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Der Fitness-Markt in Österreich

Zahlen zu Fitness in rot-weiß-rot
Stand:

Etwa 1.045 Fitness-Studios gibt es in Österreich, rund die Hälfte davon allein in Wien und Niederösterreich (Wien: 193, NÖ: 210). Der Gesamtumsatz heimischer Fitnesscenter belief sich im Jahr 2015 auf rund 440 Millionen Euro, wie eine Analyse von DELOITTE belegt. Die Zahl der eingeschriebenen Mitglieder in Fitness-Studios stieg auf 740.000. Das sind etwa 8,6 Prozent der Bevölkerung. Die Österreicher haben damit im europäischen Vergleich noch immer „Trainings-Rückstand“, sagt KommR. Gerhard Span, der als Obmann des WKÖ-Fachverbandes Freizeit- & Sportbetriebe für die gesamte Fitnessbranche spricht. Allein in den letzten 5 Jahren wuchs die Zahl der rot-weiß-roten Fitness-Mitglieder jedoch um knapp 100.000.“ Der durchschnittliche Monatspreis bei den Mitgliedschaften ist in Österreich in den letzten 2 Jahren um 15% gesunken und beträgt momentan ca. 50 Euro.

Interessant ist, dass sich der Fitness-Wachstumstrend in Österreich auch auf die Anzahl der Studio-Standorte auswirkt. Dieser steigerte sich im heurigen Jahr um 6,7% (2015: 4,1%; 2014: 6,7%). Träger dieses Wachstums sind ganz klar die Diskontanbieter wie Fitinn, die mit Niedrigst-Flat-Fees die Werbekeule schwingen. Meist sind es stark reduzierte Services, die ihre billigen Grundgebühren erst möglich machen. Das hat zur Folge, dass trotz der steigenden Mitgliederanzahlen der Gesamtumsatz der Branche stagniert. Und: Der Umsatz pro Fitness-Gast schrumpfte zum fünften Mal in Folge, denn in den Hallen der Low-Budget-Clubs gibt er keinen Cent mehr aus, als die Werbeangebote verlangen. Die Leidtragenden: die klassischen mittelpreisigen Multifunktionsstudios. Sie mussten ihre Erlöse im vergangenen Jahr um etwa 3,2 schrumpfen sehen – der Umsatz pro Mitglied ging in ihren Büchern sogar um mehr als fünf Prozent zurück.

„Wir erleben schon seit einiger Zeit einen harten Verdrängungswettbewerb. Aktuell zeigt sich ein ganz klarer Trend hin zur Spezialisierung des Angebots am Fitnessmarkt“, analysiert Branchensprecher Gerhard Span, der als Prokurist der Manhattan Fitnessanlagen täglich am Puls des Marktgeschehens ist.

„Qualifying“ für den Fitness-Job

Diese Entwicklung stellt auch immer höhere Ansprüche an die Dienstleistungsqualität der Mitarbeiter in den Studios. Die Branche arbeitet daher an einer Ausweitung des qualifizierten Fitness-Jobprofils. Ohne scharfes Leistungsprofil wird ein Fitnessanbieter vom Kunden gar nicht mehr wahrgenommen. Im wesentlichen gruppieren sich die Studios heute um drei ganz klar abgegrenzte Marktpositionen, sagt Span: „Das sogenannte All-In-Konzept (6%), das wir etwa auch bei Manhattan Fitness verfolgen, bietet den Gästen großflächige Multifunktionsstudios, in denen von Fitnesstraining – egal, ob allein, in der Gruppe oder mit Personal-Trainer – über medizinische und therapeutische Beratung bis hin zu Wellness-Angeboten alles zu finden ist.“ Diese Anbieter sind im Premium-Segment angesiedelt und legen sehr viel Wert auf Beratungsqualität, die individuelle Trainingsprogramme ermöglicht.

Premium- und Diskont-Markt profitieren in Österreich

Demgegenüber finden sich die Fitness-Diskont-Anbieter (18%), die in Österreich ebenfalls sehr stark boomen. „Dort erwartet die Gäste ein standardisiertes Trainings-Angebot zu einem monatlichen Flat-Fee-Beitrag, der zum Teil sogar schon unter 20,- EUR angeboten wird“, so Span.
müssen dafür gesondert bezahlt werden. Bei manchen Anbietern wird auch das Duschen nach dem Sport extra verrechnet.

Schließlich – und das sei der jüngste Trend – wendet sich eine stark wachsende Gruppe von Fitness-Studio-Betreibern ganz speziellen Kundengruppen zu (31%). Am begehrtesten sind zur Zeit die Frauen, aber auch Senioren, die mit hoch spezialisiertem Marketing umworben werden.
Diese Bewegung sei natürlich nicht ausschließlich auf erfolgreiche Werbung zurückzuführen, sondern entspräche vielmehr einem gesellschaftlichen Trend. Noch Anfang der 90er Jahre war die Fitness-Branche ein männlich dominiertes Feld, speziell Krafttraining für Frauen war verpönt, erinnert sich Gerhard Span: „Heute ist in der Bevölkerung bereits viel stärker verankert, dass ein gekräftigter Bewegungs- & Stützapparat im Alltag vieles erleichtert. Von rund 7.100 Mitgliedern bei Manhattan Fitness etwa sind heute 50 Prozent Frauen. Um den künstlich angeschwollenen Bizeps geht’s da längst nicht mehr!“

Gute Wachstumsaussichten bei Frauen und Älteren

Frauen gelten – vor allem im Alter – auch als die stärkeren Motivatoren, wenn’s um den Besuch eines Fitness-Studios geht. „Für Frauen hat der Besuch einer Fitness-Einrichtung auch eine soziale Komponente. Sie nehmen ihre Partner mit.“ Dabei ist es häufig sogar von Vorteil, wenn diese in ihrem Leben zuvor wenig bis keinen Sport gemacht haben, sagt Gerhard Span. Bei ihnen ist die Bereitschaft ausgeprägter, einmal etwas Neues zu wagen, als beim klassischen Hobby-Tennisspieler oder Schiläufer, der sich in seinem Sport bereits zu Hause fühlt.

Das Potenzial, „Neugierige“ zur Fitness zu bringen, ist in Österreich jedenfalls groß. Laut Studie des Instituts für Freizeitforschung haben 68 Prozent der Österreicher überhaupt noch nie ein Fitnesscenter besucht. Das größte Wachstums-Potenzial im Markt sieht Fitness-Branchen-Sprecher Span derzeit bei den über 50-Jährigen: „Dass heute schon jedes vierte Fitnessclub-Mitglied Rentner ist, lässt sich 1:1 aus der Bevölkerungsentwicklung ableiten, die genau in diese Richtung weist." Während nämlich zwischen 2002 und 2007 die Altersgruppe der Österreicher bis 39 Jahre um 100.000 Personen schrumpfte, wuchs jene der 50plus um 200.000.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge – Bewegung und Gesundheit in Unternehmen integrieren
Seit Jahresbeginn haben Firmen endlich die Möglichkeit, ziel- und wirkungsorientierte Programme im Bereich Gesundheitsförderung und -prävention für ihre Mitarbeiter steuerlich abzusetzen. „Damit wurde eine langjährige Forderung der Wirtschaft erfüllt. Entsprechende Kompetenzprogramme in unterschiedlichsten Bereichen, wie etwa Bewegung (z.B. zur Stärkung der Rückenmuskulatur, des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates, zum Aufbau von Kondition oder zur Vorbeugung von Herz-Kreislauferkrankungen) - können nun von Unternehmen gemeinsam mit gewerblichen Fitnessbetrieben erarbeitet und steuerlich abgesetzt werden“, zeigt sich Span zufrieden.

Der Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt die Interessen von 34 Berufsgruppen und rund 20.000 Betrieben.

Quelle: Manhattan Süd

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