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Inklusionsförderung und InklusionsförderungPlus

Wie Unternehmen diese Förderung für begünstigte Behinderte beantragen können

Im Rahmen des Inklusionspaketes für Menschen mit Behinderung können Unternehmen, die begünstigte Behinderte einstellen, beim Sozialministeriumsservice seit 1.3.2019 die Inklusionsförderung sowie die InklusionsförderungPlus beantragen. 

Eingliederungsbeihilfe als Voraussetzung 

Voraussetzung für die Gewährung der Inklusionsförderung sowie der InklusionsförderungPlus ist, dass zunächst das AMS für den betreffenden Mitarbeiter die AMS Eingliederungsbeihilfe gewährt bzw. gewährt hat, und das Ende der AMS-Eingliederungsbeihilfe in den Zeitraum ab 1.1.2019 fällt.  

Eine Eingliederungsbeihilfe des AMS kann Unternehmern für Personen gewährt, die zu Beginn des Dienstverhältnisses,

  • älter als 50 Jahre sind,
  • unter 25 Jahre, und seit mindestens 6 Monaten arbeitslos sind,
  • mindestens 25 Jahre alt, und seit mindestens 12 Monaten arbeitslos sind,
  • akut von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind, z. B. Wiedereinsteigerinnen oder Wiedereinsteiger, Bildungsabsolventin oder Bildungsabsolvent mit fehlender Berufspraxis.

Die Höhe und die Dauer der Eingliederungsbeihilfe sind von Fall zu Fall unterschiedlich,  und richten sich nach den arbeitsmarktpolitischen Erfordernissen.

Wer wird gefördert? 

Die Inklusionsförderung erhalten einstellungspflichtige Unternehmen, also Unternehmen mit 25 oder mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Österreich, wenn sie eine Person mit einer Begünstigteneigenschaft beschäftigen.

Die InklusionsförderungPlus erhalten nicht-einstellungspflichtige Unternehmen, also Unternehmen mit weniger als 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Österreich, wenn sie eine Person mit einer Begünstigteneigenschaft beschäftigen.

Es können sowohl befristete als auch unbefristete Dienstverhältnisse gefördert werden. Eine behinderungsbedingte Leistungseinschränkung der Dienstnehmerin oder des Dienstnehmers ist nicht nachzuweisen.

Lehrverhältnisse sind nicht förderbar. Für jeden begünstigt Behinderten in einem Lehrverhältnis erhalten Betriebe vom Sozialministeriumservice ohnedies eine Prämie aus Mitteln des Ausgleichstaxfonds. 

Ab wann kann der Antrag gestellt werden? Ab wann wird gefördert? 

Ein Antrag auf Inklusionsförderung bzw. auf InklusionsförderungPlus ist innerhalb von 12 Monaten nach dem Ende der AMS-Eingliederungsbeihilfe zu stellen. Die Antragstellung ist seit dem 1. März 2019 möglich.

Der Bezug einer Inklusionsförderung sowie einer InklusionsförderungPlus kann ab dem Auslaufen der AMS-Eingliederungsbeihilfe erfolgen, frühestens jedoch ab dem 7. Monat nach dem Beginn des Dienstverhältnisses.

Der Antrag sollte möglichst mit Auslaufen der AMS-Eingliederungsbeihilfe gestellt werden, damit die Inklusionsförderung bzw. die InklusionsförderungPlus direkt an die AMS-Eingliederungsbeihilfe anknüpfen kann.  Ist dies nicht möglich, kann die Förderung trotzdem rückwirkend ab dem Ende der AMS-Eingliederungsbeihilfe zuerkannt werden, frühestens allerdings jedoch ab dem 7. Monat des Dienstverhältnisses.

Dauer und Höhe der Förderung 

Die Inklusionsförderung sowie die InklusionsförderungPlus werden für die Dauer von 12 Monaten gewährt. Das Bruttogehalt muss über der Geringfügigkeitsgrenze liegen, damit eine Inklusionsförderung zuerkannt werden kann.

Die Höhe der Inklusionsförderung beträgt 30% des Bruttogehalts, ohne Sonderzahlungen. Die monatliche Obergrenze beträgt € 1.000,-. 

Die Höhe der InklusionsförderungPlus beträgt 30% des Bruttogehalts, ohne Sonderzahlungen und 25% Zuschlag zur Inklusionsförderung. Die monatliche Obergrenze beträgt demnach € 1.250,-. 

Beispiel: 

Das Bruttogehalt beträgt 2000 Euro.

  • Die Inklusionsförderung beträgt 600 Euro (30% von 2000 Euro).
  • Die InklusionsförderungPlus beträgt 750 Euro (30% von 2000 Euro + 25% von 600 Euro).

Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich halbjährlich ab der Förderungszusage.

Was passiert, wenn keine AMS-Eingliederungsbeihilfe gewährt wurde? 

Hat das AMS keine Eingliederungsbeihilfe gewährt, und liegen somit die Voraussetzungen für eine Inklusionsförderung oder eine InklusionsförderungPlus nicht vor, kann eine Entgeltbeihilfe ab dem 13. Monat nach Beginn des Dienstverhältnisses zuerkannt werden, in Ausnahmefällen auch davor, frühestens aber ab dem 7. Monat nach Beginn des Dienstverhältnisses.

Eine Entgeltbeihilfe kann vom Sozialministeriumservice auch im Anschluss an die Inklusionsförderung bzw. InklusionsförderungPlus  zuerkannt werden.

Voraussetzung für die Entgeltbeihilfe des Sozialministeriumsservice  ist allerdings, dass bei der Dienstnehmerin oder beim Dienstnehmer die begünstigte Behinderteneigenschaft vorliegt, sowie darüber hinaus eine behinderungsbedingte Leistungseinschränkung gegeben ist.