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Charta Business-Breakfast - ganz im Zeichen der Frauen

Nachbericht zur Veranstaltung am 15.5.2019

Am 15.5.2019 fand das zweite „Charta der Vielfalt - Business Breakfast“ beim Unterzeichnerunternehmen „Accenture GmbH“ statt. Beim Eintreffen bot sich den TeilnehmerInnen ein modernes, innovatives und kreatives Arbeitsumfeld ganz im positiven Kontrast zum traditionellen Börse-Gebäude in dem das Unternehmen ansässig ist. Dreizehn UnterzeichnerInnen folgten der Einladung und trugen so zu interessanten Diskussionen und Statements bei. Das Thema dieses bereits zum zweiten Mal gemeinsam organisierten Business-Frühstücks: "Förderung von Frauen in Berufen mit MINT Hintergrund".

Diversity-Management ist für die Accenture GmbH ein wichtiges Thema sodass verschiedenste Diversity-Agenden nicht nur in der DACH-Region, sondern auch global von allen Niederlassungen verfolgt werden. Der Fokus der Initiativen liegt hier, zwar nicht nur, aber dafür stark in der Diversity-Dimension Gender. Das Unternehmen zählt global 459.000 MitarbeiterInnen, mit vielen individuellen Geschichten, die alle Diversity Dimensionen vereinen. Damit ist Diversity-Management für die Accenture GmbH auch ein wesentliches Sozialisierungsthema. Es geht um die bewusste Zusammenarbeit in diversen Teams selbst, den Mindset und die Sichtbarkeit von mehr Vielfalt, die ganzheitlich zur Steigerung der Motivation, Kreativität und Innovation führen.

Bettina Türk, Leiterin des Finanz- und Risikomanagements und Diversity Lead für Österreich und Michaela Jungwirth, Managerin für Applied Intelligence gaben interessante Einblicke in das Unternehmen und seine umfangreichen Diversity-Aktivitäten. Susanne Metz, begrüßte ebenfalls im Namen der Wirtschaftskammer Wien und betonte dabei, dass Diversity seit 2009 ein Thema für die Wirtschaftskammer Wien ist. Auch nach strukturellen Veränderungen liegt der Fokus nach wie vor auf der Initiative „Charta der Vielfalt“, die alle sechs Diversity-Dimensionen abdeckt. 

Nach ihrem Studium verschlug es Bettina Türk in eine Großbank in den Bereich Risikomanagement. In Meetings war sie oft die einzige Frau, wobei „ein Anteil von 10% Frauen von insgesamt 60 Personen war schon viel.“ Ganz anders bei der Accenture GmbH, hier liegt der Frauenanteil weltweit bei 42% und bei „New Hires“ bei 47%, in Österreich beträgt der Frauenanteil 34,71%. Das angestrebte Ziel ist es, bis 2025 eine ausgewogene Zusammensetzung der Belegschaft von 50% zu 50% Frauen und Männern zu erreichen. Zu den umfangreichen Maßnahmen zählt unter anderem ein Management –Programm, das ein Umfeld schafft, in dem Männer und Frauen sich gemeinsam einbringen und verändern können. Diversity und Work-Life-Balance gilt für beide, daher wird das Arbeits-Teilzeitmodell immer und für alle gleichermaßen unterstützt. 

Mädchen für MINT-FÄCHER begeistern

Als Landesgeschäftsführerin von Frau in der Wirtschaft weiß Susanne Metz wie schwer es ist, Frauen für MINT Berufe zu finden. „Junge Mädchen streben nach wie vor Berufe wie Friseurin, Bürokauffrau oder Kosmetikerin an. Absolventen in Technik-Fächern sind gefragt wie nie! Der Mindset sollte hier geöffnet werden und jungen Mädchen auch die Vielfalt der späteren Jobmöglichkeiten aufgezeigt werden.“ Bei der Ausbildung anzusetzen bzw. klassisch männerdominierte Berufszweige für Frauen attraktiver zu gestalten wäre der richtige Weg, aber auch Vorbilder sichtbar zu machen wäre wichtig.

Michaela Jungwirth erlebte im Rahmen ihrer Ausbildung auf einer etablierten HTL für Betriebsinformatik und an der TU Wien eben diesen Mangel an Frauen. Frauen „stapeln oft tiefer als Männer, sehen ihre Tech-Skills im niedrigen bis mittleren Bereich“. Es brauche „ein ausgeglichenes Team, da Frauen bei technischen Fragen oft einen ganz anderen Blickwinkel mitbringen und das sorgt für ein gutes Zusammenspiel. Denn nur wenn das Unternehmen Diversity lebt, entfalten MitarbeiterInnen ihr volles Potenzial  in ihren Projekten“.

Die Accenture GmbH hat schon einige Initiativen geschaffen. Es bestehe „immer noch ein großer Gap und Aufholbedarf, obwohl IT Unternehmen breite Jobprofile haben.“ Im Zeitalter der Digitalisierung kommt gerade dem IT-Bereich und einem sich stetig weiterentwickelnden IT-Verständnis eine immer größere Bedeutung zu. In einer solch schnelllebigen und rasant wachsenden kreativ-innovativen Branche sind proaktive und vielfältige Initiativen unumgänglich. Für die Accenture GmbH sind diese fest in der Unternehmenskultur verankert: 

  • Top Management Agenda: Support und Unterstützung seitens des Top-Managements ist wichtig. In lokalen und globalen Leadership-Meetings wird diskutiert wie man die Diversity-Ziele wirklich erreichen kann und nicht nur plakativ damit wirbt. Es wird Zeit und Geld investiert, sodass in sehr diversen Gruppen Ideen entstehen und Programme gestartet werden können.
  • Corporate Culture Trainings zu Core Values: Auf Diversity und Balance wird verpflichtend Wert gelegt. Diese Trainings sind interaktiv gestaltet und werden jährlich mit neuen Blickwinkeln und Updates weiterentwickelt.
  • Bring your child to work: Kreative Workshops für Töchter und Söhne
  • Future Camp: Raum, der für gemeinsame innovative Workshops mit KundInnen oder Initiativen wie die Töchtertage und Diversity-Veranstaltungen genutzt wird.
  • Interne und externe Vernetzungsevents um den Austausch zu pflegen
  • Female Mentoring Programm: nach außen und innen:  Frauen, Studierende, die technische Berufe anstreben. Ein Jahr lang herrscht ein direkter Austausch zwischen MentorInnen und Mentees. Es werden Schwerpunkte gesetzt und einmal im Monat findet ein Austausch statt. Es gibt auch männliche Mentoren.
  • Internes Mentoring Programm: Einblicke in andere Bereiche. Auch Männer engagieren sich als Mentoren stark für Diversity-Themen. Das Individuum steht dabei immer im Mittelpunkt.
  • Flexible Arbeitszeiten für alle MitarbeiterInnen
  • LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) Initiativen: Chancengleichheit für alle MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen

Bilder vom Event