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Medizinische Sauerstofftherapie, Sauerstoff Langzeittherapie

Sauerstoffunterversorgung, Atemwegserkrankung und Therapieformen
Home Care Provider
© kalhh/pixabay Sauerstofftherapie - Symbolbild Lunge

Medizinische Sauerstofftherapie

Ist ein Mensch aufgrund einer chronischen Erkrankung nicht mehr in der Lage, genug Sauerstoff in seinen Organismus aufzunehmen, so ist die Verabreichung von zusätzlichem Sauerstoff notwendig und wichtig.


Eine andauernde Unterversorgung mit Sauerstoff (sog. chronische Hypoxämie) geht mit verminderter Leistungsfähigkeit, Atemnot oder organischen Schäden einher und wirkt sich dadurch negativ auf die Lebensqualität aus.

Was bewirkt die Sauerstofftherapie?

Das Prinzip der Sauerstofftherapie besteht darin, durch Zumischung von reinem Sauerstoff den Sauerstoffgehalt der Einatemluft über die vorhandenen 21 % der normalen Luft anzuheben.

Damit wird der Sauerstoffgehalt in den Lungenbläschen erhöht und die durch chronischen Sauerstoffmangel verengten Gefäße können mit der Sauerstofftherapie wieder erweitert werden.

Dies führt zu einem Sinken des Blutdrucks im Lungenkreislauf und einer Entlastung des rechten Teils des Herzens. Die Sauerstofftherapie reduziert damit die Gefahr eines Herzmuskelversagens.

Wie lange dauert eine Sauerstofftherapie?

Eine Therapie mit Sauerstoff ist eine Dauertherapie, die so viele Stunden wie möglich pro Tag angewendet werden sollte. Sauerstoff kann – im Gegensatz zu anderen Medikamenten – im Körper nicht gespeichert werden.

Wird die Sauerstofftherapie abgesetzt, kommt es deshalb sofort zu einer neuerlichen Verengung der Gefäße und der Blutdruck im Lungenkreislauf wird sofort wieder belastet. Sauerstoff kann eine Lungen- bzw. Atemwegserkrankung nicht heilen, sondern nur die Folgen verhindern. 

Personen erhalten eine Langzeit-Sauerstofftherapie, wenn nach adäquater Therapie und Vermeidung aller lungenschädigenden Substanzen (insbesondere Tabakrauch) eine chronische Hypoxämie (Sauerstoffmangel) nachweisbar ist.

In diesem Fall bekommt der Patient für mindestens 16 Stunden pro Tag zusätzlich Sauerstoff verabreicht, weil er selbst nicht mehr in der Lage ist, eine ausreichende Sauerstoffsättigung im Blut zu erreichen. Eine längere Therapie mit einer Dauer von möglichst 24 Stunden sollte immer angestrebt werden.

Bei Patienten, die nur unter bestimmten Bedingungen die Verordnungskriterien erfüllen, kann die Anwendung auf diese Situationen beschränkt werden, z.B. körperliche Belastung oder während des Schlafes.

Sauerstofftherapie bei COPD

Viele Patienten mit chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD - chronic obstructive pulmonary disease) nutzen die Langzeit-Sauerstofftherapie. COPD ist gekennzeichnet durch eine Verengung der Atemwege und äußert sich in Form von Husten, Auswurf und Atemnot.

Bei Verschlechterung des Krankheitsbildes können bereits alltägliche körperliche Aktivitäten wie längere Gehstrecken oder Treppen steigen nur noch schwer oder gar nicht mehr bewältigt werden.

COPD entwickelt sich meist sehr langsam über einige Jahrzehnte hinweg. Die Krankheit entsteht in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle durch Rauchen, wodurch man in diesem Zusammenhang auch sehr häufig die Bezeichnung "Raucherlunge" hört. Die Einschränkung der Lungenfunktion nimmt mit Dauer der Erkrankung in der Regel zu, eine vollständige Heilung ist nicht möglich.

Darreichungsformen der Sauerstofftherapie

Für die Sauerstofftherapie stehen verschiedene Darreichungsformen zur Verfügung:

  • Sauerstoffflaschen
    Für die Versorgung zu Hause nutzt der Patient stationären und unter Druck in Gasflaschen abgefüllten Sauerstoff. Diese Flaschen sind für den geringeren, anfallsweisen Bedarf gedacht.
  • Flüssigsauerstoff 
    Die Versorgung mit Flüssigsauerstoff ist die ideale Technik für eine kontinuierliche stationäre und mobile Sauerstofftherapie. Das System mit Flüssigsauerstoff besteht aus einem nachfüllbaren stationären Reservoir, aus welchem der Sauerstoff im häuslichen Milieu verabreicht wird. Hinzu kommt eine kleine portable Einheit (Kapazität 0,3–1,2 Liter) für die mobile Sauerstofftherapie außerhalb der Wohnung. Diese ist beliebig nachfüllbar aus dem Reservoir-Tank durch den Patienten selbst.
  • Konzentratoren
    Der Sauerstoffkonzentrator als Standgerät ist die einfachste Sauerstoffquelle und kann überall dort eingesetzt werden, wo die Sauerstofftherapie ausschließlich im häuslichen Milieu verabreicht wird. Mobile Konzentratoren können aber auch außerhalb des Hauses verwendet werden. Ein Sauerstoffkonzentrator erzeugt aus Raumluft ein Gasgemisch, das zu etwa 87 bis 93% aus Sauerstoff besteht. Um dies zu erreichen, binden diese Geräte den Stickstoff aus der Luft an eine mineralische Substanz. 

    Wichtig zu erwähnen ist, dass die erforderliche Sauerstoffmenge sowie die Systeme zur Sauerstofftherapie stets durch geeignete Befunde ermittelt und dokumentiert, sowie auf die Bedürfnisse und das Lebensumfeld der Betroffenen abgestimmt werden sollen. Die Funktionsweise wird von den Dienstleistern der Plattform Home Care Provider überwacht, die in der Regel auch alle anderen Serviceleistungen (bspw. Einschulung) erbringen.

Rehabilitation bei COPD

Bei einer fortgeschrittenen COPD-Erkrankung kann eine Reha(bilitation) die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität der Betroffenen stark verbessern. Krankheitsbedingte Behinderung und Invalidität/Berufsunfähigkeit können mithilfe der Reha oftmals vermieden, vermindert oder beseitigt werden.

Zur Liste der Lungen-Rehabilitationseinrichtungen.