankleitzahl sowie zum Schluss die bisherige Kontonummer.

Hier ein Beispiel: AT 35 90008 03576982113

Die neue Prüfziffer hilft, Fehler bei der Zahleneingabe zu verhindern: Ein dahinter liegendes Prüfsystem erkennt nämlich, wenn die eingetippten Ziffern und Buchstaben nicht zusammenpassen. Das liegt auch im Interesse der Kunden.

Damit die Umstellung gelingt

Die Umstellung auf IBAN und BIC erfolgt nicht automatisch. Damit die Umstellung gelingt, sollten alle Unternehmen spätestens jetzt aktiv werden und die erforderlichen technischen und organisatorischen Anpassungen vornehmen:

  • Die IBAN ist bei der Beauftragung von Überweisungen und Lastschriften verpflichtend anzugeben. Interne Datenbanken und Buchhaltungssoftware-Systeme müssen dementsprechend angepasst werden. Die IBAN sowie der BIC (Bank Identifier Code; Internationale Bankkennung) sind auch auf Rechnungen verpflichtend anzugeben.
  • Bei beleghaften Überweisungen ist die Umstellung auf die Zahlungsanweisung erforderlich.
  • Lastschriften erfordern organisatorische Umstellungsmaßnahmen wie Anpassung der Rechnungslegungsprozesse (Prenotification, Rechnungsversand), Anpassung der Mandate bzw. Mandatsvordrucke (CreditorID, Mandatsnummer) sowie die Beachtung von Einreichfristen bei der Bank:

    Eine SEPA-Lastschrift kann innerhalb von acht Wochen nach Belastung beeinsprucht werden, d.h. die Kontobelastung wird rückgängig gemacht. Dies gilt, wenn die Lastschrift im Rahmen des „SEPA-Basis-Lastschriftverfahren“ (SEPA Direct Debit Core), das auch von Unternehmen  genutzt werden kann, durchgeführt wird.  Wird die Lastschrift im Rahmen des „SEPA-Firmenlastschriftverfahrens“ durchgeführt (SEPA Direct Debit Business-to-Business) besteht diese Möglichkeit nicht. Es ist daher empfehlenswert, als Zahler bei der Ermächtigung zur Lastschrift darauf zu achten, welches Lastschriftverfahren eingesetzt wird. Bei Vorliegen einer unautorisierten Lastschrift (d.h. einer unrechtmäßigen Kontobelastung für die Lastschrift wurde keine Ermächtigung erteilt) kann die Abbuchung bei beiden Lastschriftverfahren innerhalb von 13 Monaten beeinsprucht werden.  Zivilrechtliche Ansprüche (z.B. aus einem Vertrag zwischen dem Zahler und dem Zahlungsempfänger) werden durch diese Regelungen nicht berührt.

    Darüber hinaus sind technische Anpassungen wie die Kennzeichnung von Lastschriften und die Anwendung der technischen (Rück-)Meldungen bzw. Nachrichten vorzunehmen.
  • Ebenso ist die Umstellung des Formates bei der Beauftragung sowie beim Erhalt von Zahlungen (Kontoauszüge!) von bisher EDIFACT auf XML vorzunehmen.
 

Handlungsbedarf zur SEPA-Umstellung:

  • Umstellung gemeinsam mit der Hausbank planen
  • IBAN/BIC gemeinsam auf Rechnung und Briefpapier angeben
  • Buchhaltungsprogramme auf SEPA-Erfordernisse anpassen
  • Zahlungsanweisung (neuer Zahlschein) verwenden
  • Einzüge und Lastschriften auf SEPA-Lastschriften umstellen
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