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Was erwartet uns voraussichtlich 2016?

Hervorzuheben sind:

Dienstzettel: Für Neueintritte ab dem 1.1.2016 muss im Dienstzettel oder Dienstvertrag der Grundlohn angeben werden. Ein Verweis auf den Kollektivvertrag reicht nicht.   

All-In-Verträge - zwingende Transparenz durch Angabe des Grundlohns:
Der Grundlohn für die Normalarbeitszeit muss im Dienstvertrag oder Dienstzettel ausgewiesen sein. Das kann auch der KV-Mindestlohn sein. Wird der Grundlohn nicht angegeben, gilt ein angemessener Ist-Grundlohn als vereinbart. Das ist jener Lohn, den ein AN üblicherweise entsprechend der Ausbildung und Berufserfahrung in einer bestimmten Branche in einer bestimmten Region verdient.

Beispiel: vereinbartes All-In-Entgelt 3.000 Euro pro Monat; KV-Mindestlohn 2.000 Euro; orts- und branchenüblicher Grundlohn 2.500 Euro. Derzeit sind Überstunden und Zulagen im Wert von 1.000 Euro mit dieser All-In-Vereinbarung abgedeckt. In einer künftigen Vereinbarung gilt das nur, wenn als Grundlohn ausdrücklich der KV-Mindestlohn angegeben ist, ansonsten wird der branchenübliche Grundlohn herangezogen, sodass nur noch Mehrleistungen im Wert von 500 Euro abgedeckt sind.

Konkurrenzklausel:
Für künftig vereinbarte Konkurrenzklauseln steigt diese Entgeltgrenze auf die 20-fache tägliche ASVG-Höchstbeitragsgrundlage (3.240 Euro Brutto/Monat für 2016). Die anteilige Sonderzahlung zählt nicht mit. Künftig darf die Konventionalstrafe maximal sechs Nettomonatsentgelte (ohne Sonderzahlungen) betragen.

Ausbildungskostenrückersatz:
Künftig kann für maximal 4 Jahre eine Rückzahlung vereinbart werden. Der Rückerstattungsbetrag ist zwingend nach Monaten zu aliquotieren. 

Aktive Reisezeiten:
Ab 2016 ist eine tägliche Arbeitszeit von bis zu 12 Stunden (derzeit 10 Stunden) möglich, wenn der AN während einer Dienstreise das Fahrzeug auf Anordnung selbst lenkt. Das gilt nicht für AN, deren Haupttätigkeit das Fahren ist, wie Berufskraftfahrer und Taxifahrer.
Passive Reisezeiten für Lehrlinge: Liegt auch eine passive Reisezeit (z.B. Mitfahren im Auto) vor, kann die Arbeitszeit von minderjährigen Lehrlingen ab 16 Jahren auf 10 Stunden ausgeweitet werden (bisher 9 Stunden).

Teilzeitbeschäftigte Information neue Stellenangebote:
Plant ein Arbeitgeber eine Stelle mit höherem Arbeitszeitausmaß auszuschreiben, so hat er die Stelle vorher seinen Teilzeitbeschäftigten anzubieten. Ein schwarzes Brett bzw. ein Intranet reichen.

Vereinfachung der Lohnverrechnung für Lehrbetriebe für neue Lehrverhältnisse ab 1.1.2016
: Künftig gelten einheitliche Sätze für die gesamte Lehrzeit. Der neue ermäßigte Krankenversicherungsbeitrag beträgt 3,35% . Der neue ermäßigte Arbeitslosenversicherungsbeitrag für Lehrlinge beträgt maximal 2,4%. 

Lohnnebenkosten:
Der Beitrag zum Insolvenzentgeltfonds sinkt zum 1.1.2016 um 0,1% auf 0,35%. Nach einem Verordnungsentwurf wird der Nachtschwerarbeits-Beitrag ab 1.1.2016 von 3,7 auf 3,4% reduziert.

Möglicher Entfall der täglichen Geringfügigkeitsgrenze im Jahr 2016
: Die Abschaffung der täglichen Geringfügigkeitsgrenze wurde per Gesetz mit 1.1.2017 fixiert. Ein früherer Entfall der täglichen Geringfügigkeitsgrenze könnte durch Verordnung vom Sozialminister erfolgen. 

Einheitlicher Dienstgeber- und Dienstnehmer-Beitragssatz in der Krankenversicherung für Arbeiter und Angestellte
: Ab 2016 wird sowohl bei Arbeitern als auch bei Angestellten der Arbeitgeber 3,78% und der Arbeitnehmer 3,87% der Beitragslast tragen.

Neue Teilpension wird eingeführt:
Die neue "Teilpension - erweiterte Altersteilzeit" bezweckt, dass Personen mit einem Anspruch auf Korridorpension nicht vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen. Die Teilpension kann nahtlos an eine kontinuierliche Altersteilzeit-Vereinbarung anschließen, nicht an eine Blockvereinbarung. Die gemeinsame Höchstdauer für Altersteilzeit und Teilpension sind fünf Jahre.