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Hermes Verkehrs-Logistik. Ehrenpreis Entrepreneur

Zeichnet Persönlichkeiten in der Transport- und Verkehrswirtschaft für das Lebenswerk aus
Stand:

Prof. Dr. Peter Faller, Emeritus am Institut für Transportwirtschaft und Logistik der Wirtschaftsuniversität Wien.

Peter Faller wurde am 8.3.1932 in Altglashütten (Hochschwarzwald) geboren. Nach dem Studium der Be­triebswirtschaftslehre an der Uni­versität Mannheim war er zunächst 2 ½ Jahre für die Robert Bosch GmbH in Stuttgart tätig, ehe er an die Universität Mannheim zurückkehrte, wo er 1967 zum Dr. rer. pol. promovierte.

Mit seinem Lehrer, Prof. Dr. Karl Oettle ging er anschließend an die Universität München, an das Institut für Verkehrswirtschaft und öffentliche Wirtschaft und schloss dort 1972 seine Habilitation ab.

1973 wurde an die Hochschule für Welthandel in Wien (heute Wirtschaftsuniversität Wien) berufen und leitete dort bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2001 das Institut für Transportwirtschaft.

Peter Faller übernahm leitende Funktionen in der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft, der er von 1990 bis 2004 als Präsident und Wissenschaftlicher Leiter vorstand. In dieser Zeit führte er viele erfolgreiche Veranstaltungen durch. Die jedes Jahr in einem anderen Bundesland stattfindenden ÖVG-Jahrestagungen lagen im ebenso am Herzen wie die Internationalisierung, der er durch die Initiierung der Drei-Länder-Tagungen (Deutschland-Österreich-Schweiz) sowie durch umsichtige Vorbereitung der Plattform der europäischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaften wichtige Impulse geben konnte.

Er erkannte als einer der ersten die Bedeutung der Logistik und wirkte deswegen nicht nur in der ÖVG sondern auch maßgeblich in der österreichischen Bundesvereinigung Logistik, deren Vorstand er bis heute angehört, mit.

Peter Faller führte nicht nur innerhalb Österreichs zahlreiche wissenschaftliche Studien durch sondern war auch in Beratungs- und Projektbewertungs­tätigkeit für die EU-Kommission in Brüssel im Bereich ‘’Transport Research”, Schwerpunkt "Infrastrukturbewertung" sowie für die Europäische Verkehrsministerkonferenz tätig.

Am Beginn seiner Tätigkeit stand die interdisziplinäre Untersuchung ”Die Nebenbahnen in Österreich – ihre verkehrs- und raumwirtschaftliche Bedeutung”, bei der mittels Sensitivitätsanalysen eine Sortierung der Nebenbahnen in starke, entwicklungsfähige und eindeutig schwache Linien erreicht werden konnte.

Einer der Höhepunkte war die Koordination und Mitarbeit an der interdisziplinären „Machbarkeitsstudie SÜD-OST-SPANGE” (1992), die die technische, ökonomische und ökologische Realisierbarkeit einer neuen Hochleistungsstrecke von Wien über Eisenstadt, Graz und Klagenfurt bis zur italienischen Grenze zu ermitteln hatte.

Besonders intensiv war der Dialog mit ausländischen Verkehrsexperten bei der vom Institut für Transportwirtschaft 1986 bis 1990 durchgeführten ”Delphi-Studie: Die Zukunftschancen der Eisenbahn”. Von den 400 weltweit angeschriebenen Experten stellten sich 240 für die Delphi-Studie zur Verfügung. Im Zuge dieser vom Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank gesponserten Untersuchung konnten die bis dahin vorhandenen Einzelkontakte zu einem weltumspannenden Netzwerk aus Fachkontakten zu den Transport- und Logistikinstituten praktisch sämtlicher Länder ausgebaut werden.

Internationale Anerkennung fand auch seine Studie „Methodology for the Evaluation and the Choice of Investment in Transport Infrastructure“, die für die European Conference of Ministers of Transport 1990 durchgeführt wurde sowie seine Mitarbeit in einer vierköpfigen internationalen Task Force zwecks Erarbeitung eines Methodenvorschlages für Guidelines der EU in Sachen Infrastrukturprojektbewertung (im Auftrag der EU-Kommission, Generaldirektion Verkehr, gemeinsam mit den Experten Pearman, Tsamboulas und Bentzen, abgeschlossen 1995).

Sein Engagement in der Lehre galt natürlich vor allem der speziellen Betriebswirtschaftlehre „Transportwirtschaft“. Zahlreiche Studentinnen und Studenten erwarben bei ihm das nötige Rüstzeug  für Führungspositionen im Bereich der Transportwirtschaft, der Industrie, der Ministerien oder der staatlichen Verwaltungen. Peter Faller war einer der ersten Professoren, die die Bedeutung der Logistik erkannten. Folgerichtig führte er die Logistik frühzeitig in das Lehrprogramm der speziellen Betriebswirtschaftslehre „Transportwirtschaft“ ein und sorgte dafür, dass die Institutsbezeichnung von „Institut für Transportwirtschaft“ in „Institut für Transportwirtschaft und Logistik“ umbenannt wurde.

Neben dem Engagement für die Ausbildung in Bereich der Transportwirtschaft kümmerte er sich intensiv um die Ausbildung in der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre. Neben der Überzeugung, dass diese das notwendige Fundament für die Studentinnen und Studenten liefert, tat er es wohl auch aus Pflichterfüllung, sehend dass andere, die zwar extra hierfür berufen worden waren, sich eher um Ihre Spezialgebiete kümmerten. Pflichtbewusst, wie wir ihn kennen, sah er es gar nicht gerne, dass das Angebot an der Wirtschaftsuniversität Wien in der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre zu verkümmern drohte. So bot er bis zu seiner Emeritierung nicht nur die Pflichtveranstaltungen des ersten Studienabschnitts „Beschaffung, Lagerung, Produktion“ an, sondern auch für den zweiten Studienabschnitt Seminare und Diplomprüfung im Bereich der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre.

Den aktuellen Anforderungen entsprechend hat der Kunstliebhaber und Pianist Peter Faller während der letzten Jahre auch den Bereich der Lehre verstärkt internationalisiert. Im Vordergrund stand dabei die Intensivierung der Kontakte zu den Logistikinstituten der ausländischen CEMS-Partneruniversitäten (Köln, Rotterdam, HEC Paris, ESADE Barcelona, Louvain-la-Neuve, St. Gallen, BOCCONI Mailand, Kopenhagen, Stockholm, NHH Bergen, London School of Economics).

Den internationalen Aktivitäten ist Peter Faller bis heute treu geblieben. Er leitet das Gremium, das in Österreich für die ELA-Zertifizierung (European Logistics Association) zuständig ist und sorgt dafür, dass die österreichischen Interessen auf europäischer Ebene vertreten werden und dass im Bereich der österreichischen Logistikweiterbildung ein hohes Niveau erreicht wird.

Gewinnerfoto
Von links nach rechts: Prof. Dr. Peter Faller, Bundesminister Alois Stöger, Ing. Mag. Alexander Klacska
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