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Kundenseite der NÖ-Finanzdienstleister

Nicht warten, sondern starten

Wie kann ich in der Pension meinen Lebensstandard halten?
Pensionsvorsorge - Nicht warten sondern Starten
© WKO

Kann ich in der Pension meinen Lebensstandard halten - und wie? Diese Frage wird oft gestellt und ist berechtigt. Hier ein paar Antworten.

Von Mag. Petra Schuh-Wendl und Mag. Manfred Kainz

„Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen“, meinte schon Mark Twain. Stimmt, niemand kann die Zukunft voraussagen. Was man aber kann, ist, aus Entwicklungen Aussichten abzuleiten. Im Falle der Pensionsfinanzierung lautet eine Aussicht: Die staatliche Pension wird nicht ausreichen, um unseren Lebensstandard zu halten. Sich „auf den Staat“ verlassen reicht nicht mehr. Für unseren „Rentengenuss“ haben wir auch Eigenverantwortung. Eine langfristige persönliche Finanzplanung ist deshalb wichtiger denn je. Und auch bei der privaten Vorsorge ist Zeit kostbar. Denn: Je früher Sie beginnen, umso mehr Geld haben Sie im Ruhestand zur Verfügung.

Strukturiert angehen
Überlegen Sie, wieviel Geld Sie für das Leben im Alter brauchen. Um herauszufinden, wie viel dafür gespart werden muss, rechnen Sie das benötigte Budget inflationsbereinigt hoch und ziehen Sie davon die staatliche Pension, die sie laut Pensionskonto erwartet können, ab. Die Differenz ist die sogenannte Pensionslücke, die mittels privater Vorsorge gefüllt werden muss.

Nicht alle Eier in ein Nest
Setzen Sie dabei nicht alles auf ein Pferd, sondern teilen Sie ihre Sparrate auf verschiedene Finanzinstrumente auf. Es gibt ja genug: Von diversen Versicherungsmodellen über Fondsansparpläne bis zu (Vorsorge)Immobilien. Je länger der Zeithorizont ist (also je früher man anfängt), desto risikoreicher kann die Veranlagung sein, weil „Zeit die Kurse glättet“. Damit kann man auch schlechte Renditephasen „durchtauchen“. Risikobereitschaft ist aber immer individuell und situationsabhängig. Gehen Sie deshalb nur so viel Risiko ein, dass Sie noch ein gutes „Bauchgefühl“ haben. Um ihr Bauchgefühl mit Facts zu ergänzen bzw. Flauheit zu nehmen, kann ein kompetenter Profiberater gute Dienste leisten.

Viele Versicherungen
Eine Versicherung ist, entgegen Unkenrufen, weiterhin eine günstige Variante. Mit nur 4 % Versicherungssteuer hat den Vorteil, dass sie von der 27,5 %igen KESt befreit ist. Aktuell gibt es auf dem Markt drei verschiedene Typen: die klassische Er- und Ablebensversicherung, die geförderte Zukunftsvorsorge und die Fondspolizze. Das klassische Modell hat eine (niedrige aber) garantierte Mindestverzinsung. Das bedeutet, dass beim Abschluss bereits klar ist, welche Summe in Form einer Rente oder Einmalzahlung bei Ablauf zur Verfügung steht. Zusätzlich bieten manche Versicherungen einen variablen Schlussbonus. Für die geförderte Zukunftsvorsorge zahlen Sie keine Versicherungssteuer. Sie ist allerdings die starrste Variante, da sie nur in Form einer Rente ausbezahlt wird. Die Garantie entspricht hier der einbezahlten Prämie und ist somit von allen drei Versicherungsmöglichkeiten am höchsten. Die Fondspolizze (Fondsgebundene Lebensversicherung) ist in der Veranlagung am flexibelsten und die einzige Variante, bei der man als Sparer die Veranlagung und somit das Risiko selbst bestimmt. Es gibt dabei drei Gestaltungsformen, zwischen denen variiert werden kann. Zur Wahl stehen: unterschiedliche Portfolios (die je nach Risikoneigung ausgesucht werden und die der Versicherer zusammenstellt), eine bestimmte Anzahl an Fonds, die selbst zusammengestellt werden und während der Vertragslaufzeit geändert werden können, und Garantiemodelle, die auch Teil des Angebots des Versicherers sein können. Das angesparte Geld ist dann in Form einer Rente oder Einmalzahlung genießbar.

Bunte Fondspalette
Bei Fonds gibt es zwei grundlegende Strategien: aktiv gemanagte und passiv gemanagte Fonds. Beide Strategien haben ihre Vorteile. Wer auf Indexfonds setzt, braucht starke Nerven, vor allem in Krisenzeiten; sie lassen auch nur prozyklisches Verhalten zu. Dafür sind sie kostengünstiger, weil keine Managementgebühren anfallen. Um eine breite Risikostreuung zu erzielen, empfehlt sich eine Mischung aus beiden Strategien. Auch in Hinblick auf Länder, Branchen etc. ist ein guter Mix sinnvoll. Das bringt Risiko- und Chancenstreuung.

Vier-Wände-Vorsorge
Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt, das oder die nicht von ihm selbst bewohnt wird, verfügt über einen Vermögenswert und die Mieteinnahmen können im Alter als Teil der Rente herangezogen werden. Deshalb wird gern, sofern die Finanzierung möglich ist, auf das Modell der Vorsorgewohnung zurückgegriffen.

Fazit
Das Produktangebot ist groß und für den Laien oft unüberschaubar. Da braucht es jemanden, der den Markt überblickt. Gehen Sie es, am besten gemeinsam mit Ihrem  unabhängigen Berater strukturiert und strategisch an. Nach dem Motto:  Nicht warten, sondern starten!