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Gesundheitsmanager des Monats Dezember 2009

Dr. Robin Rumler
Stand:

 

Dr. Robin Rumler

Berufliche und persönliche Eckdaten von Dr. Robin Rumler

Robin Rumler wurde 1963 in Wien geboren. Er studierte Medizin in Wien und begann seine Karriere in der pharmazeutischen Industrie im Jahre 1992.

Nach verschiedenen Positionen in mehreren Unternehmen ist Robin Rumler seit Jänner 2009 Geschäftsführer von Pfizer Österreich. Des weiteren ist er Präsident des Pharma Marketing Club Österreich, Advisory Board Member des IAA (International Advertising Association) Austria, sowie Vorstandsmitglied der Pharmig.
Robin Rumler ist verheiratet und hat 2 Töchter im Alter von 11 und 14 Jahren. Privat treffen Sie ihn beim joggen oder Schi fahren. Seine Familie und seine Freunde sind ihm sehr wichtig.

 

Interview:


1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Ich bin seit Abschluss meines Medizinstudiums - das war im Jahr 1991 und nach  kurzer Zeit als Assistenzarzt am AKH in Wien – in der pharmazeutischen Industrie tätig. Während meiner Tätigkeit bei verschiednen pharmazeutischen Unternehmen habe ich folgende Positionen besetzt: Produktmanager, Produktspezialist im Außendienst, Verkaufsleiter, Business Unit Director, Marketing Director und zuletzt seit Anfang 2009 Geschäftsführer von Pfizer Austria sowie Business Director Pfizer Primary Care.  Ich kann wirklich behaupten, dass mein Beruf meine Berufung ist: Die Pharma- und Gesundheitsbranche ist meine Welt und ich bin stolz und froh zugleich einen Beitrag zur Gesundheit der Menschen leisten zu können!


2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Das sind - neben meinem Beruf - meine Familie und meine Freunde. Wichtig ist mir auch, dass man trotz aller Verantwortung und den täglichen Herausforderungen in der Arbeit, die Freude und Begeisterung am Job aufrecht erhält. Das gelingt nur, durch die Kraft, die ich aus meiner Familie beziehe.  Auch wenn’s manchmal schwer fällt, gelegentlich muss man abschalten und privaten Interessen nachgehen. Nicht immer einfach in turbulenten Zeiten wie diesen, aber ich arbeite daran.


3. Was ist das Besondere an Pfizer, Pfizer Austria?

Wir sind sicherlich ein besonderes Unternehmen, geleitet von unseren Werten und der Firmenphilosophie. Wir sind international orientiert, aber auch in Österreich verwurzelt, wo wir bereits seit 1956 tätig sind. Als weltweit größtes biopharmazeutisches Unternehmen, tragen  wir große Verantwortung, für unsere Mitarbeiter, Kunden, Patienten und das Gesundheitssystem – Verantwortung, die wir auch gerne übernehmen. Pfizer sieht sich nicht als "Drug Company“ sondern als "Healthcare Company!“ Wir bieten Lösungen für jedes Lebensalter, vom Pneumokokken-Impfstoff bis zu Medikamenten zur Behandlung von Alzheimer und Parkinson.
Corporate Social Responsibility (CSR) - oder auf Deutsch soziale Verantwortung - ist für uns kein Schlagwort, sondern integraler Teil unserer Firmenpolitik. Wir von Pfizer unterstützen hier in Österreich und auch international zahlreiche Initiativen und Projekte im Sozialen- und Gesundheits-Bereich und helfen jenen, die Hilfe benötigen. Alleine im Bereich Medikamente spenden wir täglich global Arzneimittel im Wert von einer Millionen US-Dollar. Wir stellen aber auch Experten zur Verfügung und kooperieren mit Hilfsorganisationen weltweit.  Darüber hinaus unterstützen wir unsere eigenen Mitarbeiter, selbst aktiv zu werden und fördern die Freiwilligenarbeit, durch die bezahlte Dienstfreistellung. Wir haben hier in Österreich, darauf bin ich besonders stolz, sogar eine eigene Initiative ins Leben gerufen: Die "Pfizer Corporate Volunteering Days“, wo gemeinsam mit der Caritas Wien, unsere Mitarbeiter, auf  freiwilliger Basis bei sozialen Projekten mithelfen können. Mehr zu unserer sozialen Verantwortung in unseren CSR-Berichten und auf unserer Website.


4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Österreich hat ein gutes Gesundheitssystem, das es unbedingt zu erhalten gilt. Nach dem aktuellen European Health Consumer Index (http://www.healthpowerhouse.com/index.php) rangiert Österreich auf Platz 4. Zwar erneut einen Platz schlechter als im Vorjahr (2007 waren wir noch auf Platz 1), aber immerhin! Die Herausforderungen sind eine immer älter werdende Bevölkerung, mehr Verordnungen durch den gesteigerten Bedarf, weniger Beitragszahler und neue, bessere Medikamente, die teuerer sind. Das alles heißt für das Gesundheitssystem, dass die Ausgaben steigen und die Einnahmen sinken. Man muss hier aber bemerken, dass Österreich sowohl im Verbrauch von Medikamenten (-13,8%) als auch bei den Medikamentenkosten (-18,6%) unter dem EU Durchschnitt liegt. Die pharmazeutische Industrie leistet hier bereits einen großen Beitrag und steht auch nötigen Reformen positiv gegenüber. Eine Gesundheitsreform kann aber nicht bedeuten, dass nur an den Medikamentenkosten gespart werden soll. Betrachtet man die Gesundheitsausgaben in Österreich, so betragen die Kosten für Medikamente lediglich 12,75%. Den Rest auf 100% verursachen der stationäre und der ambulante Bereich, sowie sonstige Kosten. Für eine echte Reform sind alle Player im Gesundheitsbereich gefordert, Strukturen müssen überdacht und geändert werden, wo es notwendig erscheint, um den Anforderung des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden. Nur gemeinsam mit Patienten, Selbsthilfegruppen, Ärzten, Apothekern und der Politik können wir sicherstellen, dass auch in Zukunft jeder Patient optimalen Zugang zur medizinischen Versorgung hat.  Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass wir gemeinsam Prävention und Früherkennung stärker thematisieren, denn viele schwere Krankheiten könnten verhindert oder ihr Verlauf zumindest gemildert werden, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Zu guter letzt möchte ich aber auch erreichen, dass die pharmazeutische Industrie ein akzeptierter Partner im Gesundheitswesen ist. Wir müssen diesbezüglich transparenter in unserer Kommunikation werden und die anderen Partner müssen uns gleichzeitig mehr respektieren. Denn nur gemeinsam werden wir rasch neue Erfolge im Gesundheitswesen erwirken.


5. Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?

Das letzte Jahrhundert hat uns einige revolutionäre medizinische Entwicklungen gebracht: Die Entdeckung der Antibiotika, die Ausrottung gefährlicher Krankheiten, wie z.B. Pocken durch Impfstoffe, und gentechnisch hergestellte Arzneimittel, die besonders effektiv wirken. Trotzdem gibt es nach wie vor Krankheiten wie zum Beispiel Krebs oder Alzheimer, wo wir gefordert sind, neue Medikamente zu entwickeln. Individualisierte Therapien und Arzneimittel gelten hier als der Hoffnungsträger der modernen Medizin. Heute wissen wir, dass Medikamente bei Frauen und Männern unterschiedlich wirken, aber auch innerhalb der beiden Gruppen gibt es enorme Unterschiede. Auch daran arbeitet die pharmazeutische Industrie.

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