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„Wir sehen Diversity als Bereicherung und Chance für alle Beteiligten.“

Interview mit Mag. Andreas Hahn, Diversity Manager der UniCredit Bank Austria
Stand:

Die UniCredit Bank Austria blickt auf eine lange Tradition im Bereich Diversity Management zurück. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? 

Portrait Mag. Andreas Hahn
Hahn: Wir haben bereits in den 90er Jahren mit den ersten Aktivitäten in die Richtung eines betrieblichen Diversity Managements begonnen, wenn diese damals auch noch nicht so benannt wurden. Das waren variable Arbeitszeiten und Arbeitsplätze, die Öffnung von Betriebskindergärten usw.  Wesentliche Entwicklungsfaktoren waren das Engagement von einigen MitarbeiterInnen, denen das Thema ein wichtiges  Anliegen war und die Fusion mit unserer Mutter UniCredit im Jahr 2005. Als Zeichen einer gemeinsamen interkulturellen Kultur wurde in der gesamten UniCredit eine Integrity Charter erarbeitet. Diese definiert die gemeinsamen Werte unserer Gruppe, wie Fairness, Transparenz, Respekt und Gegenseitigkeit.

 

Wer ist für das Thema Diversity zuständig? 

Hahn: Heute haben wir ein Team, welches sich um die unterschiedlichen Aktivitäten der Bank kümmert. Zudem sind wir in der glücklichen Lage, dass wir mit Willi Cernko einen CEO haben, der hinter dem Schwerpunkt Diversity steht.  Alleine in seinem Bereich beschäftigen sich  6-7 Personen in einer Linienfunktion mit dem Thema.   

Sie wurden für Ihre Diversity-Aktivitäten bereits mehrmals ausgezeichnet, wie z.B. 2011 mit dem DiversCity Preis der WKW. Hat sich dadurch etwas verändert? 

Hahn: Über Preise freut man sich natürlich. Es ist der Beweis, etwas Richtiges getan zu haben und dass dies auch in der Öffentlichkeit angekommen ist. Zudem sind sie ein Motivator nach innen. Aber sie sind nicht alles. Wir betreiben Diversity Management nicht um Pokale in der Vitrine auszustellen, sondern weil wir einen Kulturwandel herbeiführen wollen. 

Welche Bedeutung haben die Diversity-Aktivitäten der Bank Austria auf die UniCredit-Gruppe? 

Hahn: Die UniCredit-Gruppe ist ein Paradebeispiel, da hier unterschiedlichen Kulturen vertreten und zusammengewachsen sind. Wir sehen Diversity als Bereicherung und Chance für alle Beteiligten, sowohl auf der sozialen als auch auf der fachlichen Ebene. Es gibt einen ständigen Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern, d.h. welche Aktivitäten laufen gut, welche weniger gut. Als Bank Austria durften wir vor allem mit dem Disability-Ansatz eine Vorreiterrolle einnehmen. Unsere zwei Disability-Manager waren auch schon in den diversesten Ländern unterwegs, um unsere Aktivitäten vorzustellen. 

Wie ist das Thema Diversity in der Gruppe organisiert?  

Hahn: Es gibt einen Group Diversity Manager, der für das Thema in der ganzen Gruppe zuständig ist sowie Diversity Manager in den einzelnen Ländern. Ein Schwerpunkt, welcher von der Gruppe derzeit forciert und ausgerollt wird, ist das Gender Balance Programm. Dazu gibt es voraussichtlich im Juni ein Meeting in Wien, bei dem sich Diversity Manager aus der ganzen Gruppe treffen und austauschen werden.  

Wo sehen Sie die Schnittselle von CSR und Diversity? 

Hahn: Diversity ist ein Teil unseres Nachhaltigkeitsprogramms, das sich ausgewogen an den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit orientiert.  Bei Diversity unterscheiden wir zwischen Aktivitäten in Richtung der MitarbeiterInnen und KundInnen.   

Welche Trends sehen sie im Bereich Diversity? 

Hahn: Wir sehen zwei große Herausforderungen. Einerseits die allgemeine demografische Entwicklung und anderseits die Work/Life-Balance. Letztere sehen wir als Überschrift für viele andere Themen und mittlerweile als Voraussetzung für junge Menschen, um einen Job anzunehmen.  Karriere ja, aber nicht um jeden Preis. Es braucht ein Gleichgewicht zwischen beruflicher Weiterentwicklung und Themen wie Familie, Gesundheit usw. Hierfür müssen wir entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, wie z.B. Gesundheitsprogramme und ein neues Arbeiten.   

Vielen Dank für das Gespräch.