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Gesundheitsmanager des Monats August 2014

Mag. (FH) Johannes Allesch
Stand:

 

Mag. (FH) Johannes Allesch

Berufliche und persönliche Eckdaten von Geschäftsführer Mag. (FH) Johannes Allesch

Geschäftsführer der AniMedical – medizinische Animationen KG,
Entwickler von AniMedes – der präoperativen Patientenaufklärungs-App

Curriculum vitae

Geboren in Salzburg, 15. November 1985

2005-2009 Studium 3D-Animation/MultiMediaArt
2010 Gründung der AniMedical – medizinische Animationen KG

Nach dem abgeschlossenen MultiMediaArt-Studium mit Schwerpunkt 3D-Animationen und Film gründete Johannes Allesch im Herbst 2010 gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Thomas Hölzenbein die AniMedical KG. Schon während des Studiums spezialisierte er sich auf die Umsetzung medizinischer Themen in 3D-Animationen, einem bis dahin in Österreich noch wenig verbreiteten Handwerk.

Der Gründung von AniMedical ging der Gedanke voraus, mit den 3D-Animationsfilmen einen Mehrwert für die PatientInnen vor der Operation zu schaffen, indem komplexe medizinische Themen anschaulich aufbereitet werden. Dieser innovative Ansatz und der durchdachte Geschäftsaufbau führten noch in der Startup-Phase zu mehreren Preisen und Ehrungen, unter anderem den i2b Businessplan-Wettbewerb oder den Salzburger Wirtschaftspreis.

2011 wurde der Bedarf an einer Software zur Dokumentation und Abwicklung der präoperativen Aufklärung immer deutlicher, weshalb AniMedical parallel zur Erstellung von Animationsfilmen die AniMedes-App entwickelte. Diese erste österreichische Software zur digitalen Patientenaufklärung mit 3D-Animationen konnte nach knapp zwei Jahren Entwicklungszeit fertiggestellt werden. AniMedes ist derzeit in mehreren Kliniken österreichweit im Einsatz und wird unter anderem in PatientInnenstudien erprobt.

Im Herbst 2012 konnte AniMedical mit vielgesundheit.at außerdem einen kompetenten Partner hinzugewinnen, mit dem die App nun laufend weiter optimiert und auf die Bedürfnisse von PatientInnen und ÄrztInnen abgestimmt wird. In Zusammenarbeit mit vielgesundheit.at werden - gesichert durch medizinische/medizinjuristische Gesellschaften und ExpertInnen aus der Ärzteschaft - laufend hochwertige und vor allem allgemein verständliche Inhalte für AniMedes in vier Sprachen produziert.

Unabhängig von der PatientInnenenaufklärung setzt AniMedical auch Filme für die Pharmabranche oder medizinisch-technische Hersteller um, etwa zur Produktvisualisierung und Schulung von MitarbeiterInnen.

Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Für mich stand nach dem Studium sofort fest, dass ich einerseits in die Gesundheitswirtschaft gehen würde, andererseits auch dass der Weg nur mit einer eigenen Firmengründung zu gehen wäre. Die Verbindung meiner Ausbildung mit meiner Leidenschaft für die Medizin erfüllt sich in meinem Beruf, trotz der Medizin und der Wissenschaft kommt auch die Kreativität nicht zu kurz. AniMedical war insofern eine selbstverständliche Gründung, da es keine bestehenden, vergleichbaren Firmen in Österreich gibt. Mein Beruf ist die forderndste aber auch interessanteste und dank des Mehrwerts, den wir in unseren Produkten schaffen, auch die sinnvollste Arbeit die ich mir wünschen kann.


2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Ausgeglichenheit, Fairness, Familie und Freunde, frischer Wind durch neue Herausforderungen – beruflich wie privat.


3. Was ist das Besondere an Animedical - medizinische Animationen KG?

Die Exklusivität und die Ausrichtung. Der Grundgedanke an AniMedical war es immer schon, verständliche Filme zu produzieren, damit komplexe medizinische Sachverhalte von allen verstanden werden können, ungeachtet der Bildung und der Herkunft.
Wir haben uns daher ganz gezielt auf die Erstellung von medizinischen 3D-Animationen spezialisiert, besonders für die PatientInnenaufklärung. Dieser Bereich wurde sehr lange etwas stiefmütterlich behandelt. Während z.B. in den USA etwa 15 große Firmen für diese Spezialisierung einstehen, kann man größere Agenturen in Mitteleuropa an einer Hand abzählen, besonders wenn es um Produkte für PatientInnen geht. Wir haben die Firma aber im Unterschied zum amerikanischen Vorbild in den Dienst der Sache gestellt und mit AniMedes eine Plattform geschaffen, die durch ein Lizenzsystem absolut für jedes Krankenhaus leistbar ist, gleichzeitig aber auch einen deutlichen Mehrwert für PatientInnen und ÄrztInnen bieten kann. AniMedes kann die seit Jahrzehnten in ihrer Entwicklung festgefahrene Aufklärungsdokumentation aus Papier komplett ersetzen und verbessern. Damit haben wir ein geprüftes, innovatives Instrument geschaffen, das unseren hohen Ansprüchen gerecht wird und den Grundgedanken der Informationsvermittlung verkörpert.


4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ich möchte natürlich das Bewusstsein in der Branche schärfen, dass Modernisierungen im Gesundheitssystem auch in „kleineren“ Teilbereichen passieren müssen und dass wir uns nicht von althergebrachten Vorurteilen gegenüber digitalen Technologien und Medien aufhalten lassen dürfen.

Die Digitalisierung der PatientInnenaufklärung ist nur ein Teilbereich der ärztlichen Tätigkeit. Eine Modernisierung der derzeitigen Strukturen durch digitale Mittel kann jedoch zu beträchtlichen Einsparungen und Prozessoptimierungen führen und, nicht zuletzt, für die PatientInnen wie für ÄrztInnen einen deutlichen Gewinn an Wissen und Sicherheit bedeuten. Auch das ist Ziel einer nachhaltigen Gesundheitsreform.


5. Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?

Aus meiner Sicht der „e-Health“ heraus wird es vor allem um die große Herausforderung gehen, die vielen technischen wie auch organisatorischen Neuerungen sinnvoll zu einem funktionierenden Arbeitsumfeld für die Dienstleister im Gesundheitssystem zu bündeln.
Wir werden gerade in diesen Dienstleistungen für das Gesundheitssystem durch die e-Health-Bewegung unglaublich viele neue Ansätze durch Software und Apps bekommen, die es zu evaluieren gilt. Dabei darf die mitunter berechtigte Kritik an Neuerungen nicht außer Acht gelassen werden, aber auch niemals behindern. Dieser Spagat zwischen vernünftiger Vorsicht und Innovation ist die größte Herausforderung.

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