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INDUSTRIE AKTUELL
Ausgabe 21 | 15. November 2022

Fehlendes Personal lähmt die Wirtschaft

fehlendes personal lähmt wirtschaft
© WKOÖ

Viele oberösterreichische Unternehmen sind aktuell mit enormen Herausforderungen konfrontiert: Hohe Energiepreise, Lieferkettenprobleme und Konsumzurückhaltung lassen mittlerweile etliche Betriebe rote Zahlen schreiben und gefährden mitunter unternehmerische Existenzen und damit auch viele Arbeitsplätze. Zusätzlich verschärft wird diese triste Lage nach wie vor durch den akuten Fach- und Arbeitskräftemangel. Dabei gibt es ein Bündel an Gegenmaßnahmen, die noch dazu schnell wirken.

Mit Blick auf konkrete Zielgruppen besteht das größte Potenzial bei der Bekämpfung des Arbeits- und Fachkräftemangels aus Sicht der oö. Industrie bei:

  • Jugendlichen: duales Ausbildungssystem muss zukunftsorientiert weiterentwickelt werden
  • Frauen: Im Industriebereich liegt der Frauenanteil der unselbständig Beschäftigten mit 24,7 Prozent noch unter dem oö. Durchschnitt von 44,6 Prozent
  • Arbeitslosen: Erhöhung von Arbeitsanreizen (wie z.B. Einführung eines gestaffelten Arbeitslosengeldes) ist erforderlich
  • Älteren / Pensionisten: Lohnnebenkostensenkung ist wichtigste Stellschraube, Interesse der Inanspruchnahme ehemaliger Mitarbeiter ist hoch
  • Personen mit Migrationshintergrund / Drittstaatsangehörigen: Forderung der Anpassung bzw. Weiterentwicklung der RWR-Kart


OÖ. Industrie fordert qualifizierte Zuwanderung

Allein in den nächsten 8 Jahren ist ein Rückgang der Erwerbsbevölkerung von 5 bis 6 Prozent, also rund 245.000 Personen, im Alter von 20-60 Jahren vorhersehbar. Es sind demnach gezielte Aktivitäten notwendig, um qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten für den Arbeitsstandort Österreich zu gewinnen.

Reform der RWR-Karte: Richtung stimmt, aber weitere Maßnahmen müssen folgen

Mit der Rot-Weiß-Rot-Karte hat Österreich ein flexibles Zuwanderungssystem, das qualifizierten Arbeitskräften aus Drittstaaten eine auf Dauer ausgerichtete Zuwanderung nach Österreich ermöglicht. Laut aktueller Umfrage der WKOÖ sparte.industrie wird derzeit die RWR-Karte aber von nur gut einem Drittel (36,97 Prozent) der oö. Industriebetriebe als Instrument zur Beschäftigung von Personen aus Drittlandsstaaten genutzt.

Neben der Integration neuer zusätzlicher Mitarbeiter sollte man aber die Potenziale der jetzt schon beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht aus den Augen verlieren: Viele können und wollen erfahrungsgemäß mehr arbeiten – so es sich für sie auszahlt. „Deshalb muss bei freiwilliger Mehrarbeit zukünftig deutlich mehr Netto vom Brutto bleiben“, so Mag. Erich Frommwald, Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ.