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Gesundheitsmanager des Monats Jänner 2017

Dr. Karoline Simonitsch
Stand:

 

Berufliche und persönliche Eckdaten von Dr. Karoline Simonitsch

Dr. Karoline Simonitsch ist Mitgründerin, Geschäftsführerin und der operativ-strategische Kopf der go4health GmbH. Als digitale Pionierin promovierte sie bereits vor über 10 Jahren in Mobile Business. Seit damals beschäftigt sie sich umfassend mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Unternehmen, Geschäftsmodelle und Gesellschaft. In den letzten Jahren mit besonderem Fokus auf Prävention und den Gesundheitsbereich. Die Relevanz der digitalen Transformation ist ihr als erfahrene Change Managerin und Business Angel seit Jahren bewusst. Als Antwort auf diese Herausforderungen gründete sie im Herbst 2014 gemeinsam mit Kollegen go4health, mit dem Ziel eine innovative und dabei ganzheitliche Lösung für digitales Gesundheitsmanagement aufzubauen.
Im Oktober 2016 wurde sie von HotTopics in das internationale Ranking der "The 100 most influential leaders in Health Tech 2016" gewählt.


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Hobby und Berufung. Da ich mich schon als Kind für Technik begeistert habe, sehe ich es als besonderes Glück, in einem digitalen Umfeld arbeiten zu können, welches hochinnovativ, spannend und herausfordernd ist - menschlich und geistig.


2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Natur. Eine gute Balance zwischen Offline und Online. Technisch am Puls der Zeit zu bleiben ohne dabei den Blick auf das Menschliche zu verlieren. 


3. Was ist das Besondere an der go4health GmbH?

Bei der Entwicklung von go4health setzen wir auf eine durchdachte, ganzheitliche und nachhaltige digitale Strategie. Dazu haben wir ein Framework, bestehend aus App (iOS und Android) und full responsive Webportal, geschaffen, das höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards erfüllt. Zusätzlich entwickeln wir hochwertigen Multimedia - Content im Dreiklang Bewegung - Ernährung - Mentale Gesundheit. Damit gestalten wir die 1:1 individualisierbaren Gesundheitsprogramme für die App. Daneben stellen wir die Inhalte in unterschiedlichen Medienformaten für die begleitende Kommunikation bereit. Aufbauend auf unserem flexiblen und skalierbaren Toolset werden damit viele Anwendungsoptionen realisierbar. Wir haben go4health zunächst auf (betriebliches) Gesundheitsmanagement ausgerichtet. Präventives Gesundheitsmanagement ist jedoch nur eine von vielen Einsatzmöglichkeiten. Wir sehen uns als innovativen Thinktank, der viele weitere Anwendungen, auch in Richtung Deep Health für spezifische Zielgruppen, erforscht und Nutzen- sowie Businessmodelle dazu entwickelt.
Im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht letztendlich immer der Nutzer und Anwender, der von seiner persönlichen, interaktiven Gesundheits-App durch den gesamten Tag begleitet wird. Unser Ziel: optimale Unterstützung auf dem Weg zu einer ganzheitlich gesunden Lebensweise.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Mir liegt die effektive und umsichtige Nutzung der Chancen der zunehmenden Digitalisierung besonders am Herzen, speziell im Gesundheitsbereich. Dabei ist es mir wichtig, auch Menschen, die neuen Technologien skeptisch gegenüber stehen, miteinzubeziehen. Ganz klar müssen wir sowohl die Potenziale als auch die Risiken der digitalen Transformation adressieren.
Mit digitalen Innovationen, Apps & Co sowie neuen Gamification-Ansätzen stehen viele - derzeit noch zu wenig genutzte - Möglichkeiten zur Prävention und Therapiebegleitung bereit. Tradierte Prozesse, nicht digitale Denkhaltung und Datenschutzherausforderungen bilden aktuell noch große Hürden. Mir ist es ein Anliegen diese abzubauen. 

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Ich sehe mehrere entscheidende Trends, die sich aus der zunehmenden Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche ergeben. Für die Gesundheitswirtschaft eröffnen sich neue Chancen und Perspektiven, was Forschung und neue Therapien angeht. Aber auch für Prävention, ganzheitliches Gesundheitsmanagement und darauf aufbauend neue Businessmodelle und Kooperationsnotwendigkeiten. Um diese Potentiale zu heben, bedarf es Kreativität und Mut.
Als weiteren relevanten Trend sehe ich, dass die zunehmende Verbreitung des Internets in allen Bevölkerungsschichten den Zugang zu Gesundheitswissen demokratisiert. Denn noch nie war es so einfach sich über Gesundheitsthemen unkompliziert zu informieren. Dies bringt Vor- und Nachteile. Daraus werden sich ein gänzlich neues Verständnis und ein veränderter Zugang zur eigenen Gesundheit entwickeln. Gesundheitskompetenz wird zum Soft Skill des 21. Jahrhunderts! Das Streben nach Individualisierung, aber auch Selbstverantwortung in Bezug auf die eigene Gesundheit tritt in den Vordergrund. Künftig wird es entscheidend, diese neuen Bedürfnisse der Menschen zu erkennen und dafür entsprechende - fachlich fundierte und nutzerfreundliche - Angebote zu entwickeln. Diejenigen, denen das gelingt, werden die Gesundheitswirtschaft entscheidend und erfolgreich prägen.