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Vom unterschiedlichen Umgang mit Unterschieden: Gender- & Diversitymanagement in der Praxis

Unternehmenskultur ist eine entscheidende Größe, um Vielfalt im Unternehmen und Karrieremöglichkeiten für Frauen zu fördern
Stand:

Medial erscheint das Thema Gleichstellung und Vielfalt in Unternehmen bereits überpräsent. Die Diskussion um die Quote für Aufsichtsräte oder Transparentmachung von Einstellungsgehältern in Stellenanzeigen haben die öffentliche Wahrnehmung 2010 weiter geschärft. Was auch dringend nötig ist – denn in der außermedialen Realität haben sich bestehende Ungleichheiten weiter vertieft – wie u.A. das neueste WU Career Panel belegt:

Die Gehaltsschere unter ident ausgebildeten und ident karrierewilligen WU-AbsolventInnen ging in der letzten Dekade noch weiter auseinander. Was der Wirtschaft eindeutig schadet – denn zahlreiche Studien belegen, dass jene Unternehmen, die mehr Vielfalt zulassen und mit eigenen Maßnahmen fördern, auch erfolgreicher wirtschaften.

  • Welche individuellen Faktoren und welche Rahmenbedingungen tragen zu mehr oder
  • weniger Vielfalt bei?
  • Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur dabei?
  • Und: Wie kann ein Unternehmen diese günstig beeinflussen, um mehr Vielfalt und Gleichstellung zu fördern?

Diese Fragen erörterte eine Runde, bestehend aus Drin Heike Mensi-Klarbach, WU Wien, Maria Schönauer, Xerox Europe und Mag. Christian Havranek, Deloitte unter der Moderation von Susanne Schwanzer, Initiative Unternehmenskultur.

Beide UnternehmensvertreterInnen haben umfassende Programme wie auch maßgeschneiderte Maßnahmen in Eigeninitiative umgesetzt und plädieren dafür. So setzte Xerox viel daran, Frauen gezielt für höhere Positionen, vor Allem jedoch für den Salesbereich zu gewinnen. Und setzte sich dabei auch mit vielen herrschenden Mythen auseinander.

Deloitte bietet unter dem Schlagwort customized career individuell maßgeschneiderte Karrierepfade inklusive Familienphasen an, bei der die Beschäftigten durch abgestimmte modulare Fortbildung auch bei reduzierter Tätigkeit ihr Wissen erhalten und ausbauen können.

Erich Cibulka, Sprecher des Arbeitskreises Initiative Unternehmenskultur, spannte eingangs einen Bogen von aktuellen Politik- und Vertrauenskrisen zur Frage nach dem Umgang mit Minderheiten. Die Veranstaltung selbst vermied es, einzelne Gruppen nacheinander in ihren Benachteiligungen zu beleuchten. Die Diskussion fokussierte vielmehr die Mechanismen, die für Ein- und Ausschluss von Gruppen sorgen, die nicht dem männlichen Mainstream angehören.

Studie des WU carreer paneel 2011

Um zu illustrieren, dass Gender- und Diversitymanagement mehr denn je gebraucht wird, griff Moderatorin Susanne Schwanzer zu Beginn die aktuellen Studienergebnisse des WU
career panel 2011
auf:

WU-AbsolventInnen, die 2000 ihr Studium abschlossen, wurden 10 Jahre lang in ihrer Karriere- und Einkommensentwicklung verfolgt, sowie zu ihren Einstellungen und getroffenen Entscheidungen befragt. Hervorstechendstes Ergebnis der Rohdatenauswertung:

Der schon in der Dekade davor signifikante Zusammenhang zwischen Geschlecht und Einkommen hat sich noch um ein Drittel verstärkt.*1)

 

Den gesamten Rückblick finden Sie im Downloadbereich.

 


*1) Schon 1990 bis 2000 wurden Frauen und Männer mit derselben Studienausbildung, Abschlussnote und Berufs-/Vorerfahrungen, vergleichbaren Persönlichkeitsmerkmalen und vergleichbaren sozialen Situationen in ihrer Einkommens- und Karriereentwicklung beforscht. Die Männer dieser statistischen Zwillingspaare verdienten nach 10 Karrierejahren ca. ein Jahresgehalt mehr als ihre ehemaligen Studienkolleginnen.