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Schwellenwerte - FAQs

Antworten auf die wichtigsten Fragen

  1. Ab welchem Schwellenwert muss EU-weit ausgeschrieben werden? 
  2. Was gilt für den Unterschwellenbereich?
  3. Was sind geistige Dienstleistungen?
  4. Wo werden öffentliche Ausschreibungen veröffentlicht?

1. Ab welchem Schwellenwert muss EU-weit ausgeschrieben werden?

Der maßgebliche Schwellenwert, ab dem eine EU-weite Bekanntmachung erfolgen muss (Oberschwellenwert), beträgt 

  • EUR 214.000 für Liefer- und Dienstleistungsaufträge (im Sektorenbereich EUR 428.000 und für zentrale Beschaffungsstellen EUR 139.000)
  • EUR 5.350.000 für Bauaufträge

Alle Betragsangaben verstehen sich ohne Umsatzsteuer.

2. Was gilt für den Unterschwellenbereich?

Im Unterschwellenbereich bestehen folgende Regelungen: 

Eine Direktvergabe ist möglich 

  • bei Liefer-, Bau- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 100.000 

Eine Direktvergabe mit vorheriger Bekanntmachung ist möglich

  • bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 130.000
  • bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 500.000 

Ein Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung ist möglich 

  • bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 100.000 und
  • bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 100.000 

Ein Verhandlungsverfahren mit vorherige Bekanntmachung ist möglich 

  • bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 214.000 und
  • bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 5.350.000

Es sind dabei mindestens 3 Angebote einzuholen und es sollten auch kleine und mittlere Unternehmer ausreichend berücksichtigt werden. Wenn Leistungen, insbesondere geistigen Dienstleistungen dergestalt sind, dass eine vertragliche Beschreibung des Leistungsgegenstandes im vorhinein in der Weise nicht eindeutig erfolgen kann, dass eine Vergabe im offenen oder nicht-offenen Verfahren möglich ist, muss sogar das Verhandlungsverfahren gewählt werden.

Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung mit nur 1 Unternehmer 

Auftraggeber können Aufträge über geistige Dienstleistungen in einem Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung mit nur 1 Unternehmer vergeben, sofern die Durchführung eines wirtschaftlichen Wettbewerbes auf Grund der Kosten des Beschaffungsvorganges für den Auftraggeber wirtschaftlich nicht vertretbar ist und

  • der geschätzte Auftragswert 50% des jeweiligen Schwellenwertes (Schwellenwert seit 1.1.2020: EUR 214.000 = EUR 107.000) nicht erreicht.

Ein nicht offenes Verfahren ohne öffentliche Bekanntmachung ist möglich 

  • bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 100.000 und
  • bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 1.000.000 

Ein nicht offenes Verfahren mit vorheriger Bekanntmachung ist möglich

  • Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 214.000 und
  • Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von EUR 5.350.000

Es sind dabei mindestens 3 Angebote einzuholen und die eingeladenen Unternehmer sind möglichst oft zu wechseln. Nach Möglichkeit sollten auch kleine und mittlere Unternehmen eingeladen werden.

3. Was sind geistige Dienstleistungen?

Geistige Dienstleistungen sind Leistungen, die nicht zwingend zum gleichen Ergebnis führen, weil ihr wesentlicher Inhalt in der Lösung einer Aufgabenstellung durch Erbringung geistiger Arbeit besteht. Für derartige Leistungen ist ihrer Art nach zwar eine Ziel- oder Aufgabenbeschreibung, nicht jedoch eine vorherige eindeutige und vollständige Beschreibung der Leistung (konstruktive Leistungsbeschreibung) möglich. 

4. Wo werden öffentliche Ausschreibungen veröffentlicht?

Öffentliche Auftraggeber sind gemäß §§ 50 ff BVergG verpflichtet, Ausschreibungen öffentlich bekannt zu machen.

Bisher hatten die nationalen Bekanntmachungen gemäß den (Publikationsmedien-) Verordnungen des Bundesministers für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz bzw der jeweiligen Landesregierungen zu erfolgen. Seit März 2019 hat sich dies grundlegend geändert und die Verpflichtung zur Verwendung der bisherigen Publikationsmedien ist entfallen.

Durch die geänderten Vorschriften wurden die bisher geltenden 10 unterschiedlichen Regelungen der neun Länder sowie dem Bund für die Bekanntmachungen in Österreich vereinheitlicht. Nunmehr müssen öffentliche Auftraggeber und Sektorenauftraggeber, im Vollziehungsbereich des Bundes als auch im Vollziehungsbereich der Länder, die Daten für die Bekanntmachungen auf data.gv.at bereitstellen.

Die auf data.gv.at bereitgestellten Metadaten der Kerndaten werden dann am Unternehmensserviceportal („USP“) veröffentlicht und können dort abgerufen werden. 

Aber auch das BM für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort bietet auf seiner Homepage interessante Hinweise zu folgenden Bereichen:

  • Ausschreibende und Bieter
  • Standardisierte Leistungsbeschreibungen
  • Baukostenveränderungen

Zahlreiche öffentliche Auftraggeber veröffentlichen ihre Ausschreibungen auch elektronisch wie z.B.

Stand: