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Gesundheitsmanager des Monats November2016

Mag. Erika Sander
Stand:

 

Mag. Erika Sander

Berufliche und persönliche Eckdaten von  Mag. Erika Sander

Mag. Erika Sander (36) ist seit Frühjahr 2016 Geschäftsführerin von IMS HEALTH bzw. QuintilesIMS Österreich, prägt das Gesundheitstechnologie- und Marktfor-schungsunternehmen aber schon lange mit. Sie ist seit 10 Jahren für IMS HEALTH tä-tig und trug bereits die letzten drei Jahre die Verantwortung für den österreichi-schen Markt. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, IMS HEALTH neu zu positionie-ren und die Zusammenarbeit mit Industrie-, Großhandels- und Apotheken-Verbänden sowie den Entscheidern aus den Pharmaunternehmen zu intensivieren.
Ihre Ausbildung absolvierte die gebürtige Wienerin an der Wirtschaftsuniversität Wien (Studium der Betriebswirtschaft) sowie an der University of Chicago (In-tegrated Marketing Certificate). Vor ihrem Einstieg beim IMS HEALTH holte sie sich erste Erfahrungen als Trainee bei der SVA der gewerblichen Wirtschaft sowie als Marketing-Managerin bei der German American Chamber of Commerce of the Mid-west Inc., Chicago.


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Er fordert mich und treibt mich an. Er ist – wenn man so will – mein Motor. Aber er bestimmt nicht meine Persönlichkeit. Das ist mir wichtig, und darauf achte ich. Mein Ziel ist vielmehr das Gegenteil, nämlich dass ich mit meiner Persönlichkeit meinen Beruf gestalte und mein Arbeitsumfeld beeinflusse. Das macht letztlich auch die Jobwelt vielfältiger und bunter.


2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Ich lege großen Wert auf den so genannten Blick über den Tellerrand. Ich habe eine Zeitlang in Chicago studiert und schon damals den Wechsel zwischen unterschiedli-chen Welten und die Eindrücke durch andere Sichtweisen und Herangehensweisen als unheimlich bereichernd empfunden. Wahrscheinlich bin ich nicht zuletzt des-halb bei einem weltweit tätigen Unternehmen gelandet und IMS HEALTH bzw. Quin-tilesIMS so lange treu geblieben. Wir Österreicher ergreifen meines Erachtens viel zu selten die Gelegenheit, sich von anderen inspirieren zu lassen und von anderen zu lernen. Für mich hat das große Bedeutung – im Beruflichen wie im Privaten.


3. Was ist das Besondere an QuintilesIMS Österreich?

QuintilesIMS Österreich ist Teil eines internationalen Konzerns mit einem Team von 50.000 MitarbeiterInnen. Wir sind führend bei integrierten Informations- und Tech-nologie-Lösungen für das Gesundheitswesen und tragen dazu bei, innovative Thera-pien, Pflegeleistungen und den Zugang zum Gesundheitssystem zu verbessern. Da-mit sind wir am Puls wesentlicher Entwicklungen und gestalten sie mitunter sogar mit. Für uns in Österreich bedeutet das: Wir sind in ständigem Austausch mit den Menschen in anderen Ländern, anderen Märkten und anderen Kulturen. Und wir können Entwicklungen, die anderswo stattfinden, für Österreich „übersetzen“ und als Grundlage für Trendempfehlungen analysieren. Gleichzeitig sind wir in Österreich ein schlankes Team, wo man ohne bürokratische Umwege zusammenarbeitet und immer mitbekommt, vor welchen Herausforderun-gen eine Kollegin steht oder mit welchen Ansätzen ein anderer Kollege vielleicht Er-folg hat. Beides zusammen – die Einbindung in den internationalen Konzern und die kleine Einheit in Österreich - sehe ich als unschätzbaren Vorteil, den wir versuchen, an unsere Kunden und Gesprächspartner weiterzugeben.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ich will in meinem Einflussbereich die Augen und Ohren für neue Ansätze öffnen – damit eingefahrene Strukturen aufbrechen und sich Neues entwickeln kann. Unsere Gesellschaft lebt heute anders, leidet unter anderen Krankheiten und agiert unter anderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen als noch vor 40 oder 50 Jahren. Dafür braucht es neue Lösungen, die man ohne falsches Bewahrertum zulassen sollte.

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Ich meine, die Schere zwischen dem, was medizinisch machbar ist, und dem, was wir uns als Gesellschaft leisten können, wird noch weiter aufgehen. Das stellt uns vor enorme Herausforderungen. Und wir müssen uns mit Mut die Frage stellen: Ist alles Machbare auch sinnvoll? Eine aus wirtschaftlichen, sozialen und vor allem ethi-schen Gesichtspunkten außerordentlich schwierige Frage. Gerade dafür sind tiefge-hende Analysen, wie sie QuintilesIMS in vielen Bereichen macht, eine unverzichtba-re Entscheidungshilfe.