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Gesundheitsmanager des Monats August 2018

Dr. Gerald Bachinger
Dr. Gerald Bachinger
© NÖ Patientenanwaltschaft

Berufliche und persönliche Eckdaten von Herrn Dr. Gerald Bachinger

Rechtswissenschaftliches Studium an der Universität Wien, seit 1985 im Landesdienst des Landes NÖ, seit 2000 Patientenanwalt in NÖ. 

derzeitige Funktionen:

  • Sprecher der Patientenanwälte Österreichs
  • Geschäftsführer und Vorsitzender der NÖ Patienten-Entschädigungskommission
  • Vorstandsmitglied der Plattform Patientensicherheit
  • Mitglied des Patientensicherheitsbeirates des Bundes
  • Mitglied der Bundesgesundheitskommission und der NÖ Landesgesundheitsplattform
  • Lehrauftrag an der MUW und der Donau Universität Krems

Verheiratet und 6 Kinder.


Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Mein Beruf ist auch meine Berufung, da es mir nicht bloß darum geht, den Lebensunterhalt für meine Familie und mich zu finanzieren. Die Tätigkeit als Patientenanwalt ist nicht nur eine professionelle und fachliche Herausforderung, sondern bedeutet für mich ein Stück meiner Persönlichkeit zum Wohle der Patienten zu investieren und das österreichische Gesundheits- und Sozialwesen in diesem Sinne zu verbessern. 

2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Die Trias Familie, Beruf und sportliche Betätigung. Für mich geht es vor allem darum einen gesunden Ausgleich zwischen diesen drei Eckpunkten zu erreichen und damit letztlich nachhaltige „Fußabdrücke“ zu hinterlassen.

3. Was ist das Besondere an der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft?

Das Pendeln zwischen zwei, mehr oder minder getrennten, Welten ist die besondere Herausforderung, aber auch die Würze dieser Tätigkeit. Das Kommunizieren einerseits mit einfachen Leuten „von der Straße“, die kleine, aber auch riesengroße Probleme mit dem Gesundheits- und Sozialwesen haben und dann andererseits das Arbeiten auf hoher strategischer Ebene in den einzelnen Gremien des Gesundheits- und Sozialwesens. Das ist ein hochinteressanter Spagat, auf unterschiedlichen Ebenen, auf denen vielfältige Probleme bestehen und unterschiedliche Lösungen gefordert sind.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ein Schwerpunkt ist mehr Flexibilisierung, Deregulierung und Aufweichen der jahrzehntelang gewachsenen Strukturen, die heutzutage oftmals nicht mehr bedarfs- und bedürfnisgerecht sind.
Dazu gehört, dass die berufsständisch geprägten Silos der Gesundheitsdiensteanbieter verlassen werden müssen und einzig die bestmögliche Versorgung der PatientInnen im Mittelpunkt zu stehen hat.

Sowohl die Berufsrechte, als auch die Versorgungsformen und Strukturen müssen sich einzig am bestmöglichen Patientennutzen orientieren und neu aufgebaut werden.
Regionale Versuchslabors, die außerhalb der starren Formen der Regelversorgung liegen müssten ermöglicht werden und Innovationsbudgets müssten geschaffen werden, die solche Entwicklungen finanziell fördern und unterstützen.
Die neuen digitalen Möglichkeiten, die außerhalb des Gesundheitswesens eine Selbstverständlichkeit sind, sind aufzugreifen und rasch umzusetzen. Der neue Leitspruch sollte lauten: „Digital vor ambulant vor stationär.“

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Der geschützte, ja monopolartige Bereich, in dem sich das Gesundheitswesen heutzutage noch befindet, wird zunehmend aufgeweicht werden und wegbrechen. Versorgungsangebote werden zeit- und ortsunabhängig zunehmend und in fachlich höchster Qualität angeboten werden. Die Zukunft wird lauten: „Move the Health Service not the Patient!“