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Gesundheitsmanager des Monats Jänner 2018

Dr. Marie-Hélène van de Rijdt
Dr. Marie-Hélène van de Rijdt
© Marie-Hélène van de Rijdt

Berufliche und persönliche Eckdaten von Frau Dr. Marie-Hélène van de Rijdt, Geschäftsführerin der Vertex Pharmaceuticals GmbH
Dr. Marie-Hélène van de Rijdt wurde 1964 in Frankreich geboren und studierte ab 1984 zunächst an der École Nationale Vétérinaire in Lyon, anschließend (ab 1986) an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wo sie 1991 auch promovierte. Nach einer Ausbildung in Toxikologie war sie zunächst am Cancer Research Institute Vienna tätig. Ihr weiterer Karriereweg führte sie durch verschiedene Bereiche wie Forschung, Arzneimittelzulassung, Marketing, Verkauf und Management in unterschiedlichen Unternehmen wie Janssen-Cilag, Eli Lilly, Amgen sowie schließlich zu Vertex Pharmaceuticals, wo sie als Geschäftsführerin für den Standort Österreich tätig ist. Dr. Van de Rijdt kann auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Pharma und Biotech zurückblicken und sieht ihren Hauptschwerpunkt bei Vertex in der Schaffung von Awareness zu zystischer Fibrose sowie innovativen Therapiemöglichkeiten.

Interview:

1. Was bedeutet Ihnen der Beruf?

Mein Beruf als Geschäftsführerin von Vertex Österreich bedeutet für mich, meine Erfahrung und Fähigkeiten dort einsetzen zu können, wo mein Interesse liegt: Forschung Gesundheit und Soziales. Dabei hoffe ich, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von PatientInnen, die an Cystischer Fibrose erkrankt sind, leisten zu können. Dafür setze ich mich ein. Ich hatte das große Glück, studieren zu können sowie unterschiedliche, großartige Menschen kennzulernen, die mich geprägt und mir enorm viel beigebracht haben. Ich sehe es als meine Aufgabe, das alles zum Wohle meiner Mitarbeiter und der PatientInnen zur Verfügung zu stellen.

2. Was ist Ihnen im Leben besonders wichtig?

Das zu tun, was ich als richtig erachte, nachdem ich möglichst alle Perspektiven mit einbezogen habe. Im privaten wie im beruflichen. Dabei möchte ich stetig lernen, Neues erfahren und dabei Spaß haben. Mit Humor, Offenheit und Bescheidenheit läßt sich mehr bewegen und bewältigen und das Miteinander fühlt sich dann auch gut an.

3. Was ist das Besondere an an Vertex Pharmaceuticals GmbH?

Bei Vertex sind mehr als 60 Prozent der Mitarbeiter weltweit in der Forschung tätig; etwa 86 Prozent unserer Einnahmen investieren wir wieder direkt in die Forschung. Das ist ein extrem hoher Wert, der auch in unserer Branche nur selten anzutreffen ist. Die meisten Vertex Studien werden zudem mit Kindern durchgeführt, da die Diagnose gleich nach der Geburt gestellt wird bzw. Symptome sehr früh einsetzen. Die Durchführung klinischer Studien mit Kindern ist ethisch immer ein sehr schwieriges Unterfangen. Vertex hat diese Aufgabe mit hohem Aufwand und sehr verantwortungsvoll hervorragend gelöst, um das ultimative Ziel, CF zu heilen, zu erreichen. Derzeit ist das noch eine Vision, aber ich bin davon überzeugt, dass unsere Arbeit uns diesem Ziel jeden Tag ein Stück näherbringt.

4. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Als relativ kleines und junges Unternehmen am österreichischen Markt arbeiten wir daran, den Stellenwert der Seltenen Erkrankungen grundsätzlich zu erhöhen, um diesem Bereich mehr Aufmerksamkeit und Gewicht zukommen zu lassen. Das gelingt nur im Zusammenspiel und in Partnerschaft mit der Wissenschaft, den agierenden Ärztinnen und Ärzten, den Patienten- und Betroffenenverbänden sowie der Politik und Verwaltungskörper. Unsere innovativen Produkte verhelfen den betroffenen PatientInnen zu einem Mehr an Lebensqualität und eröffnen dadurch neue Chancen und Lebensperspektiven. Dieser grundsätzliche Mehrwert sollte die entsprechende gesellschaftliche und auch gesundheitspolitische Akzeptanz erfahren. Auch dieser Bereich gehört zu meiner Aufgabe. Hier ist viel Kommunikationsarbeit notwenidg, um gerade diesen kleineren Patientengruppen mehr Aufmerksamkeit und im Sinne einer fairen Verteilung aller Resourcen auch mehr Unterstützung zukommen zu lassen. 

5.  Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft in den nächsten Jahren entwickeln?  

Transparenz, Offenheit und ein starkes Kostenbewusstsein werden an Relevanz gewinnen. Strukturelle Weichenstellungen werden ebenso Platz greifen wie der generelle Trend zur Digitalisierung und Einsatz kognitiver und prädiktiver Technologien. Beides bringt Vorteile und verschafft dem System Ressourcen und neue Chancen. Diese zum bestmöglichen Nutzen der betroffenen PatientInnen zu gestalten, wird die große Herausforderung der kommenden Jahre.  Das Ziel ist, allen PatientInnen in Österreich weiterhin Zugang zu innovativen Therapie zu gewähren. Im Falle der Seltenen Erkrankungen, insbesondere wenn Kinder betroffen sind, ist diese Aufgabe besonders wichtig.