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Beschäftigungsbonus fördert Lohnnebenkosten neuer Mitarbeiter

Einreichung seit 1.7.2017 möglich

Seit 1. Juli kann die neue Förderung der Lohnnebenkosten für zusätzliche Mitarbeiter beantragt werden.

Nachfolgend werden Eckpunkte der Förderung dargestellt. 

  • Es werden bis zu 50% der vom Dienstgeber zu tragenden Lohnnebenkosten von zusätzlichen Beschäftigungsverhältnissen für maximal 3 Jahre gefördert. 

  • Zusätzlich ist ein Arbeitsplatz dann, wenn der Beschäftigtenstand im Jahresvergleich um mindestens ein Vollzeitäquivalent (38,5 Stunden pro Woche) erhöht wird. Diese Mindestbeschäftigung kann auch durch zwei Teilzeitstellen erreicht werden. Für den Vergleich wird der Beschäftigungsstand vor Einstellung des ersten geförderten Mitarbeiters, sowie zum Ende der vier vorangegangenen Quartale herangezogen. Der höchste Wert ist der Referenzwert. Anhand des Referenzwertes wird die Zusätzlichkeit der Arbeitsverhältnisse gemessen.  

  • Zur Erfüllung der Zusätzlichkeit muss der Referenzwert am Abrechnungsstichtag (12 Monate nach Beginn des ersten als zusätzlich gemeldeten Dienstverhältnisses) überschritten werden. Beschäftigungsrückgänge müssen zwischenzeitlich aufgefüllt werden, bevor ein Arbeitsverhältnis zusätzlich und damit förderbar wird, ansonsten kommt es zu einer Aliquotierung oder bei Unterschreiten der geforderten zusätzlichen 38,5 Wochenstunden zu einer Streichung der Förderung.

  • Gefördert werden Arbeitsverhältnisse, die ab dem 1. Juli 2017 entstanden sind. Jeder neu eingestellte Mitarbeiter, für den die Förderung beantragt wird, ist der Förderstelle, der Austria Wirtschaftsservice (aws) binnen 30 Tagen nach Einstellung mitzuteilen.

  • Der Abrechnungsstichtag für die Beurteilung der Zusätzlichkeit bleibt gleich, auch wenn das zusätzliche Dienstverhältnis nur 4 Monate dauert.   

  • Verschiebungen von Beschäftigten im Konzern oder Aus- und Umgründungen von Unternehmen, um in den Genuss der Förderung zu kommen, sollen weitgehend eingeschränkt werden. Der Arbeitnehmer darf in den letzten 6 Monaten nicht im Konzernverbund in einem Arbeitsverhältnis oder als Leiharbeitnehmer tätig gewesen sein. Der Wirtschaftsprüfer/Steuerberaters muss diesbezügliche Bestätigungen ausstellen.  

  • Der zusätzlich beschäftigte Arbeitnehmer muss:
    • in den letzten 3 Monaten zumindest einmal beim AMS arbeitslos gemeldet gewesen sein und entweder österreichischer Staatsbürger, EWR-Bürger im Besitz einer EU-Anmeldebescheinigung oder Drittstaatsangehöriger mit geeigneten Aufenthaltstitel (etwa Rot-Weiß-Rot-Karte plus) sein oder

    • in den letzten 12 Monaten Abgänger einer gesetzlich geregelten mindestens 4 Monate dauernden Ausbildung einer österreichischen Bildungseinrichtung gewesen sein („Bildungsabgänger“) oder

    • in den letzten 12 Monaten in Österreich mindestens 4 Monate (voll- oder teilversichert (geringfügiges Dienstverhältnis reicht) erwerbstätig („Jobwechsler“) gewesen sein.

  • Das zusätzlich geschaffene förderfähige Arbeitsverhältnis muss ein Mindestbeschäftigungsausmaß von zumindest 38,5 Wochenstunden (entspricht Vollzeitäquivalent) umfassen und mindestens 4 Monate dauern. 

  • Zu den geförderten Lohnnebenkosten zählen:
    • Krankenversicherungsbeitrag
    • Unfallversicherungsbeitrag
    • Pensionsversicherungsbeitrag
    • Arbeitslosenversicherungsbeitrag
    • IESG-Zuschlag
    • Wohnbauförderungsbeitrag
    • Mitarbeitervorsorge (BMSVG)
    • Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds
    • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (Kammerumlage der Wirtschaftskammer)
    • Kommunalsteuer    
    Gefördert werden jene Lohnnebenkosten, die nach der Antragstellung über die Dauer von 3 Jahren nachweislich gezahlt werden. Obergrenze ist die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage. 
  • Abrechnungsstichtag und Auszahlung
    Innerhalb von 3 Monate nach Ende des ersten Abrechnungszeitraums (1 Jahr nach Beginn des ersten förderbaren Dienstverhältnisses) ist ein Sachbericht und ein zahlenmäßiger Nachweis der gezahlten Dienstgeberbeiträge vorzulegen. Die Korrektheit der Abrechnung ist von einem Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer zu bestätigen. Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach einer Überprüfung der Fördervoraussetzungen umgehend. 
    Diese Vorgangsweise wiederholt sich in den beiden Folgejahren.  
  • Ausschluss von Doppelförderungen: Eine Kombination mehrerer Förderungen (etwa AMS-Eingliederungsbeihilfe und Beschäftigungsbonus für dieselbe Person) ist ausgeschlossen. 

  • Die Förderung Beschäftigungsbonus ist beim Unternehmen steuerfrei. 
  • Der Antrag ist über den Fördermanager der Austria Wirtschaftsservice (aws) zu stellen und neben dem Betriebsinhaber/vertretungsbefugte Geschäftsführer auch vom Wirtschaftsprüfer/Steuerberater mit zu fertigen. Der Antrag kann ab 1.7.2017 gestellt werden, und setzt ein Mindestbeschäftigungsausmaß von 38,5 Wochenstunden des zusätzlichen Arbeitsverhältnisses oder der zusätzlichen Arbeitsverhältnisse voraus.
 

Die Fördervoraussetzungen sind im Detail sehr komplex ausgestaltet. Unter www.beschaeftigungsbonus.at finden Sie weitere Informationen inkl. Fragen und Antworten, die laufend aktualisiert werden.

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