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Gewerbehöfe

Ein altes, aber auch heute interessantes Modell 

Gewerbehöfe sind eine Standortgemeinschaft. Sie umfasst eine gemeinsame Unterbringung mehrerer kleiner und mittlerer Produktionsbetriebe in einem Gebäude oder Gebäudekomplex mit zentraler Verwaltung.

Die Sicherung von als Betriebsflächen gewidmeten Arealen in innerstädtischen Lagen, aber auch am Stadtrand, ist zu Zeiten enormen Nachfragedrucks nach Wohnbauflächen mittel- bis langfristig von enormer Bedeutung für einen Wirtschaftsstandort.

Neben möglichen Modellen einer Wirtschaftsförderung sollten den Grundeigentümern und Investoren neben dem zurzeit attraktivsten Investment in Wohnbauten und Einzelhandelsimmobilien auch Modelle einer verdichteten gewerblichen Nutzung angeboten werden, die aus Investorensicht eine ebenfalls attraktive Rentabilität gewährleisten. 

Zur Erhaltung von Handwerk und Produktion im dichtverbauten Stadtgebiet mit stetig steigenden Grundpreisen ist der Gewerbehof ein altes, aber durchaus auch heute interessantes Modell. Er charakterisiert sich durch eine gemeinsame Unterbringung mehrerer kleiner und mittlerer Produktionsbetriebe in einem Gebäude oder Gebäudekomplex mit zentraler Verwaltung. Es wird eine Standortgemeinschaft von selbstständigen Unternehmen gebildet, die verschiedene Einrichtungen bzw. Infrastruktur (z.B. Lastenaufzüge, Müllentsorgung, WC-Anlagen, Kantine, Besprechungs- und Veranstaltungsräume etc.) gemeinsam nutzen können. Internationale wie auch heimische Beispiele von Gewerbehofkonzepten können als gut funktionierende Vorbilder gelten und zeigen den hohen Bedarf auf der Nachfrageseite. 

Vorteile von Gewerbehofmodellen

Die Förderung von Gewerbehofmodellen bringt folgende Vorteile mit sich: 

Argumente aus Sicht der Stadt als Wirtschaftsstandort

  • Unterstützung von Kleinbetrieben, Spinoffs, Startups und Gründern
  • Reduktion der Abwanderung ins Umland
  • Baulandsparend, da bessere Ausnutzung der knappen Grundstücksflächen (vor allem in gut erschlossenen Lagen) durch verdichtete Bauweise
  • Abschirmung von Gewerbegebieten gegenüber benachbarter Wohnnutzung
  • Gewerbeflächenrecycling (Wiedernutzung alter Fabrik- und Gewerbeanlagen) möglich
  • Erhaltung der Funktionsmischung von Wohnen und Arbeiten (Verminderung des Verkehrs, lebendige Stadtteile etc.)
  • Branchenmix bzw. Arbeitsplätze im Produktionsbereich werden erhalten und geschaffen, auch innerstädtisch
  • Nahversorgung der Bevölkerung mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen

Argumente aus Sicht der Betriebe

  • Flexibilität bei Flächen (Größe und Nutzungsdauer), ohne Standort wechseln zu müssen
  • Bedarfsgerecht, da Adaption der Flächen nach eigenen Bedürfnissen möglich (Anmietung als "Edelrohbau")
  • Risiken verringert durch weniger Investitions- und Kapitalaufwand (Grundausstattung bzw. Mietmodell)
  • Nebenkosten geringer, da Möglichkeit der Inanspruchnahme von vorhandener Grundausstattung und Basisleistungen sowie Nutzung gemeinschaftlicher Einrichtungen
  • Synergien nutzbar, da Möglichkeit der Zusammenarbeit der einzelnen Betriebe
  • Anrainerprobleme geringer aufgrund abgeschlossener Bauweise und da Betriebe gemeinsam bzw. mit mehr Gewicht auftreten können
  • Erreichbarkeit für Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden durch Lage im Stadtgebiet besser
  • Bekannter Standort, da an einer beworbenen Adresse (Marketing für die Immobilie)
  • Möglicher Ersatzstandort für sanierungsbedürftige Betriebsstandorte  

Argumente aus Sicht von Investoren

  • Rendite ist geringer, langfristig aber stabiler (ca. 4%)
  • Alternative zu Büroinvestitionen, insbesondere in „Nicht-Bürolagen“
  • auch in periphereren Lagen umsetzbar
  • Konkurrenz am Markt ist (noch) gering

Beispiele von Gewerbehofmodellen

MGH-Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH
MGH-Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH
Wirtschaftspark Breitensee (Wien)
Wirtschaftspark Breitensee (Wien)


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