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Meta-Tags

Meta-Tags stehen (für den Nutzer am Bildschirm nicht sichtbar) in der Regel am Anfang eines HTML Dokumentes und zwar in dem der Internetseite zugrunde liegenden Quelltext.

Was sind Meta-Tags?

Meta-Tags stehen (für den Nutzer am Bildschirm nicht sichtbar) in der Regel am Anfang eines HTML Dokumentes und zwar in dem der Internetseite zugrunde liegenden Quelltext. Die Meta-Tags erfüllen eine wichtige Funktion; ua sind sie bedeutend für die Möglichkeit, dass Suchmaschinen die gewünschte Webseite finden und prominent (an möglichst vorderer Stelle) listen.

Wann sind Meta-Tags wettbewerbswidrig?

Bei der Auswahl der Begriffe, die in die Meta-Tags eingetragen werden, ist darauf zu achten, dass kein wettbewerbswidriges Verhalten gesetzt wird. Vorsicht ist insbesondere bei der Verwendung von fremden Marken und Unternehmenskennzeichen geboten. Ein Wettbewerbsverstoß kann in diesen Fällen darin liegen, dass der Verweis den Eindruck einer wirtschaftlichen und/oder gesellschaftsrechtlichen Verbindung, mit dem eigentlich Berechtigten vortäuscht. Unbeachtlich ist die Frage, ob der Betreiber der Website oder ein Dritter (zB Webdesigner) den unzulässigen Eintrag veranlasst hat, da der Inhaber der Website nach Kenntnis von dem unzulässigen Meta-Tag verpflichtet ist, den Verweis auf seiner Website zu verhindern. Ihn trifft auch eine Nachprüfpflicht, ob die Löschung der unzulässigen Meta-Tags wirklich erfolgt ist.

Wordstuffing: Andere Methode - selbes Ergebis

Dieselbe Situation besteht beim sog "Wordstuffing". Bei dieser Methode wird eine fremde Marke oder ein fremdes Unternehmenskennzeichen in derselben Farbe wie die des Seitenuntergrundes auf die eigene Website geschrieben. Durch diesen optischen Trick ist die fremde Marke bzw das fremde Unternehmenskennzeichen zwar für das menschliche Auge nicht sichtbar, sehr wohl aber für (ältere Generationen) von Suchmaschinen, die auf diese ebenfalls wettbewerbswidrige Methode "hereinfallen“.

Was sind die Konsequenzen von wettbewerbswidrigen Meta-Tags?

Werden von einem Unternehmen fremde Marken in den Meta-Tags aufgelistet, ist in jedem Einzelfall eine Interessenabwägung vorzunehmen, ob der sog „Spamdexer“ (das ist derjenige, der fremde Bezeichnungen in seinen Meta-Tags verwendet) ein berechtigtes Interesse am Gebrauch der Marke hat (wie zB der Gebrauchtfahrzeughändler, der Fahrzeuge einer Marke vertreibt ohne Vertragshändler zu sein).

Neben dem berechtigten Interesse des Spamdexers muss die Benutzung der Marke den anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel entsprechen, ansonsten ist die Verwendung eines Unternehmenskennzeichens auch in Metatags sittenwidrig im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) bzw bei einer Marke ein unzulässiger Markeneingriff im Sinne des Markenschutzgesetzes (MSchG). Das in seinen Rechten beeinträchtigte Unternehmen kann auf Unterlassung und bei Verschulden sogar auf Schadenersatz klagen.

Tipp: Wenn Sie in den Meta-Tags Begriffe verwenden, die nicht Worte der allgemeinen Sprache sind oder Marken an denen Sie kein entsprechendes Recht haben, sollten sie im Einzelfall eine genaue Prüfung auf mögliche Eingriffe in Rechte Dritter vornehmen. Näheres zur Markenrecherche (allerdings nur für in Österreich geschützte Marken) unter http://www.patentamt.at/. Beachten Sie, dass Marken auch (nur) in anderen Ländern geschützt sein können! Im WWW ist daher auf fremde Markenrechte international Rücksicht zu nehmen!
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