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Gesundheitsmanager des Monats Jänner/Februar 2020

Florian Ram, MA
Florian Ram, MA
© ÖBSV

Berufliche und persönliche Eckdaten

Selbstständig als BGF/BGM-Berater vor allem in Produktionsunternehmen der Großindustrie (Stahl, Automobil) in Deutschland

Generalsekretär des Österreichischen Betriebssport Verbandes in Wien


Interview:

1. Wie wird sich die Gesundheitswirtschaft weltweit in den nächsten Jahren entwickeln?

Die Gesundheitswirtschaft wird in den nächsten Jahren eine Art Personalisierungsverfahren erleben. Individualsierungs- und Subjektivierungs-prozesse fördern Forschung und Entwicklung in den Bereichen der personalisierten Medizin und genderbasierten Medikamentierung. Diese Trends sind ebenso im Sport- und Bewegungsbereich zu finden, die ein großer Teil dieses Wirtschaftszweigs sind und vor allem für Prävention und Gesundheitsvorsorge stehen. Dabei ist ausschlaggebend, dass der Mensch als Individuum durch Modernisierung wie Bio-Hacking, Digitalisierung und Tracking von Biodaten angesprochen wird und so viel Grundmaterial für die eigene Gesundheitsoptimierung liefert. Bewegung und Sport sind dafür grundlegende Daten auf denen in allen weiterführenden Gesundheitsbereichen aufzubauen ist. 


2. Was möchten Sie im Bereich Gesundheitswirtschaft Österreich verändern?

Ich halte es für inhärent wichtig sich auf die Prävention und auf gesundheitsfördernde soziale Komponenten des Sports zu konzentrieren. Hier möchte ich eigentlich nicht unbedingt den vorangehenden Personalisierungsprozess entgegenwirken, sondern jene Gesellschaftsmitglieder erreichen, die einen eher bewegungsarmen und ungesunden Lebensstil pflegen. Der Österreichische Betriebssport Verband forciert seit Jahren u.a. das verbindende Element des Sports, für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt und gemeinsame Gesundheit über soziale und kulturelle Milieus hinweg. Dadurch sollen Rechtfertigungszwängen, die durch mangelnde Gesundheitsperformances ausgelöst werden, entgegengewirkt werden. Nur durch die soziale Komponente des Sports sind Menschen mit bewegungsarmen oder ungesunden Lebensstil zu einem aussagekräftigen Bioprofil zu führen. Der Aspekt der Subjektivierung, Personalisierung und auch das Gendermanagement in Gesundheit und Sport werden dabei gefördert. Das Gute dabei ist letztendlich, dass in einem Nebenprozess quasi die Freude an Bewegung und Sport durch Sozialisierung wieder generiert wird.


3. Welche Rolle wird dabei Ihre Geschäftsidee spielen?

Die große Schwierigkeit an Personalisierung und Individualisierung sind die dadurch entstehenden Einsamkeitstendenzen, die in jedem Setting – auch im Setting Arbeitswelt – vorhanden sind. Das „gemeinsame“ Bewegen, das „gemeinsame“ Sporttreiben sind wichtige Schlüssel zu mehr Gesundheit. Der Österreichische Betriebssport Verband darf sagen, dass genau diese beiden Schlüsselkomponenten bei unserer Arbeit abgedeckt und bedient werden. So schaffen wir es durch Innovation, Arbeit am und mit den Menschen einen positiven Teil zur Gesundheitswirtschaft Österreichs beitragen.


4. Was ist in Ihrem Leben besonders wichtig?

Der Versuch ein guter Mensch zu sein