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Gesundheitsmanager des Monats April 2018

Mag. Philipp Lindinger
Mag. Philipp Lindinger
© Oreste Schaller

Berufliche und persönliche Eckdaten von 

Herrn Mag. Philipp Lindinger, Geschäftsführer AUSTROMED - Interessenvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen

Schul- und Ausbildung:

Studium der Handelswissenschaften an der WU-Wien

Diplomarbeit: „Volkswirtschaftliche Auswirkungen der Selbstmedikation“

Berufliche Tätigkeit:

1994-2004: Herba Chemosan Apotheker-AG: zuerst im Bereich Organisation und Logistik, später in der Position des Vorstandsassistenten

2004-2009: Sanova Pharma GesmbH: Bereichsleitung Logistik

Seit 2010 Geschäftsführer der AUSTROMED

Schwerpunkte der Tätigkeit als Geschäftsführer der AUSTROMED:

  • Positionierung der AUSTROMED als starke Interessensvertretung im österreichischen Gesundheitswesen.
  • Intensivierung der Zusammenarbeit der nationalen Verbände von Dachverband MedTech Europe zu den europäischen Themen.

Tätigkeit in Interessenvertretungen, Ausschüssen, Arbeitskreisen: 

  • Sprecher der Initiative Wund?Gesund!
  • Vorstandsmitglied des europäischen Dachverbandes MedTech Europe
  • Vorsitzender des Ausschusses der nationalen Verbände für Medizinprodukte (National Associations Comitee - NAC MD) von MedTech Europe
  • Stv. Vorsitzender des Ausschusses der nationalen Verbände für In-vitro Diagnostika (National Associations Comitee - NAC IVD) von MedTech Europe
  • Kooptiertes Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Biomedizinische
    Technik (ÖGBMT)
  • Stv. Vorsitzender des Komitees 179 "Medizintechnik"
  • Mitglied des Österreichischen Elektronischen Komitees "Medizinprodukte" des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik – OVE
  • Mitglied der Arbeitsgruppe 179.14 "OP-Textilien / Textilsysteme" von Austrian Standards – AS


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Das Gesundheitswesen in Österreich ist eine überaus komplexe Querschnittsmaterie, die in viele Lebens- und Politikbereiche hineinspielt. Das macht die Aufgabe als Geschäftsführer AUSTROMED – Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen herausfordernd, spannend und abwechslungsreich zugleich. Die Affinität zum Gesundheitswesen zieht sich wie ein roter Faden durch meinen gesamten Werdegang und wurde mir sozusagen schon in die Wiege gelegt, daher freut es mich umso mehr, dass ich hier wichtige Themen aktiv mitgestalten und die Weichen für ein gesundes und lebenswertes Umfeld der Menschen stellen kann.

2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Positiv denken und optimistisch an Herausforderungen heranzugehen ist meine Grundphilosophie in allen Lebenslagen. Dazu braucht es den Willen zum kontinuierlichen Lernen, aber auch viel Selbstreflexion und Eigenverantwortlichkeit. Stillstand wäre für mich ein Rückschritt.

3. Was ist das Besondere an der AUSTROMED?

Die AUSTROMED wurde 1981 als „Arbeitsgemeinschaft der Hersteller medizinischer Bedarfsartikel Österreichs“ gegründet und ist heute die führende Interessensvertretung für alle Unternehmen, die in der Produktion, der Aufbereitung und dem Handel mit Medizinprodukten in Österreich tätig sind. Mit hoher Serviceorientierung sind wir unseren Mitgliedern verpflichtet, die Rahmenbedingungen für eine positive Wettbewerbsentwicklung zu schaffen. Ob Herzschrittmacher, Hüftimplantat oder Pflaster – Medizinprodukte spielen heute in allen Bereichen des Gesundheitswesens, von der Prävention über die Diagnostik und Behandlung (Therapie) bis hin zur Rehabilitation, eine unverzichtbare Rolle.

Ein Gesundheitswesen ohne Medizinprodukte ist praktisch nicht vorstellbar. Ich bin stolz, dass es der AUSTROMED gelungen ist, dies zu vermitteln und sich als kompetenter Dialogpartner im Gesundheitswesen zu etablieren. Wir sind eine starke Interessensvertretung, kooperieren mit allen relevanten Stakeholdern im Sinne eines optimierten Gesundheitssystems und haben ein professionelles Netzwerk aufgebaut. Wir machen Lobbying, und zwar im besten Sinne des Wortes – nicht gegen etwas, sondern für etwas, nämlich für ein hochqualitatives und leistbares Gesundheitssystem, das nicht zuletzt das Wohl der Patienten als oberstes Gebot verfolgen muss.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

In erster Linie geht es mir in meiner Funktion darum, gemeinsam mit den Partnern und Stakeholdern starre Systeme effizienter zu gestalten. Es braucht in Österreich dringend geeignete Rahmenbedingungen für eine Innovationsführerschaft. Es braucht auch Mut zur Veränderung in der Politik. Es wurden über viele Jahre Analysen gemacht, Konzepte erarbeitet und Absichten zu Papier gebracht. Jetzt ist es an der Zeit, die Dinge anzugehen und endlich auch in der Praxis sichtbare und spürbare Lösungen umzusetzen.

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Nicht nur die neuen Medizinprodukteverordnungen, sondern eine Reihe weiterer Regulative bringen auf jeden Fall höheren Druck und steigende Kosten in das System – für die Hersteller, für die Anwender und letztendlich für die Patienten. Dennoch stellt sich die Medizinprodukte-Branche als Wachstumsmarkt dar. Damit das langfristig auch so bleibt, müssen wir die Chancen erkennen und nutzen, die sich durch den aktuellen Wandel ergeben. Dazu gehören Themen wie der Ausbau der elektronischen Gesundheitsdienste, aber auch der Einsatz neuer Technologien wie Digitalisierung, 3D-Druck, Nanotechnologie oder Robotik. Ich bin überzeugt, dass die heimische Medizinprodukte-Branche für diesen Wandel durchaus gute Voraussetzungen mitbringt, sie muss aber auch als Innovationsführer wahrgenommen und unterstützt werden. Diesbezüglich besteht noch viel Handlungsbedarf vonseiten der politischen Entscheidungsträger, wie etwa bei Ausschreibungen oder der Erstattung von Medizinprodukten. Nur mit der nötigen Unterstützung und Anerkennung können die Medizinprodukte-Unternehmen erfolgreich in einem innovativen Umfeld ihre Ideen für ein hochwertiges Gesundheitssystem verwirklichen.