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„Es beginnt mit der Einstellung zu Unterschiedlichkeiten“

Interview mit Mag.Sandra Micko, Leiterin des Bereichs Human Ressource von Microsoft Österreich

Sie haben erst vor Kurzem die Leitung des HR-Bereichs von Microsoft Österreich übernommen. Was sind die wichtigsten Themen für die heutige bzw. zukünftige Arbeitswelt? 

Micko: Flexibilität, und das ist auch ein Schwerpunktthema für Microsoft Österreich. Unsere MitarbeiterInnen sollen arbeiten, wo und wann sie wollen. Sie bekommen Ziele und haben die größtmögliche Freiheit, wie sie diese erreichen. Dazu bieten wir Ihnen die entsprechenden Rahmenbedingungen, wie flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice  sowie die Technologie, die sie brauchen.

Lässt sich Flexibilität so einfach verordnen?

Micko: Natürlich bringt dies auch Herausforderungen mit sich. Für die Mitarbeitenden, die verstärkt Eigenverantwortung übernehmen müssen und andererseits für die Führung, die auf Vertrauen aufbaut. Bei einer virtuellen Führung sieht man nicht, was die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter tut. Darüber hinaus gewinnt das Thema Work/Life-Balance immer mehr an Bedeutung.

Welchen Beitrag leistet hier Diversity&Inclusion (D&I)? 

Micko: Unterschiedlichkeit ist der Ansatzpunkt – und der bedeutet auch Individualität. Je höherwertiger Unterschiedlichkeit gesehen wird umso leichter kann in einer neuen und flexibleren Arbeitswelt gelebt werden. Das ist auch ist eine Einstellungssache. Wichtig ist es uns zu vermitteln, dass Microsoft individuelle Unterschiedlichkeiten wertschätzt. Hier setzen wir mit unseren Diversity&Inclusion-Programm an.

Microsoft hat ein umfassendes D&I-Programm, wird dennoch aktuell auf spezielle Dimensionen fokussiert? 

Micko: Ja, derzeit fokussieren wird auf den Schwerpunkt Gender und Alter, wo es auch viele Initiativen gibt. 

Welche davon sind erfolgreich?

Micko: Eines der erfolgreichsten Initiativen ist der "Diversity Council“, der sich quartalsweise trifft. Er setzt sich aus ca. 10 – 12 MitarbeiterInnen aus den unterschiedlichsten Hierarchieebenen und Bereichen zusammen. Bei den Treffen werden D&I Themen und Fälle besprochen und entsprechende Maßnahmen entwickelt bzw. vorgeschlagen. Ein Fallbeispiel betraf den Bereich Gender. Was mache ich als Frau, wenn ich in ein Kundenmeeting komme, wo frauenfeindliche Witze gemacht werden? Wie gehe ich damit um, an wem eskaliere ich?  Hier wurden entsprechende Handlungsoptionen ausgearbeitet. 

Was versteckt sich hinter dem Programm "Papa-Wochen“? 

Micko: Microsoft schätzt Familie als Wert. Daraus sind auch die "Papa-Wochen“ entstanden. Wir wollen Vätern die Angst nehmen, in Karenz zu gehen und fördern dies. Jeder Vater bekommt 2 Wochen Sonderurlaub in der Phase des Mutterschutzes, um die Familie aktiv unterstützen zu können. In letzten 1 ½ Jahren haben bereits 35 Mitarbeiter das Angebot in Anspruch genommen, egal auf welcher Führungsebene. Mit dieser Initiative sind wir Pionier in Österreich. 

Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen D&I und Innovation? 

Micko: Absolut! Denn Unterschiedlichkeit führt zu Kreativität, zu anders denken und so zu mehr Innovation. 

Ein Tipp für Unternehmen, die mit D&I beginnen, z.B. was ist ein Erfolgsfaktor oder was kann D&I nicht. 

Es beginnt bei der Einstellung zu Unterschiedlichkeiten. Hier sollte Veränderung ansetzen. Wir haben vor ca. 7 Jahren mit Diskussionsrunden begonnen um für das Thema Diversity zu sensibilisieren. Was heißt Erfolg bei Microsoft für mich als Frau, als Mann, als Führungskraft, als 50+ usw. Das hat zuerst für einige Irritationen gesorgt, aber letztlich viel bewegt. Und es war auch wichtig zu vermitteln, welches große Potential in der Vielfalt liegt.  

Vielen Dank für das Gespräch.