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Letztwillige Verfügungen - FAQs

Antworten auf die wichtigsten Fragen

  1. Was ist eine letztwillige Verfügung?
  2. Wann ist eine letztwillige Verfügung erforderlich bzw. sinnvoll?
  3. Welche letztwilligen Verfügungen kann ich als Erblasser überhaupt treffen?
  4. Welche Testamentsformen gibt es grundsätzlich?
  5. Ist auch ein mündliches Testament gültig?
  6. Was ist eine Bezugsberechtigung in der Lebensversicherung? 
ACHTUNG: Mit dem Erbrechts-Änderungsgesetz 2015 wurde das Erb- und Pflichtteilsrecht in vielen Punkten neu geregelt. Die Änderungen gelten jedoch erst ab 01.01.2017. Im Folgenden wird die noch bis 31.12.2016 geltende Rechtslage dargestellt.

1. Was ist eine letztwillige Verfügung?

Der Erblasser kann zu Lebzeiten durch einseitige, jederzeit widerrufliche, idR formgebundene Erklärung bestimmen, an wen nach seinem Tod sein Vermögen fallen soll und damit die gesetzliche Erbfolge seinem Willen gemäß abändern. Testament und Kodizill sind die wichtigsten letztwilligen Verfügungen, ebenso gehören das Vermächtnis sowie (im weiteren Sinn) die Bezugsberechtigung in der Lebensversicherung dazu. 

2. Wann ist eine letztwillige Verfügung erforderlich bzw. sinnvoll?

Wenn die gesetzliche Erbfolge abgeändert werden soll (z.B. Lebensgefährte soll erben) oder eine bestimmte Vermögensaufteilung beabsichtigt ist (Kind A soll das Unternehmen, Kind B die Eigentumswohnung erhalten). 

3. Welche letztwilligen Verfügungen kann ich als Erblasser überhaupt treffen?

Der Erblasser kann insbesondere bestimmen, wer Erbe bzw. Vermächtnisnehmer sein soll, wer als Ersatzerbe oder als Nacherbe eingesetzt werden soll, dass bestimmte Auflagen, Bedingungen, Befristungen einzuhalten sind, ob jemand enterbt werden soll. 

4. Welche Testamentsformen gibt es grundsätzlich?

Alle Testamentsformen unterliegen strengen Formvorschriften. Man unterscheidet grundsätzlich: 

  • eigenhändiges Testament: eigenhändig geschrieben und unterschrieben;
  • fremdhändiges Testament: Text per PC oder von Dritten geschrieben, Unterschrift des Erblassers sowie dreier fähiger Zeugen als Testamentszeugen;
  • gemeinschaftliches Testament: nur zwischen Ehegatten oder Brautleuten, sonstige Formvorschriften sind einzuhalten;
  • notarielles und gerichtliches Testament: mündlich oder schriftlich unter Mitwirkung bestimmter Anzahl von Zeugen. 

5. Ist auch ein mündliches Testament gültig?

Ein notarielles und ein gerichtliches Testament können auch mündlich errichtet werden und wird darüber ein Protokoll unter Beiziehung bestimmter fähiger Zeugen angefertigt. Ansonsten kommt ein mündliches Testament nur als Nottestament infrage, sofern unmittelbare Gefahr besteht, dass der Erblasser stirbt oder seine Testierfähigkeit verliert unter Mitwirkung zweier fähiger Zeugen. Allerdings verliert das  Nottestament 3 Monate nach Wegfall der Gefahr seine Gültigkeit. 

6. Was ist eine Bezugsberechtigung in der Lebensversicherung? 

Sie ist auch eine letztwillige Verfügung im weiteren Sinn. Der Versicherungsnehmer kann in seinem Lebensversicherungsvertrag eine bezugsberechtigte Person bestimmen (idR widerruflich). Im Erbfall wird die Versicherungssumme vom Versicherer dem Begünstigten direkt ausbezahlt und fällt nicht in den Nachlass.

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