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Gesundheitsmanager des Monats Juni 2016

Dr. Rainer Thomas
Stand:

 

Dr. Rainer Thomas

Berufliche und persönliche Eckdaten von Dr. Rainer Thomas

Seit Juli 2013: Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Direktor und Leiter der Grundsatzabteilung

  • Strategieentwicklung und laufende Umsetzung der Gesundheitsreform
  • Umsetzungsmanagement des Geschäftsbereichs
  • Zentraler Netzwerkmanager der Competence Center für Integrierte Versorgung, Heilbehelfe/Hilfsmittel und Transportwesen

Jänner 2011 – Juli 2013: Kabinett des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend, Stellvertretender Kabinettchef

  • Sozialpolitik (insbesondere Stabilitätspakt 2012; Reform der Invaliditätspension unter 50; Pensionskonto Neu)
  • Arbeitsmarkt und Migration (insbesondere Rot-Weiß-Rot Karte)
  • Gesundheitspolitik (insbesondere ELGA, Gesundheitsreform Zielsteuerung)
  • Familien und Jugendpolitik

August 2008 – Jänner 2011: Wirtschaftskammer Österreich, Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit

  • Arbeitsrecht
  • Sozialversicherungsrecht


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Mein Beruf eröffnet mir die Möglichkeit, einen wesentlichen Aspekt unserer Gesellschaft mitzugestalten, das Gesundheitssystem weiter zu entwickeln und zielgerichtete Maßnahmen im Sinne der Versicherten umzusetzen. Gesundheit ist eine grundlegende Voraussetzung für persönliche Entfaltung und gleichzeitig wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor. Durch meine Arbeit für die Versichertengemeinschaft möchte ich zur positiven Entwicklung beider Aspekte einen Beitrag leisten.


2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Gesundheit. Sie ist die Grundlage für Zufriedenheit, Erfolg und Erfüllung. Wir müssen als Sozialversicherung Rahmenbedingungen gestalten, in denen unsere Versicherten sich nicht um ihre Gesundheit sorgen müssen und sich um die Verwirklichung ihrer individuellen Ziele kümmern können. Das steigende Gesundheitsbewusstsein in Österreich unterstützt diese Entwicklung. Diese Dynamik wollen wir mitprägen, indem wir den Versicherten die nötige Gesundheitskompetenz vermitteln und so zu höherer Selbstbestimmung und in letzter Konsequenz zu mehr Gesundheit verhelfen.
So schaffen z.B. die  elektronische Gesundheitsakte ELGA oder die Plattform spitalskompass.at größere Transparenz und ermöglicht jedem Patienten einen besseren Überblick und die Planung seiner Entscheidungen über die eigene Gesundheit. 


3. Was ist das Besondere am Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger?

Der Hauptverband hat ein eine strategische und koordinierende Funktion, die es ihm erlaubt, einen Beitrag dazu zu leisten, das Handeln aller Träger an den Interessen der Versicherungsgemeinschaft zu orientieren. Ich verstehe den Hauptverband als Lobby der Versicherten gegenüber Vertragspartnern, Gesetzgeber und Regierung. Am Beispiel der Gesundheitsreform wird deutlich, wie wertvoll das koordinierte Auftreten aller Sozialversicherungsträger gegenüber den Verhandlungspartnern ist.
Bei der Weiterentwicklung des Gesundheitssystems sind wir der Versichertengemeinschaft verpflichtet, mit den verwalteten Mitteln den größtmöglichen Gesundheitszuwachs zu erreichen. Unser Handeln wird daher wesentlich durch gesundheitsökonomische Analysen gestützt.


4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ich will weiter daran arbeiten, die Sozialversicherung als stabilen und zuverlässlichen Partner für die Gesundheitswirtschaft zu etablieren, der Innovationen anstößt und begleitet. Parallel zu dieser kontinuierlichen Entwicklung braucht es auch innerhalb des Gesundheitssystems echte Innovation. Es bedarf einer Denkumkehr: Begriffe wie Prävention und Rehabilitation verweisen zuerst auf das Vermeiden von Krankheiten. Gesundheit ist aber weit mehr als das: Sie ist gleichzeitig Grundlage und Folge eines aktiven Lebensstils, den wir positiv besetzen fördern wollen. Ein gutes Gesundheitssystem ist darüber hinaus auch ein Kernaspekt der Volkswirtschaft und ein wesentlicher Standortfaktor. 

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Wir glauben, dass wir alle aufgefordert sind, die Präventivmedizin und die Eigenverantwortung im Bereich Gesundheit zu stärken. Nur so wird es uns gelingen, gemeinsam die Herausforderungen zu bewältigen. Das bedeutet natürlich auch, individuellere Konzepte zu entwickeln, denn nicht jeder Mensch ist gleich und deswegen kann auch nicht jeder die gleichen Behandlungskonzepte angeboten bekommen.


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