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Gesundheitsmanager des Monats Februar 2019

 Dr. Roman Gamerith
Dr. Roman Gamerith
© Johnson & Johnson

Berufliche und persönliche Eckdaten von Herrn Dr. Roman Gamerith, General Manager der Johnson & Johnson Medical Products GmbH

Nach dem Studium der Veterinärmedizin in Wien startete Roman Gamerith seine berufliche Karriere in seiner eigenen Kleintierpraxis, bevor er sich dazu entschloss in den Pharmabereich zu wechseln. Nach einer langjährigen, erfolgreichen Tätigkeit in der pharmazeutischen Industrie und mehreren Stationen in verschiedenen Pharmaunternehmen, in denen er einen tiefen Einblick in spannende Bereiche (Onkologie, Kardiologie, Neurologie, HIV, Vakzinen..)  gewinnen konnte, wechselte er in die Medizintechnik und ist seit Juni 2018 Geschäftsführer der Medizinproduktesparte von Johnson & Johnson in Österreich. 

Seine gesamte berufliche Laufbahn war von der Motivation geprägt, das Leben von Tier und Mensch zu verbessern und einen Beitrag dazu zu leisten, dass wir gesünder älter werden.


Interview:

1. Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft weltweit in den nächsten Jahren entwickeln?

Gott sei Dank befinden wir uns heute sowohl in der westlichen Welt aber auch zunehmend in den Emerging Markets in einer Situation, in der immer mehr Menschen Zugang zu Medikamenten und innovativen Therapien zB im Bereich chronischer Erkrankungen oder Impfungen haben. Dies trägt aber vor dem Hintergrund unserer demographischen Entwicklung und immer höherer Lebenserwartung dazu bei, dass immer mehr Menschen im Alter medizinischen Behandlungsbedarf haben, dieser aber von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden muss. Aus meiner Sicht kann diesem Druck auf das System am besten begegnet werden, indem die Zusammenarbeit der Player und Zahler im System mit der Gesundheitswirtschaft und -Industrie sowie mit den Ärzten gestärkt wird. Johnson & Johnson als eines der diversesten und größten Gesundheitsunternehmen unterstützt intensiv den Ansatz von „Value based HealthCare“, also Bemühungen um die Qualität der Versorgung aber auch der Ergebnisse der Gesundheitsfürsorge, verbesserter Patientenerfahrung im Zuge von Behandlungen, dies alles im Vergleich zu den eingesetzten Kosten. 

Ziel muss es sein, dass chronische Erkrankungen mittels effizienter Lösungen therapiert werden, dadurch aber auch Innovationen im Gesundheitsbereich ausreichend gefördert werden. Unabhängig davon, ob es sich um ein Medikament, eine digitale OP Lösung oder künstliche Intelligenz zur Unterstützung der Diagnostik handelt: es braucht einen Schulterschluss und mehr Kooperation im System um Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen, gemeinsam effiziente Lösungen zu finden und bestmögliche Versorgung von PatientInnen zu gewährleisten!


2. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Wir sehen uns bei Johnson & Johnson als nachhaltiger Partner unserer Kunden und möchten unser Angebot noch stärker als bisher an den Bedürfnissen dieser orientieren.  Wir wollen zusammen mit Kunden in Co-Creation Prozesse gehen und gemeinsam die für Patienten, Anwender und Träger optimale Lösung entwickeln. 

Neben der Entwicklung und Herstellung unserer Produkte, sind uns funktionierende Gesundheitssysteme und eine optimale Versorgung der Patienten weltweit ein Anliegen. Ich bin davon überzeugt, dass für das Funktionieren und die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems in Österreich Effizienz, Kostenbewusstsein und verstärkte Partnerschaftlichkeit (zB im Sinne eines Pipeline-Sharings und der Entwicklung gemeinsamer Lösungen) in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden.


3. Welche Rolle wird dabei Ihre Geschäftsidee spielen?

Aus meiner Sicht ist das spannende an Johnson & Johnson, dass wir uns nicht auf einen Bereich, in dem wir stark sind, fokussieren. Unsere Geschäftsidee baut darauf auf, dass wir mit unserem breit gefächerten Sortiment aus den Sparten Consumer, Medical Devices und Pharmaceuticals die Menschen ein Leben lang begleiten können. Wir verfolgen damit einen ganzheitlichen Fürsorgeanspruch: von Prävention, über Diagnostik und Therapie. Weil eben alle drei Aspekte wesentlich für die menschliche Gesundheit sind. 

Wir wollen durch konstante Weiterentwicklung und Investition in Forschung und Entwicklung unsere angestammten Bereiche erweitern und setzen vermehrt einen Fokus auf Robotics und Lösungen im Bereich digitaler Gesundheit. Darüber hinaus wollen wir unsere Kunden zukünftig nicht nur mit unseren Produkten versorgen, sondern sehen unsere Rolle gesamthaft, indem wir optimale Lösungen für die Prozesse vor, während und nach zB. einem chirurgischen Eingriff entwickeln. 


4. Was ist in Ihrem Leben besonders wichtig?

Ich kann nur die Dinge gut machen, die ich aus vollster Überzeugung mache. Mich beflügelt es mein gesamtes Leben hindurch, angefangen von meinem Studium, während der Zeit in der Pharmabranche und nun im Medizinproduktebereich, für die Gesundheit von Tieren oder Menschen gearbeitet zu haben und mit meiner Tätigkeit einen Beitrag zu verbesserter Gesundheit zu leisten. Es motiviert mich extrem und treibt mich jeden Tag an, dass wir mit unseren Produkten zB Menschen mit Vorhofflimmern oder einer Knie Degeneration gemeinsam mit ihren Ärzten helfen können.

Privat finde ich einen guten Ausgleich, in dem ich viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringe. Als gesundheitsbewusster Mensch spielen zudem auch Bewegung und Sport eine wesentliche Rolle in meinem Leben.